Drittes Salongespräch | Komemory und Konvention: Austausch, Bewegung und Vernetzung von Dingen und Menschen
Artikel vom 17.12.2025
Im Rahmen der Reihe “Menschen, Maschinen, Kodizes. Architektur und Philosophie im Gespräch” lädt das Fachgebiet Architekturtheorie und -wissenschaft an der TU Darmstadt gemeinsam mit der Schader-Stiftung zum Salongespräch ein.
Beginn: 19.05.2026 | 17:30 Uhr
Ende: 19.05.2026 | 20:00 Uhr
Ort:
Haus Schader| Goethestr. 1 | 64285 Darmstadt
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Menschen, Maschinen, Kodizes: Architektur und Philosphie im Gespräch
Seit es Werkzeuge gibt, regt das Verhältnis von Mensch und Maschine die menschliche Fantasie an, zunehmend maschinell unterstützt. Mit der Digitalisierung vervielfältigt und verschmilzt ihr Grenzbereich fortschreitend und greift in alle Lebensbereiche hinein, aufgeladen mit vielerlei mythischen Vorstellungen. Auch in der Architektur arbeiten Menschen und Maschinen täglich Hand in Hand – ihre Beziehung zueinander lässt sich an digitalgestützten Schreibtischen, Werkstätten und Baustellen beobachten. Vermeintlich dem Menschen vorbehaltene kreative Prozesse und das autonome Agieren in komplexen Kontexten werden zunehmend von Maschinen übernommen. Maschinelles Lernen und generative KI werden die Mensch-Maschine Kooperation verändern. Diesen Prozessen liegen digitale Trainings- und Weltmodelle zugrunde, deren Algorithmen sowie Datenbanken jedoch oft unzugänglich bleiben.
Ziel der Reihe ist es, im Austausch von Architekturschaffenden und Philosoph:innen kritisch zu reflektieren, welche Freiheiten der Mensch im Prozess der Digitalisierung und in der Kultur der Digitalität gewinnt und welche Beschränkungen der Mensch durch die Maschine erfährt. Bislang eher als technische Innovation verstandene Werkzeuge im Prozess des Architekturschaffens sowie die Rolle der
Nutzer*innen sollen kritisch reflektiert werden.
Drittes Gespräch | Komemory und Konvention: Austausch, Bewegung und Vernetzung von Dingen und Menschen
Im Alltag der meisten Menschen spielen kommunale Grenzen keine Rolle: Ihr Leben vollzieht sich auf der Ebene des Regionalen oder darüber hinaus. Das gilt ebenso für wirtschaftliche Prozessketten und kulturelle Netzwerke. Mit digitalem Agieren werden diese Netzwerke noch ausgeweitet: Online-Einkäufe lösen Bewegungen in entfernten Räumen aus, digitale Optimierungen erhöhen die Bereitschaft, mit weiteren Wegen zu kalkulieren und beuten damit unmerklich Ressourcen aus. Wie lassen sich solche Rebound-Effekte verhindern? Wie kommen wir zu einer Kreislaufwirtschaft der kurzen Wege?
Vier Salongespräche
Im Rahmen dieser Reihe werden vier Salongespräche stattfinden:
- Dienstag, 21. April 2026:
Kollaboration und Korrelation: Autorschaft und individuelle Verantwortung
| mit inhaltlichem Schwerpunkt auf “Alltag und Büro”
- Dienstag, 12. Mai 2026:
Kokreation und Konflikt: Organisation des unmittelbaren Zusammenlebens
| mit inhaltlichem Schwerpunkt auf “Nachbarschaft und Quartier”
- Dienstag, 19. Mai 2026:
Komemory und Konvention: Austausch, Bewegung und Vernetzung von Dingen und Menschen
| mit inhaltlichem Schwerpunkt auf “Stadtraum und Umland”
- Dienstag, 16. Juni 2026: Kontemplation und Kosten:
Ethik und Ästhetik der Datenspeicherung
| mit inhaltlichem Schwerpunkt auf nationale und europäische Perspektiven
Den Salongesprächen ging eine Auftaktveranstaltung am 10. Juni 2025 in der Schader-Stiftung voraus: Menschen, Maschinen, Kodizes. Architektur und Philosophie im Gespräch
Anmeldung und Organisation
Die Teilnahme an dem Gespräch setzt Ihre Anmeldung voraus. Eine Anmeldung zum dritten Salongespräch ist bis zum 14. Mai möglich.
Die Reihe wird vom Fachgebiet Architekturtheorie und -wissenschaft (Prof.'in Dr. Sandra Meireis) an der TU Darmstadt in Kooperation mit der Schader-Stiftung organsiert. Fachlich begleitet wird sie durch Christian Holl, frei04 publizistik und durch Prof. i.V. Torsten Becker, TU Darmstadt.
Ansprechpartner seitens der Schader-Stiftung: Dr. Gösta Gantner

