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Tischgespräche in der Schader-Residence: Themen in Darmstadt

Artikel vom 26.04.2021

Die erste Fellow der Schader-Residence, Anna-Lisa Müller, mit Alfred Nordmann von der Technischen Universität und Michael Kolmer von der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Zum ersten Residence-Gespräch lud die Schader-Stiftung Gäste ein, die der Fellow „Themen in Darmstadt“ näherbrachten.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 12.05.2021 | 12:00 Uhr

Ende: 12.05.2021 | 14:00 Uhr

Ort: Haus Schader | Goethestraße 1 | 64285 Darmstadt
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Fokus auf Darmstadt

Zum ersten Residence-Gespräch lud die Schader-Stiftung Gäste ein, die der Fellow „Themen in Darmstadt“ näherbrachten. Bei Arheilger Spargel und Gespräch sollten für die erste Fellow der Schader-Residence, Anna-Lisa Müller, Themenfelder eröffnet werden, die in Darmstadt virulent sind und die Zeit in der Schader-Residence prägen werden. Die Gesprächspartner*innen kamen aus der Stadtentwicklung, der Technischen Universität mit dem Fokus auf Technikfolgenabschätzung und aus der angewandten Nachhaltigkeitsforschung. 

Einige der aufgeworfenen Fokusse auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt aus gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive:

Wie geht das heutige Darmstadt mit dem ehrgeizigen Design-Begriff um, seiner Geschichte aus Arts&Crafts und dem Anspruch des Designs auf Weltverbesserung oder gar -rettung; wo sind die großen Würfe aus Wissenschaft, Kunst und Kultur?

Wie hat Darmstadt sein historisches Erbe des 20. Jahrhunderts integriert; den Verlust des Großherzogtums, die enge familiäre Verbindung nach Russland und England, die Kriege mit England, die geplante Zerstörung der Innenstadt am 11. September 1944 durch die Royal Air Force – und doch die enge Bindung Darmstadts an die Battenbergs bewahrt, an Prinzessin Alice von Battenberg, an Prinz Philipps Schwester Cäcilie von Griechenland, die 1937 hochschwanger starb, bis hin zu Prinzessin Margaret von Hessen und bei Rhein, deren Tod 1997 in der Stadtkirche betrauert wurde. 

Gleichzeitig bedeutete der Nationalsozialismus den Beginn des Bedeutungsverlustes Darmstadts im Deutschen Reich, später gingen noch weitere Narrative verloren. Die ehemalige Residenz, die ehemalige Beamtenstadt, die ehemalige Garnison – wie fängt die Wissenschafts- und jüngst die Digitalstadt diese Entwicklung wieder auf?

Darmstadt sei geographisch schwer zu erschließen, hieß es. Liegt das auch an der Eigenart, die Benamung von Orten ganz besonders zu regeln, ganze Plätze „umzuziehen“? Liegt es daran, dass auf dem Luisenplatz der „Lange Ludwig“ steht, die Ludwigskirche aber am Büchnerplatz und auf dem Ludwigsplatz ein Bismarckdenkmal, natürlich weit entfernt von der Bismarckstraße?

Wissen schafft Stadt

Darmstadt trägt als erste Kommune den Titel „Wissenschaftsstadt“. Doch wie schafft eine Stadt Wissen (in Anlehnung an den Slogan der Stadt Heidelberg)?

Wie entwickelt sich die Wissenschaftsstadt in der Wissensgesellschaft? Wie wird mit Nichtwissen strategisch umgegangen? Wie wird gesellschaftliche Kompetenz vermittelt und wirksam gemacht?

Wie kommt es zur Bedeutung einer zivilgesellschaftlichen Einrichtung wie der Schader-Stiftung als Trägerin des Runden Tischs Wissenschaftsstadt und Kuratorin des Darmstädter Gesprächs, welche Schritte wurden gegangen, um Dialoge zu „schadern“?

Und gibt es einen Darmstadtian Dream? If you can make it there...? Ist Darmstadt eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten für Technikfreaks und Künster*innen, für Start-Ups und Visionär*innen? 

Wir danken für das anregende Tischgespräch und wünschen unserer Fellow weitere Erkenntnisse in Darmstadt – demnächst bei einer ganz speziellen Fahrradtour zu alten und neuen Orten zwischen Bessungen und Arheilgen!

 

Ansprechpartner ist Alexander Gemeinhardt