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Verbundene Welten: Wie Netzwerke Forschung, Gesellschaft und Demokratie prägen

Artikel vom 14.02.2026

Im Oktober 2026 findet der 11. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Netzwerkforschung in Kooperation mit der Schader-Stiftung in Darmstadt statt. 

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 22.10.2026 | 10:00 Uhr

Ende: 23.10.2026 | 17:00 Uhr

Ort: Schader-Campus | Goethestr. 1-2 | 64285 Darmstadt
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Netzwerkforschung in einer vernetzten Welt

Netzwerke sind allgegenwärtig. Sie verbinden Menschen, Organisationen und Institutionen, strukturieren Wissensproduktion und Innovation, ermöglichen Kooperation und Teilhabe und beeinflussen politische wie gesellschaftliche Entscheidungsprozesse. Gleichzeitig können sie Macht konzentrieren, Personen ausschließen oder zur Fragmentierung von Öffentlichkeit beitragen. Die Netzwerkforschung bietet wichtige Perspektiven, um die Herausforderungen und Chancen einer zunehmend vernetzten Welt besser zu verstehen.

Der 11. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Netzwerkforschung zusammen mit der Schader-Stiftung widmet sich diesen Fragen unter dem Titel „Verbundene Welten: Wie Netzwerke Forschung, Gesellschaft und Demokratie prägen“. Forschende und Praktiker*innen aus unterschiedlichen Disziplinen kommen zusammen, um aktuelle theoretische, methodische und empirische Beiträge der Netzwerkforschung zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl grundlegende Fragestellungen der Netzwerkanalyse als auch konkrete Anwendungsfelder in Politik, Verwaltung, Bildung, Gesundheit, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Demokratie, Teilhabe und gesellschaftliche Gestaltung

Ein besonderer Schwerpunkt des Kongresses liegt auf der Rolle von Netzwerken für Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe. Wie entstehen demokratische Prozesse und wie werden diese stabilisiert? Welche Bedeutung haben Netzwerke für Koordination, Beteiligung und Governance? Welche Akteure prägen politische Entscheidungsprozesse, und wie können netzwerkanalytische Ansätze zu einem besseren Verständnis aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen beitragen? Diesen und weiteren Fragen gehen die Panels, Vorträge und die abschließende Podiumsdiskussion nach.

Im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 greift der Kongress darüber hinaus den Schwerpunkt „Design for Democracy. Atmospheres for a Better Life“ auf und beleuchtet die Bedeutung von Netzwerken für die Gestaltung demokratischer und lebenswerter Gesellschaften.

Die Deutsche Gesellschaft für Netzwerkforschung

Als wissenschaftliche Fachgesellschaft versteht sich die Deutsche Gesellschaft für Netzwerkforschung (DGNet) als Forum für den fach- und disziplinübergreifenden Austausch über Beziehungen, Verflechtungen und Netzwerke in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie vereint Forschende aus verschiedenen Disziplinen, die ein gemeinsames Interesse an relationalen Fragestellungen verbindet. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Kooperationspartner, der Schader-Stiftung, veranstaltet die DGNet im zweijährigen Turnus ihren Kongress und schafft damit ein zentrales Forum für die deutschsprachige Netzwerkforschung. Der Kongress spiegelt die Vielfalt des Forschungsfeldes wider, fördert den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis und macht die gesellschaftliche Bedeutung relationaler Perspektiven sichtbar.

Impulse und Begegnungen

Das Kongressprogramm vereint theoretische und methodische Beiträge ebenso wie anwendungsorientierte Forschung aus unterschiedlichen Disziplinen. Einen besonderen Akzent setzt die Keynote von Prof. Dr. Maria Brockhaus (Universität Helsinki), die unter dem Titel „Wenn Macht- und Politiknetzwerke Ungleichheit produzieren. Erkenntnisse aus dem Bereich der Landnutzung und Forstwirtschaft im Globalen Süden“ aktuelle Perspektiven auf die gesellschaftliche Wirkung von Netzwerken eröffnet.

Einen weiteren Höhepunkt bildet die Podiumsdiskussion „Wie werden Demokratie und Gesellschaft gestaltet und ausgehandelt?“, in der zentrale Fragen des Kongressthemas gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis diskutiert werden. Sie bietet Raum für den Austausch über die Rolle von Netzwerken bei gesellschaftlichen Veränderungsprozessen und demokratischer Gestaltung.

Nachwuchsförderung und Austausch

Neben dem wissenschaftlichen Programm versteht sich der Kongress auch als Ort der Vernetzung. Der Brown-Bag-Lunch für Promovierende und Early-Career-Forschende bietet die Gelegenheit, in informeller Atmosphäre Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kooperationen anzustoßen. Damit wird insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs in die fachliche Gemeinschaft der Netzwerkforschung eingebunden und in seiner weiteren Entwicklung unterstützt.

Willkommen in Darmstadt

Netzwerke entstehen nicht nur als Forschungsgegenstand, sondern auch durch den persönlichen Austausch. In diesem Sinne freuen wir uns darauf, Sie auf dem Schader-Campus in Darmstadt begrüßen zu dürfen, gemeinsam aktuelle Fragen der Netzwerkforschung zu diskutieren, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Verbindungen zu stärken. Wir wünschen Ihnen einen anregenden Kongress, spannende Begegnungen und viele neue Impulse für Forschung und Praxis.

Ansprechpartnerin von Seiten der Schader-Stiftung: Luise Spieker 

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