Zweites Salongespräch | Kokreation und Konflikt: Organisation des unmittelbaren Zusammenlebens
Artikel vom 17.12.2025
Im Rahmen der Reihe “Menschen, Maschinen, Kodizes. Architektur und Philosophie im Gespräch” lädt das Fachgebiet Architekturtheorie und -wissenschaft an der TU Darmstadt gemeinsam mit der Schader-Stiftung zum Salongespräch ein.
Beginn: 12.05.2026 | 17:30 Uhr
Ende: 12.05.2026 | 20:00 Uhr
Ort:
Haus Schader| Goethestr. 1 | 64285 Darmstadt
In Google Maps öffnen
Menschen, Maschinen, Kodizes: Architektur und Philosphie im Gespräch
Seit es Werkzeuge gibt, regt das Verhältnis von Mensch und Maschine die menschliche Fantasie an, zunehmend maschinell unterstützt. Mit der Digitalisierung vervielfältigt und verschmilzt ihr Grenzbereich fortschreitend und greift in alle Lebensbereiche hinein, aufgeladen mit vielerlei mythischen Vorstellungen. Auch in der Architektur arbeiten Menschen und Maschinen täglich Hand in Hand – ihre Beziehung zueinander lässt sich an digitalgestützten Schreibtischen, Werkstätten und Baustellen beobachten. Vermeintlich dem Menschen vorbehaltene kreative Prozesse und das autonome Agieren in komplexen Kontexten werden zunehmend von Maschinen übernommen. Maschinelles Lernen und generative KI werden die Mensch-Maschine Kooperation verändern. Diesen Prozessen liegen digitale Trainings- und Weltmodelle zugrunde, deren Algorithmen sowie Datenbanken jedoch oft unzugänglich bleiben.
Ziel der Reihe ist es, im Austausch von Architekturschaffenden und Philosoph:innen kritisch zu reflektieren, welche Freiheiten der Mensch im Prozess der Digitalisierung und in der Kultur der Digitalität gewinnt und welche Beschränkungen der Mensch durch die Maschine erfährt. Bislang eher als technische Innovation verstandene Werkzeuge im Prozess des Architekturschaffens sowie die Rolle der
Nutzer*innen sollen kritisch reflektiert werden.
Zweites Gespräch | Kokreation und Konflikt: Organisation des unmittelbaren Zusammenlebens
"Die Stadt (…) besteht nicht aus Mauern und Türmen, nicht aus Beton und Asphalt, sondern aus unsichtbaren Strukturen", hatte Lucius Burckhardt geschrieben. Zu diesen unsichtbaren Strukturen gehören inzwischen auch digitale Werkzeuge: Wie gestalten sich mit ihnen Beziehungen, bilden sich Netzwerke, organisieren sich Austausch und Zusammenarbeit – wie kann diese Form der Gestaltung bewusster und aktiver Teil der Entwicklung und Weiterentwicklung von Quartieren werden? Wo liegen ihre Entwicklungspotentiale und Risiken?
Das Gespräch wird eröffnet mit einem Impuls von Prof. Dr. Peter Zeile, KIT Karlsruhe.
Vier Salongespräche
Im Rahmen dieser Reihe werden vier Salongespräche stattfinden:
- Dienstag, 21. April 2026:
Kollaboration und Korrelation: Autorschaft und individuelle Verantwortung
| mit inhaltlichem Schwerpunkt auf “Alltag und Büro”
- Dienstag, 12. Mai 2026:
Kokreation und Konflikt: Organisation des unmittelbaren Zusammenlebens
| mit inhaltlichem Schwerpunkt auf “Nachbarschaft und Quartier”
- Dienstag, 19. Mai 2026:
Komemory und Konvention: Austausch, Bewegung und Vernetzung von Dingen und Menschen
| mit inhaltlichem Schwerpunkt auf “Stadtraum und Umland”
- Dienstag, 16. Juni 2026: Kontemplation und Kosten:
Ethik und Ästhetik der Datenspeicherung
| mit inhaltlichem Schwerpunkt auf nationale und europäische Perspektiven
Den Salongesprächen ging eine Auftaktveranstaltung am 10. Juni 2025 in der Schader-Stiftung voraus: Menschen, Maschinen, Kodizes. Architektur und Philosophie im Gespräch
Anmeldung und Organisation
Die Teilnahme an dem Gespräch setzt Ihre Anmeldung voraus. Eine Anmeldung zum zweiten Salongespräch ist bis zum 7. Mai möglich.
Die Reihe wird vom Fachgebiet Architekturtheorie und -wissenschaft (Prof.'in Dr. Sandra Meireis) an der TU Darmstadt in Kooperation mit der Schader-Stiftung organsiert. Fachlich begleitet wird sie durch Christian Holl, frei04 publizistik und durch Prof. i.V. Torsten Becker, TU Darmstadt.
Ansprechpartner seitens der Schader-Stiftung: Dr. Gösta Gantner

