Menschenrechte | Globale Normen und lokale Umsetzung
Artikel vom 04.03.2026
Die globale normative und regelbasierte Ordnung steht unter Druck. Völker- und Menschenrechtsstandards erfahren nicht nur eigenwillige Interpretationen durch autoritäre Regime, sondern ihre lokale Umsetzung ist immer stärker von einzelnen Akteuren und deren politischen, religiösen oder identitären Wertvorstellungen geprägt.
Beginn: 11.12.2026 | 11:00 Uhr
Ende: 11.12.2026 | 17:00 Uhr
Ort:
Schader-Forum | Goethestraße 2 | 64285 Darmstadt
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Menschenrechte "glokal"
Globale Menschenrechtsstandards verlieren an Gewicht, weil die staatenbasierte Ordnung infrage gestellt wird. Die Mehrheit der Staaten, die sich schriftlich zum Völkerrecht und zu den Menschenrechten verpflichtet haben, ist nicht demokratisch legitimiert oder entwickelt sich zu autoritären Regimen hin. Lizenzentzug für Hilfsorganisationen in Konfliktregionen, staatliche und nichtstaatliche Menschenrechtsorganisationen, die als „Agenten“ tituliert werden, Zensur und die Jagd auf die Zivilgesellschaft sind nur einige der Konsequenzen.
In der eintägigen Fachtagung werden die unterschiedlichen Ereignisse, Perspektiven und Methoden, die zu dieser Erosion führen, aus wissenschaftlicher, politischer und empirischer Perspektive diskutiert. Wie lassen sich bei Änderungen auf globaler Ebene Menschenrechte vor Ort sichern und umsetzen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?
- Lässt das Interesse an Menschenrechten nach oder ändert sich deren Wirkungsweise?
- Systeme wie die Vereinten Nationen, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und das Völkerrecht sind intergouvernemental angelegt. Wie können sie mit einer Situation dysfunktionaler Staaten umgehen?
- Liefert „Glokalisation“, also eine direkte Verbindung zwischen lokalen Einheiten und globalen Systemen, einen Ausweg?
Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, inwiefern die bestehende internationale Ordnung zunehmend durch eine neue „g-lokale“ Struktur ersetzt wird und welche Möglichkeiten bestehen, eine regelbasierte Ordnung wiederherzustellen beziehungsweise aktiv neu zu gestalten – in Deutschland, in Europa sowie auf globaler Ebene.
Rund um die Details der Tagung
Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), der Arbeitskreis Menschenrechte der DVPW und die Schader-Stiftung laden Wissenschaftler*innen, politisch Aktive, Vertreter*innen aus Verwaltungen, NGOs und weiteren Praxis-Organisationen zur Fachtagung wird am 11. Dezember 2026 ein. Die Tagung wird hybrid stattfinden. Eine Teilnahme ist also online oder vor Ort möglich.
In Kürze werden wir hier das Programm veröffentlichen. Dann wird auch eine Anmeldung möglich sein.
Die Tagung ist Teil des Programms der Schader-Stiftung im Rahmen des World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 (WDC2026): „Design for Democracy”.
Ansprechpartnerin seitens der Schader-Stiftung: Dr. Kirsten Mensch

