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Konsequent nachhaltig - faire Textilien im Unternehmen

Artikel vom 02.11.2021

Welchen Beitrag kann eine nachhaltige und faire Beschaffung von Textilien im Rahmen einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie leisten? Um die Relevanz und Umsetzbarkeit dieses Hebels für mehr globale Gerechtigkeit ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, diskutiert die Konferenz die Herausforderungen und Chancen einer nachhaltigen Textilbeschaffung, nimmt Nachweissysteme unter die Lupe, stellt Best Practice-Beispiele vorangehender Unternehmen vor und bietet praktische Anleitung zur eigenen Umsetzung.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 22.09.2022 | 13:00 Uhr

Ende: 22.09.2022 | 19:00 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestr. 2 | 64285 Darmstadt
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Textilbeschaffung als Chance

Die Textilbranche hat keinen guten Ruf, zahlreiche Skandale sind in den letzten Jahren durch die Medien gegangen. Die Herstellung von Textilien erfolgt oft unter menschenunwürdigen Bedingungen; Zwangsarbeit, Hungerlöhne und Gewalt sind keine Ausnahmeerscheinung. Zu den ökologischen Risiken der Herstellungsphase von Textilien gehören u.a. die unsachgemäße Verwendung und Entsorgung gefährlicher Chemikalien sowie der hohe Wasser- und Energieverbrauch. Selbst die Frage, was eigentlich „nachhaltige“ Textilien sind, ist aufgrund der hohen Komplexität der textilen Lieferkette schwierig zu beantworten.

Viele Unternehmen haben sich das Thema „Nachhaltiges Wirtschaften“ auf die Fahnen geschrieben, und entwickeln Nachhaltigkeitsstrategien um ihre Prozesse und Produkte ressourcen- und umweltfreundlicher zu gestalten. Das Potential im Bereich der Beschaffung, insbesondere von Nutztextilien, ist dabei oftmals nicht offensichtlich, gerade weil für kleinere Unternehmen die direkte Einflussnahme auf die angebotene Produktpalette nicht möglich ist. Dabei könnte, wenn man das Auftragsvolumen für Nutztextilien allein in Deutschland betrachtet, durch eine Umstellung auf nachhaltigere Textilien ein deutlicher Beitrag zu den Zielen der Nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nation geleistet werden.

Die Beschaffung ökologisch und fairer Berufsbekleidung für Angestellte, Nutzwäsche wie Bettlaken und Tischdecken sowie textile Merchandise-Artikel sind ein wichtiger, jedoch vielfach übersehener Baustein unternehmerischer Nachhaltigkeitsstrategien. Zudem gibt es eine Vielzahl von Labeln und Standards, die dem Verbraucher Orientierung bieten wollen, der dadurch entstandene „Siegeldschungel“ verunsichert Handelnde weiter. Um die Relevanz und Umsetzbarkeit dieses Hebels für mehr globale Gerechtigkeit ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, laden FEMNET und der Global Nature Fund in Kooperation mit der Schader-Stiftung Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nach Darmstadt ein. Die Konferenz diskutiert die Herausforderungen und Chancen einer nachhaltigen Textilbeschaffung, nimmt Nachweissysteme unter die Lupe, stellt Best Practice-Beispiele vorangehender Unternehmen vor und bietet praktische Anleitung zur eigenen Umsetzung.

Die Informationen zum Programm werden fortwährend aktualisiert.

Ansprechpartnerin für die Veranstaltung ist Karen Lehmann.