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Szenarien-Werkstatt Sicherheitspolitik

Artikel vom 30.06.2020

Nach der Dialog-Werkstatt im Februar 2019 und der Strategie-Werkstatt im Februar 2020 geht die Diskussion über Sicherheitspolitik in die nächste Runde. Dieses Mal wird es mit der Szenarien-Werkstatt Sicherheitspolitik noch spezifischer und dynamischer: Im Rahmen eines Planspiels sind in konkreten sicherheitspolitischen Situationen ebenso konkrete strategische Entscheidungen in Echtzeit zu fällen.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 30.10.2020 | 09:30 Uhr

Ende: 31.10.2020 | 13:00 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethe-Straße 2 | 64285 Darmstadt
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Sicherheitspolitik nach der US-Wahl

Die Szenarien-Werkstatt nimmt ihren Ausgang von einer ebenso konkreten wie aktuellen Situation: Wie wird sich das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten im November auf strategische sicherheitspolitische Entscheidungen in Deutschland auswirken? Die sich ergebenden sicherheitspolitischen Fragen und Herausforderungen sind zahlreich:

  • Wie könnte Deutschland auf eine weitergehende Aushöhlung des Multilateralismus und auf zunehmende Großmächtekonkurrenz reagieren?
  • Was tun, wenn sich angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie der Konflikt über die Lastenteilung in der NATO verschärft?
  • Wie sollte konkret auf einen Abzug von US-Truppen aus Europa reagiert werden?

Wie würden Sie auf eine Wiederwahl Trumps oder auf eine Wahl Bidens reagieren, wenn Sie zum Beispiel das Auswärtige Amt oder das Bundesverteidigungsministerium zu vertreten hätten? Wie lassen sich die nötigen Abwägungen zwischen den Ressorts finden? Welche wirtschaftlichen und innenpolitischen Erwägungen sind einzubeziehen? Wie lässt sich mit den Reaktionen der öffentlichen Meinung umgehen?

Unsere Werkstätten zur Sicherheitspolitik

In den vergangenen Werkstätten standen zum einen der offene Dialog über sicherheitspolitische Risiken, zum anderen der Versuch einer sicherheitspolitischen Strategiebildung im Mittelpunkt. Zudem ging es auch um die von Seiten der Politik und zivilgesellschaftlicher Akteure gesehene Notwendigkeit, die zunehmend kontrovers geführten Diskussionen um Maßnahmen der Außen- und Sicherheitspolitik – insbesondere Militäreinsätze – in einen organisierten Dialog zu überführen. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, mehr über die Möglichkeiten einer demokratischen Sicherheitskommunikation zu erfahren und diese zu erproben.

Abermals laden wir deshalb Laien ein – neben einem kleinen Kreis von persönlich angefragten Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis im Themenfeld Sicherheitspolitik. Den Kern der Veranstaltung bilden wiederum jene interessierten Personen, die sich, wenn auch ausgestattet mit viel Knowhow in anderen Bereichen, als sicherheitspolitische Laien einstufen und Interesse haben, mitzudiskutieren, strategisch zu denken und zu erfahren, was es bedeutet innerhalb dynamischer Szenarien Entscheidungen zu fällen.

Planspiel Sicherheitspolitik

Sicherheitspolitische Laien werden sich den Fragen um die richtige sicherheitspolitische Strategie nach der US-Präsidentschafts-Wahl im Rahmen eines zweitägigen Planspiels stellen. Expertinnen und Experten werden den Laiengruppen als Mentorinnen und Mentoren zur Seite stehen und im Spiel die wichtigen Positionen etwa der Leitung des Bundeskanzleramts und der Bundeskanzlerin bzw. des Bundeskanzlers ausfüllen.

Die Szenarien-Werkstatt wird gemeinsam von der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Stiftung Wissenschaft und Demokratie sowie der Schader-Stiftung im Schader-Forum Darmstadt durchgeführt. Gemeinsam mit der Fachwerkstatt Sicherheit haben die Kooperationspartnerinnen ein Planspiel konzipiert, das sicherheitspolitische strategische Fragen in ein konkretes sicherheitspolitisches Szenario einbindet, das sich zudem, von den während des Spiels getroffenen Entscheidungen abhängig, dynamisch entwickeln wird.

Ansprechpartnerin seitens der Schader-Stiftung: Dr. Kirsten Mensch