Darmstädter Tage der Transformation 2026 (DTdT26)
Artikel vom 07.01.2026
Die DTdT gehen im Herbst 2026 in die achte Runde. Mit dem Fokus auf Baukultur wird unterstrichen, wie zentral die Gestaltung von Gebäuden, Flächen und anderen Orten des Miteinanders für die nachhaltige Entwicklung moderner Gesellschaften ist.
Beginn: 28.09.2026 | 10:00 Uhr
Ende: 02.10.2026 | 16:00 Uhr
Ort:
Schader-Campus | Goethestr. 1-2 | 64285 Darmstadt
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DTdT26 vom 28. September bis 2. Oktober 2026
Die Schader-Stiftung lädt jährlich zu den Darmstädter Tagen der Transformation (DTdT) ein. Vom 28. September bis 2. Oktober 2026 finden die achten DTdT statt. Sie widmen sich dem Wandel zu einer zukunftsfähigen, sozialökologischen Gesellschaft mit Fokus auf Baukultur.
Alles dreht sich um „Gebaute Mitwelten“, sie bilden den neuen thematischen Schwerpunkt der DTdT. In 15 interdisziplinären Veranstaltungen – darunter Workshops, Vorträge und Dialogforen – kommen Akteur*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Kommunen, Verbänden und Gewerkschaften zusammen. Gemeinsam werden Perspektiven und Lösungsansätze für zentrale Handlungsfelder entwickelt, darunter Ausbildung, Wohnen, Stadt- und Regionalplanung, Kreislaufwirtschaft, Wärmewende und die Transformation von Gewerbegebieten.
Wie trägt eine nachhaltige Baukultur zum Gelingen der sozialökologischen Transformation bei? Wie tangiert die Baukultur der Vergangenheit unsere Gegenwart und prägt unsere Möglichkeiten von Zukunft? Wie haben sich Konzepte zu wandeln angesichts sozialökologischer Herausforderungen und Dringlichkeiten? Wie planen, gestalten und bauen wir Mitwelten als planetare Zukünfte für und mit Menschen vor Ort als Subjekte der Entwicklung?
Die DTdT26 bieten eine Plattform, diese und viele weitere Fragen anzugehen, innovative Ideen zu diskutieren und Good Practices von Unternehmen, Institutionen und Initiativen vorzustellen.
Der Call for Proposals mit inhaltlichem Fokus auf „transformativer Baukultur“ wird im Frühjahr 2026 veröffentlicht, die Auswahl aus den Einreichungen findet im April gemeinsam mit den Partnern der DTdT statt.
Eine Anmeldung für das gesamte Programm ist nicht möglich. Zu den einzelnen Veranstaltungen laden wir Sie ab Mai 2026 gezielt ein. Sollten Sie nicht eingeladen werden, aber dennoch Interesse haben, können Sie im jeweiligen Anmeldeformular auf Ihre Qualifikation und Ihre Kompetenz hinweisen - wir freuen uns über neue Kontakte.
„Gebaute Mitwelten“: Zentrale Aspekte der DTdT26
Der thematische Schwerpunkt ermöglicht, gebaute Mitwelten aus ganz unterschiedlichen Disziplinen und Perspektiven zu reflektieren. Im Kern geht es um die Transformation des Bauens, Gestaltens und Nutzens in einer demokratischen Gesellschaft. Sozial-ökologischer Um-, Aus- und Neubau wird dabei im wörtlichen wie im übertragenen Sinne verhandelt – zwischen Utopie und Wirklichkeit, zwischen planerischem Anspruch und gesellschaftlicher Praxis. So lassen sich fünf zentrale Aspekte der DTdT im Themenfeld „Gebaute Mitwelten“ formulieren:
- Baukultur als gesellschaftliche Infrastruktur
Gebaute Mitwelten sind weit mehr als technische oder ästhetische Artefakte. Sie strukturieren Alltage, prägen soziale Beziehungen, beeinflussen Mobilität, Arbeit, Freizeit und Sicherheit – und wirken über Generationen hinweg. Baukultur wird bei den DTdT als soziale, kulturelle und ökologische Infrastruktur verstanden, in der sich Fragen von Gemeinwohl, Macht, Teilhabe und Zukunftsfähigkeit verdichten. Im Brennglas baukultureller Themen werden daher auch Fragen öffentlicher Infrastruktur, der Transformation von Gewerbe und Produktion, des Umbaus der Arbeitswelt sowie von Wissenschaft, Kultur und Sport sichtbar. - Transformation im Bestand – zwischen Vergangenheit und Zukunft
Ein zentrales Anliegen des Zyklus ist die Auseinandersetzung mit dem Vorgefundenen. Gebaute Mitwelten tragen die Spuren vergangener Entscheidungen. Diese materiellen und kulturellen Hinterlassenschaften prägen Gegenwart und Zukunft gleichermaßen. Im Fokus steht daher der Um- und Weiterbau: klimaresilient, ressourcenschonend und innerhalb planetarer Grenzen. Thematisiert werden Flächenverbräuche, CO₂-Emissionen, soziale und bauliche Erosionen ebenso wie die Frage, welche Vorstellungen von „schönem“ Planen und Gestalten heute maßgeblich sind – und welche soziale Sprengkraft in ihnen liegt. - Demokratisierung, Teilhabe und Konfliktfähigkeit
„Mitwelten“ betont das Gemeinsame – und macht zugleich Konflikte sichtbar. Die DTdT verstehen Planung und Bau als Aushandlungsprozesse in einer pluralen Gesellschaft. Fragen der Partizipation, der Demokratisierung des Bauens und der Handlungsspielräume kommunaler wie überregionaler Körperschaften stehen dabei im Zentrum. Verhandelt werden konkurrierende Interessen, Eigentumsverhältnisse, Kommodifizierung und Alternativen wie Sharing und Commoning – die Allmenden des 21. Jahrhunderts. Auch soziale Ungleichheiten, Fragen von Inklusion, Gleichstellung, Verdrängung und Ausgrenzung zählen zu den wesentlichen Gesichtspunkten. - Interdisziplinarität, Praxisbezug und Good Practices
Die Darmstädter Tage der Transformation knüpfen an den Stiftungsauftrag an, Wissenschaft und Praxis in den Dialog zu bringen. Gebaute Mitwelten werden aus ästhetischer, politischer, ökonomischer, rechtlicher und sozialer Perspektive betrachtet. Im Mittelpunkt stehen konkrete Projekte und Good Practices ebenso wie grundsätzliche Weichenstellungen: von Wohnungsbau und Quartiersentwicklung über Mobilität, Gewerbe- und Industriegebiete bis hin zu Arbeitswelten, Bildungs- und Forschungsbauten sowie Kultur- und Sportstätten. Interregionale Vergleiche machen Ungleichzeitigkeiten und Ungleichheiten sichtbar und ermöglichen Lernen über Kontexte hinweg. - Zeitlichkeit, Endlichkeit und Zukunftsverantwortung
Baukultur ist langfristig wirksam. Sie bindet Ressourcen, prägt Landschaften und Lebensweisen und legt Handlungsspielräume für kommende Generationen fest. Die DTdT nehmen daher Fragen generationenübergreifender Planung, planetarer Grenzen und klimaangepasster Entwicklung ausdrücklich in den Blick. Gleichzeitig werden utopische Entwürfe und unzeitgemäß gewordene Wirklichkeiten gegenübergestellt: postfossile Landschaften, neue Wohlfühlorte, aber auch Leerstellen – urbane wie rurale. Der Mut zur (zweckfreien) Lücke und zur Aneignung könnte ebenso thematisiert werden wie die Rolle von Stadt und Land als Projektionsflächen progressiver und regressiver Narrative.
#DTdT25-Podcasts
Im Rahmen der #DTdT25 haben wir diese Kooperationspartner*innen in den Podcast "In guter Gesellschaft" eingeladen.
Hier geht es zur Folge mit Antonia Hoffmann zu Kreislaufwirtschaft im Handwerk.
In einer zweiten Episode sprechen wir mit Gesa Vögele zu nachhaltigen Finanzen.
Kontakt
Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an dtdt(at)schader-stiftung.de.
Verantwortlicher Referent: Dr. Gösta Gantner
Die Darmstädter Tage der Transformation wurden von 2023 bis 2025 von der Deutschen Bundestiftung Umwelt gefördert.
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