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Rückschau s:ne update Symposium 2019

Artikel vom 23.07.2019

Welche Hemmnisse stehen Veränderungsprozessen in Richtung Nachhaltige Entwicklung entgegen? Wie lassen sich die notwendigen Anreize verstärken? Welche Anforderungen richten sich an transdisziplinäre Projekte, um gesellschaftliche Veränderungsprozesse im Zusammenspiel zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Bürgerschaft, Politik und Verwaltung zu initiieren?

Anwendungsorientierte transformative Forschung

Im Rahmen des Projekts „Systeminnovationen für Nachhaltige Entwicklung (s:ne)“ der Hochschule Darmstadt fand am 24. Juni das „s:ne update Symposium“ im Schader-Forum statt, das gemeinsam mit Projektbeteiligten und bundesweiten Experten Antworten auf die oben genannten Fragen zu geben, versuchte.

Das Projekt selbst ist im Januar 2018 mit einer Laufzeit von fünf Jahren gestartet. Ziel ist es, die Transferstrategie der Hochschule Darmstadt weiterzuentwickeln und dabei ganz praktisch zur Beantwortung der Frage, wie Darmstadt und Region nachhaltiger werden können, beizutragen. Gemeinsame Innovationen mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren entwickeln und erproben, ist dabei die Idee. Die Schader-Stiftung unterstützt dieses Vorhaben, indem sie die Vernetzungs- und Transferprozesse im Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis fördert.

Das „s:ne update Symposium“ kann dabei als ein wichtiger Meilenstein betrachtet werden. Nachdem durch ein kurzes Erklärvideo zum Projekt und ein moderiertes Gespräch der Stand und die Besonderheit des Projektes für die Teilnehmenden auf sehr anschauliche Weise verdeutlicht wurde, teilten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei Werkstattgespräche auf, die Einblicke in die angewandte Transformative Forschung im Bereich nachhaltiger Konsum, kommunale Wirtschaft und Klimaschutz im Quartier gaben. Anhand eines 3-Stufen-Modells wurden die methodischen Herausforderungen diskutiert und mögliche Lösungen entwickelt. Dahinter steht die Vorstellung, zunächst Begegnungen zu initiieren, um dann auf der so genannten „Transmentebene“ ein gemeinsames Problemverständnis zu entwickeln, das dann in eine Forschungs- bzw. Transferfrage formuliert wird und schließlich dazu führen soll, Lösungen zu entwickeln und zu erproben und schließlich umzusetzen. Besonderheit ist dabei die Verständigung auf eine gemeinsame Frage, die als Richtungsweisend für alle gilt und dadurch bereits eine Rollenklärung stattfindet, was weit über ein gemeinsames Problemverständnis hinausgeht.

In allen Werkstätten wurde nach den Impulsvorträgen deutlich, dass es noch viele Herausforderungen zu meistern gibt und wie wichtig und hilfreich die Vernetzung untereinander ist. Bei der am Nachmittag stattfindenden Fishbowl-Diskussion gab es unterschiedliche Ansichten darüber, ob die maßgeblichen Erfolgsfaktoren, die sind, die nicht planbar sind, wie etwa Vertrauensbildung oder die Fähigkeit zur Selbstreflektion. Einig waren sich die Teilnehmenden darin, dass transformative Forschung grundsätzlich durch Ungewissheit geprägt ist und immer Flexibilität und Offenheit für neues erfordert. Es wurde als ein sozialer Lernprozess beschrieben.

Die wichtigsten Erkenntnisse waren zusammenfassend, also das die richtigen Akteure ein gemeinsames Ziel vor Augen haben und sich auf eine gemeinsame vertrauensvolle Zusammenarbeit einlassen. Dabei kommt dem iterativen Vorgehen eine maßgebliche Rolle zu – zu der großen Systeminnovation kommt man möglicherweise erst, wenn man kleine Probleme nach und nach löst. Dabei sind auch immer wieder Schleifen nötig, die jedoch zur Zielerreichung beitragen. Diskutiert wurde dabei auch die Bedeutung einer gemeinsamen Sprache und wie wichtig es ist, die Begrifflichkeiten zu definieren.

Bericht von: Dr. Michèle Bernhard

Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung

Damit unsere Erde dauerhaft bewohnbar bleibt, müssen wir uns einigen Herausforderungen stellen und gemeinsam Systeminnovationen für Nachhaltige Entwicklung gestalten. Doch wie können solche transformativen Prozesse gelingen? 

In einem Erklärfilm der Innovations- und Transformationsplattform für Nachhaltige Entwicklung der Hochschule Darmstadt wurden anlässlich des s:ne Update Symposiums am 24. Juni 2019 diese und weitere Fragen noch einmal aufgegriffen und anhand der sogenannten Transmentebene thematisiert. Dieser Videofilm von der Hochschule Darmstadt (h-da) zeigt die einzelnen Transferstufen einer Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung auf.