Transformation zwischen Populismus und Bürokratie
Artikel vom 09.04.2026
Moderne Gesellschaften stehen vor gewaltigen Transformationherausforderungen. Doch wie wandlungsfähig sind sie wirklich? Ein zunehmender Populismus und lähmende Bürokratie scheinen uns zu blockieren. Drei Bücher und ein Gespräch.
Beginn: 11.05.2026 | 19:00 Uhr
Ende: 11.05.2026 | 20:30 Uhr
Ort:
Schader-Forum
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Goethestr. 2
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64285 Darmstadt
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Transformation zwischen Populismus und Bürokratie
Im Verlag Klaus Wagenbach sind in den letzten Monaten drei Bücher erschienen, die sich aus unterschiedlicher Perspektive den Fragen widmen, wie wandlungsfähig Gesellschaften tatsächlich sind und wie Transformation angesichts Herausforderungen wie Populismus und Bürokratie gelingen kann. Am 11. Mai diskutieren die Autor*innen Julia Borggräfe, Wolfgang Ullrich und Uwe Schneidewind gemeinsam über Gesellschaften im Wandel und ihre Transformationsherausforderungen.
In dem öffentlichen Gespräch geht es darum auszuloten, wie sich Demokratie in internationaler Verantwortung, national, aber auch konkret vor Ort stabilisieren lässt und wie wir den Gefahren populistischer Dynamik und bürokratischer Blockade entkommen können.
Dienstschluss - Herausforderung Kommunalpolitik
Prof. Dr. Uwe Schneidewind beschreibt in seinem neuen Buch „Dienstschluss - Herausforderung Kommunalpolitik“ das alltägliche Systemversagen im Lokalen und zeigt auf, wie sich auch in schwierigen Konstellationen Kommunen produktiv bewegen lassen.
Bürokratopia - Wie Verwaltung die Demokratie retten kann
Dr. Julia Borggräfe zeigt in ihrem neuen Buch „Bürokratopia - Wie Verwaltung die Demokratie retten kann“, wie wachsende Überforderung und Ineffizienz der Bürokratie das Vertrauen in den Staat auf dramatische Weise untergräbt. Hierfür zeigt sie Lösungswege auf und bietet einen Blick auf Best Practices in anderen Ländern.
Memokratie - Soziale Medien und autoritäre Bildpolitik
In seinem neuesten Buch „Memokratie - Soziale Medien und autoritäre Bildpolitik“ zeigt Prof. Dr. Wolfgang Ullrich auf, wie es den rechten Bewegungen seit den 2010er-Jahren mit der Kommunikation über Memes gelungen ist, den Boden für die Polarisierung demokratischer Gesellschaften und eine autoritäre Politik zu legen. Er analysiert auch, warum es demokratischen Kräften so schwerfällt, diesem enthemmten Bildgebrauch etwas entgegenzusetzen.
Anmeldung und Organisation
Die drei Werke sollen zunächst zusammen mit den Autor*innen vorgestellt und anschließend in einer Podiumsdiskussion mit Blick auf gesellschaftliche Transformation in Zeiten des Populismus und der Bürokratie aufgegriffen werden. Die Veranstaltung klingt bei einem Get-together in Haus Schader aus. Der Abend wird von Lars Hennemann, Chefredakteur der Rhein-Zeitung, moderiert.
Direkt im Vorfeld der öffentlichen Veranstaltung findet eine Gesprächsrunde zur “Bürokratopia” unter Chatham House Rules mit Persönlichkeiten aus den Gesellschaftswissenschaften und der Kommunalpolitik statt. Mehr dazu findet sich im Programm und auf der Website der Veranstaltung.
Neben dieser Veranstaltung lädt die Schader-Stiftung aktuell zu weiteren Veranstaltungen mit kommunalpolitischem Schwerpunkt ein. Unteranderem findet am 5. Mai die Veranstaltung „Wie Demokratien leben… in Kommunalparlamenten“ statt.
Ansprechpartner*innen von Seiten der Schader-Stiftung sind Dr. Sara Lüttich und Alexander Gemeinhardt.

