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Fragen und Antworten zum gemeinschaftlichen Wohnen

Artikel vom 13.11.2013

Foto: Helene Rettenbach

Demographischer Wandel und Alterung der Gesellschaft verlangen nach innovativen Wohnmodellen. Engagierte Bürger kombinieren individuelles und zugleich gruppenorientiertes Wohnen mit der Zusage wechselseitiger Unterstützung – es entstehen gemeinschaftliche Wohnprojekte. 

Warum Fragen und Antworten zum gemeinschaftlichen Wohnen?

Das Potential gemeinschaftsorientierter Wohnformen erzeugt eine deutliche Nachfrage. Weitaus mehr Vorhaben könnten realisiert werden. Das gelingt, wenn Wohngruppen über eine passende Finanzierung und ein geeignetes Grundstück oder Bestandsobjekt verfügen.

Für Kreditinstitute, Wohnungsunternehmen, Kommunen und Architekturbüros eröffnet sich ein lohnendes Betätigungsfeld. Doch die Zusammenarbeit mit den Wohngruppen ist oft von Schwierigkeiten begleitet – oder scheitert, bevor sie wirklich begonnen hat:

 
  • Es ist zu wenig bekannt, wodurch sich gemeinschaftliches Wohnen von anderen Wohnformen unterscheidet und welche Möglichkeiten es bietet.
  • Manchen Initiativen gelingt es nur unzureichend, ihre Ziele und die Besonderheiten gemeinschaftlichen Wohnens zu kommunizieren. Doch sie müssen als Verhandlungsgrundlage ein tragfähiges und verbindliches Wohnkonzept vorlegen.
  • Leistungen, die selbstorganisierte Wohngruppen benötigen, offerieren Wohnungswirtschaft und Kreditwesen – noch – nicht standardmäßig.
  • Denk- und Arbeitsweisen aller Beteiligten unterscheiden sich erheblich. Auf der einen Seite agieren hochmotivierte „Wohnprojektler“, die sich auf unbekanntem Terrain bewegen, konfrontiert mit Fragen der Finanzierung, des Wohnungswesens, des Planens und Bauens. Sie treffen auf ökonomisch und professionell Handelnde, denen interne Abläufe und Strukturen sowie die Zielsetzungen selbstorganisierter Wohnprojektgruppen oftmals nicht vertraut sind.

    Interessanterweise funktionieren Dialog und Kooperation, wenn Kreditberater, Wohnungsunternehmer, kommunale Planer und Architekten schon auf Erfahrungen mit der Umsetzung gemeinschaftlicher Wohnvorhaben zugreifen können: Ein Indiz, wie sehr das Wissen über die jeweils andere Seite grundlegend dazu beiträgt, Missverständnisse zu vermeiden und einen erfolgversprechenden Arbeitsmodus zu finden.

    Die Fragen und Antworten sollen informieren, vermitteln und „Übersetzungsarbeit“ in beide Richtungen leisten.