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Unsere Geschichte – Plurale Narrative in der Kultur: Film

Artikel vom 03.06.2022

In dieser Staffel des Kulturellen Salons wollen wir mit Künstler*innen und Expert*innen und in Kooperation mit der Hochschule Darmstadt über die Wirkung von Kultur in der Vielfaltsgesellschaft sprechen. Zur Aufzeichnung der Veranstaltung.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 29.06.2022 | 18:30 Uhr

Ende: 29.06.2022 | 20:00 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestraße 2 | 64285 Darmstadt
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Vielfalt in Film

Soziale Nähe gilt als Ideal einer Gesellschaft, die sich als vielfältig versteht. Über die Wege zu diesem Ziel wird gestritten. Wie lässt sich Zusammenhalt gestalten? Was wollen wir wie miteinander erleben und diskutieren? Wie lässt sich Partizipation marginalisierter und benachteiligter Gruppen am kulturellen Leben umsetzen? Wie die berechtigte Forderung von Bürger*innen verschiedener Milieus und Voraussetzungen um Anerkennung realisieren? Zu Fragen wie diesen gibt es immer mehr Debatten. Und dies auch, weil Akteur*innen aus dem Kulturbereich erkannt haben, dass Perspektiven von Migrant*innen und Minderheiten für den gesellschaftlichem Zusammenhalt ein Potenzial bieten. Diese Perspektiven gilt es alle erfahrbar zu machen.

Dafür bedarf es allerdings an Kompetenzen und Ressourcen aller Beteiligten. Etablierte Kulturschaffende haben mehr Einfluss im Diskurs über Zugehörigkeit und Zuschreibungen, oftmals sogar mehr als jene Menschen mit migrantischen Biographien, von denen sie erzählen. Sie können diese Möglichkeit nutzen, um inklusiv statt exklusiv zu handeln und um neue Strukturen und Ebenen zu schaffen. Wie wird Interesse geweckt – an den vorhandenen, an den neuen gemeinsam er- und geschaffenen Geschichten? Wer bietet in der Vielfaltsgesellschaft eine Plattform für Akteur*innen aus Theater, Film oder Literatur und welche Rezipient*innen nehmen diese vor den Bühnen überhaupt wahr? Über diese und andere Fragen sowie über ihre ganz persönlichen Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen des Kulturbetriebs möchten wir im Kulturellen Salon "Unsere Geschichte – Plurale Narrative in der Kultur" mit einigen Akteur*innen sprechen. Denn der Kulturbereich bietet das große Potenzial, migrantische Perspektiven und Narrative für alle erfahrbar zu machen, sich diverse Blickwinkel einander näher zu bringen und schlussendlich sozialgesellschaftlichen Zusammenhalt vorantreiben zu können.

An diesem Termin wollten wir über Zugänge und die Rolle von Film sprechen. Mit dabei waren zwei ausgewiesene Experten:

Hadi Khanjanpour ist Schauspieler und Regisseur. York-Fabian Raabe ist unter anderem Drehbuchautor und Filmproduzent. Er erhielt für seinen 2021 erschienenen Film "Borga" den Bayerischen Filmpreis, den Max Ophüls Preis und weitere Auszeichnungen.

Moderiert wurden die Abende von Canan Topçu, Dozentin im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Hochschule Darmstadt, Journalistin und Autorin und Dennis Weis, Schader-Stiftung.

Ihr Ansprechpartner ist Dennis Weis.