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Theater im Dialog

Artikel vom 21.12.2022

Aus welcher Perspektive will, kann und sollte „erzählt“ und „gesprochen“ werden? Welche Menschen sind Akteur*innen im Theater? Wer bestimmt, was als Kultur innerhalb der Gesellschaft angesehen wird und wer sie repräsentiert? Darüber wollten wir mit Expert*innen aus dem Kulturbereich sprechen.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 02.02.2023 | 18:30 Uhr

Ende: 02.02.2023 | 20:00 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestr. 2 | 64285 Darmstadt
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Die Bühne und das Wir

Kunst und Kultur spiegeln die Gesellschaft und sind somit auch Indikator für die Partizipation von Akteur*innen und Rezipient*innen aus sogenannten Randgruppen. Bühnen, Bücher und Filme bieten ihnen dabei einen Anhaltspunkt für die Offenheit und die Resonanz verschiedener Perspektiven. Wenn beispielsweise die Bühne – wie oft bekundet – ein Ort für alle sein soll, sollten auch alle vorkommen. Denn im Idealfall wirkt sich die Repräsentation marginalisierter Gruppen auf die eigene Anerkennung und das Selbstwertgefühl derer aus, die sich mit dem Geschehen auf der Bühne identifizieren können. Vielleicht offenbart sie gar ein Mangel, von dem Zuseher*innen bisher noch nicht wussten, da sich ihnen die Möglichkeit kultureller Repräsentation bisher völlig entzog.

Es sind Erfahrungen, die marginalisierte Personen für einen Moment von der vermeintlichen Ausnahme in die Position des neuen Standards gelangen lassen – den der Vielfalt. Hierfür braucht es jedoch einen Zugang zu Kultur, zu Schauspiel und Bühnen. Gelingt den Kulturinstitutionen, speziell den Theatern in Metropolen wie Mittelstädten und ländlichem Raum der Öffnungsprozess? Was sind erfolgsversprechende Ansätze auf diesem Weg und wo sind Hindernisse?

Zunächst einmal gilt es grundsätzlich, Neugier und Interesse an Kunst und Kultur zu wecken. Das kann bei Menschen, die sich fremd in den gängigen Formaten und Themen fühlen, eine besondere Herausforderung sein. Vermeintliche Klassiker des bildungsbürgerlichen Kanons können sie abschrecken beziehungsweise gar nicht ansprechen, weil sie die Themen und Inhalte nicht mit ihrer Lebenswirklichkeit in Verbindung bringen.

Der gesellschaftliche Wandel durch die stärker geäußerte Partizipationsforderung von marginalisierten Gruppen erfordert innerhalb der Kulturbranche eine Auseinandersetzung mit der Frage, für welches Publikum Stücke konzipiert und kuratiert werden. Nicht zuletzt die Finanzierung der Theater aus öffentlichen Mitteln nährt die Forderung, Orte der Kultur und Kunst als Raum für alle Gesellschaftsmitglieder zu gestalten.

Aus welcher Perspektive will, kann und sollte „erzählt“ und „gesprochen“ werden? Welche Menschen sind Akteur*innen im Theater? Wer bestimmt, was als Kultur innerhalb der Gesellschaft angesehen wird und wer sie repräsentiert? Wer hat überhaupt Zugang zu Kultur? Fragen wie diese und auch die nach gleichberechtigter Teilhabe beschäftigten zunehmend Akteur*innen aus der Kulturszene.

Diesen und weiteren Themen wolte sich die Schader-Stiftung in Kooperation mit der Hochschule Darmstadt widmen.

Ihr Ansprechpartner ist Dennis Weis.