Filtern Sie im Bereich "Themen"

Thema
  • Gemeinwohl und Verantwortung
  • Demokratie und Engagement
  • Nachhaltige Entwicklung
  • Vielfalt und Integration
  • Kommunikation und Kultur
  • Stadtentwicklung und Wohnen
  • Demographie und Strukturwandel

Zur Filterung muss mindestens ein Thema ausgewählt sein.

Fokus
Zeitraum
Was bewegt Sie?

Sie haben offene Fragen? Anregungen? Ideen?

Wir kommen gerne mit Ihnen ins Gespräch. Bitte hinterlassen Sie das, was Sie bewegt, im Schader-Dialog.

Innovative Formate der Planungskommunikation

Artikel vom 08.10.2021

Welche Rolle spielt Kommunikation in der Entwicklung einer Kommune? Dieser Frage widmet sich ein interdisziplinärer Workshop, den die Schader-Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL, Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland) im März 2022 durchführt.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 23.03.2022 | 10:00 Uhr

Ende: 25.03.2022 | 14:30 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestr. 2 | 64285 Damstadt
In Google Maps öffnen

Die Rolle der Kommunikation in der Stadt- und Regionalplanung

Welche Rolle spielt Kommunikation in der Entwicklung einer Kommune? Dieser Frage widmet sich ein interdisziplinärer Workshop, den die Schader-Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL, Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland) im März 2022 durchführt.

Ballungsräume wie das Rhein-Main-Gebiet sind als Arbeits- und Lebensraum attraktiver denn je. Entsprechend ist der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum enorm und wird es auch in den nächsten Jahren bleiben. Die Schattenseiten: steigende Wohnkosten, anwachsende Verdichtung und fortgesetzter Flächenverbrauch. Damit einhergehend entstehen zunehmend Konflikte in den Städten und Gemeinden in der Region. Vor allem die ansässigen Bürger*innen lehnen immer häufiger Wohnungsbauprojekte aktiv ab. Gleichwohl verschärft dies das Problem – potenziell für alle.

Am Beispiel der Stadt Zwingenberg und dem Konzept des Großen Frankfurter Bogens, das 2019 vom Wohnungsbauministerium des Landes Hessen initiiert worden ist, soll eine konkret geführte Debatte im Fokus des Workshops stehen. Idee des Großen Frankfurter Bogens ist, in und mit den Kommunen, die in maximal 30 Minuten mit der S- oder Regionalbahn vom Frankfurter Hauptbahnhof aus erreichbar sind, neuen Wohnraum in lebenswerten Quartieren zu schaffen.

In Zwingenberg werden - wie auch in anderen Kommunen - in diesem Zusammenhang geplante Projekte kontrovers diskutiert. Die öffentliche Debatte erweist sich ebenfalls in kleineren Städten als hochgradig mediatisiert und wird auf unterschiedlichen Plattformen geführt. Wir wollen am Beispiel der Stadt Zwingenberg diese Ausgangslage besser verstehen und neue Konzepte entwickeln, wie der Dialog zwischen Bürger*innen, Politiker*innen und Planer*innen gestaltet werden kann.

Was wollen wir erreichen?

Mit jungen Menschen der beiden Disziplinen Kommunikationswissenschaften und Stadtplanung erörtern wir an einem kommunalen Fallbeispiel die Rolle und die Möglichkeiten von Kommunikation und entwerfen Strategien. In einem agilen Workshopformat sollen dabei ausgewählte Teilnehmende innovative Ansätze entwickeln, etwa zu den folgenden Fragen:

  • Wie sehen kommunikative Prinzipien einer Kommune der Zukunft aus?
  • Welche Kommunikationsstrategien dienen einer Visionsentwicklung?
  • Welche Kommunikationsstrategien führen zu einer Verständigung über Planungsvorhaben und deren Umsetzung?
  • Wie kann Kommunikation das Zusammenspiel von Bürger*innen, Verwaltung und Politik stärken?

Was können Sie erwarten?

Wir laden junge Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen der Kommunikations- und Planungswissenschaft ein zu einem zweieinhalbtägigen Workshop. Sie machen sich zunächst ein Bild von der Lage in Zwingenberg und entwickeln dann in interdisziplinären Teams kommunikative Konzepte für die zu führende öffentliche Debatte. Diese sollen die vielfältigen Perspektiven einer Stadtgesellschaft in den Prozess integrieren. Die Konzepte werden der Stadt Zwingenberg präsentiert.

Wie erreichen wir unser Ziel?

Planung und Kommunikationswissenschaft betrachten Kommunikationsprozesse aus unterschiedlichen Perspektiven: Wer zu lokalen Öffentlichkeiten, kommunaler PR oder Lokaljournalismus forscht, sieht andere Dinge als etwa Stadt-, Regional- oder Verkehrsplaner*innen. Aus diesem Spannungsfeld bezieht der Workshop seine Energie, um Lösungen jenseits des Erwartbaren zu entwickeln. Mit einem Design-Thinking-Ansatz schaffen wir ein Workshop-Format, das die Vielfalt der fachlichen Perspektiven optimal zur Geltung bringt.

Was nehmen Sie aus dem Workshop mit?

Das Ergebnis des Workshops sieht kein theoretisches Papier vor, sondern ein konkretes Kommunikationskonzept für die Stadt Zwingenberg, das sich auch auf andere Fallbeispiele übertragen ließe. Auf dem Weg dahin nehmen Sie viel mit, das die Perspektiven für Ihre Arbeit erweitert: Einblicke in lokale Kommunikationsräume, die Gedanken Ihrer Diskussionspartner*innen aus der jeweils anderen Disziplin, Anstöße für interdisziplinäre Forschungsprojekte und Einblicke in agile Managementmethoden, die Sie adaptieren können.

Wie unterstützen wir Sie?

Die Schader-Stiftung stellt für den Workshop eine inspirierende Umgebung für konzentrierte, kreative Arbeit bereit. Moderiert wird der Workshop von Ursula Stein (DASL), einer ausgewiesenen Expertin für Planungskommunikation und Stadt- und Regionalentwicklung, und Lars Rinsdorf (DGPuK), der seine Erfahrung im Journalismus, in strategischer Kommunikation und im Design agiler Innovationsprozesse einbringt.

Die Stadt Zwingenberg unterstützt uns mit Planungsunterlagen, Expertise, Kontakten zu lokalen Stakeholdern und Räumen für die Erkundungen vor Ort. Die Landesinitiative Großer Frankfurter Bogen des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen begleitet den Workshop.

Wann und wo findet der Workshop statt?

Der Workshop startet am Mittwoch, den 23. März 2022 am frühen Nachmittag und endet am Freitag, den 25. März gegen 15:30 Uhr.

Veranstaltungsort wird das Schader-Forum in Darmstadt sein. Selbstverständlich werden Sie auch Zeit vor Ort in Zwingenberg verbringen.

Wie kann man sich bewerben?

Am Workshop können insgesamt zwölf Menschen der nächsten Generation aus den Planungs- und Kommunikationswissenschaften teilnehmen (Post-Docs, Doktorand*innen, fortgeschrittene Master-Studierende, junge Berufstätige).

Senden Sie bitte Ihre Bewerbung bis zum 12. Dezember 2021 an InnovativeFormate@schader-stiftung.de. Bitte erläutern Sie uns darin kurz, warum Sie einen wertvollen Beitrag zum Workshop leisten können, und teilen einen Kurzlebenslauf mit uns.
Die Veranstaltergemeinschaft übernimmt für die Teilnehmenden die Reise- und Übernachtungskosten. Der Workshop wird unter 2G-Bedingungen stattfinden.

Fragen

Wenden Sie sich gern an:

Dr. Kirsten Mensch, Schader Stiftung
Tel: 06151 / 175913
E-Mail: mensch(at)schader-stiftung.de

Prof. Dr. Ursula Stein
Tel: 069 / 95524162
E-Mail: stein(at)steinschultz.de

Prof. Dr. Lars Rinsdorf
Tel: 0711 / 89232257
E-Mail: rinsdorf(at)hdm-stuttgart.de

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung und einen ertragreichen Workshop mit Ihnen in Darmstadt und Zwingenberg.

Die ausrichtenden Organisationen

Neben der Schader-Stiftung führen die Deutsche Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft und die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung, Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, den Online-Workshop durch:

Die DGPuK (www.dgpuk.de) ist die Fachgesellschaft für Kommunikationswissenschaft in Deutschland mit aktuell rund 1200 Mitgliedern. Das Fach beschäftigt sich mit den sozialen Bedingungen, Folgen und Bedeutungen von medialer, öffentlicher und interpersonaler Kommunikation. Der herausragende Stellenwert, den Kommunikation und Medien in der Gesellschaft haben, begründet die Relevanz des Fachs. Es versteht sich als theoretisch und empirisch arbeitende Sozialwissenschaft mit interdisziplinären Bezügen. Es leistet Grundlagenforschung zur Aufklärung der Gesellschaft, trägt zur Lösung von Problemen der Kommunikationspraxis durch angewandte Forschung bei und erbringt Ausbildungsleistungen für eine seit Jahren dynamisch wachsende Medien- und Kommunikationsbranche.


DASL – die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (Landesgruppe Hessen / Rheinland-Pfalz /Saarland)
Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main, großräumige Verkehrslage versus endogene Potenziale in Nord- und Osthessen, Weinbau und Industrie in Rheinland-Pfalz, Strukturwandel im Saarland – diese ausgewählten Schlagworte umreißen nur ansatzweise das Spannungsfeld, in dem die Mitglieder der DASL-Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland arbeiten. Hauptberuflich in unterschiedlichsten Organisationen tätig (Behörden, Landes- und Kommunalverwaltungen, freie Büros, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Hochschulen) liegt ihnen auch in der Akademie die zukunftsfähige räumliche und bauliche Entwicklung der Länder, ihrer Regionen und Kommunen am Herzen. (www.dasl.de und www.hrps.dasl.de)

Die Schader-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Darmstadt. Sie finanziert ihre Fördertätigkeit aus den Erträgen des von Alois M. Schader gestifteten Privatvermögens. Die Schader-Stiftung wurde 1988 gegründet. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Gesellschaftswissenschaften durch die Kommunikation und Kooperation zwischen den Gesellschaftswissenschaften und der Praxis sowie der Praxisorientierung in den Gesellschaftswissenschaften.

 

Unterstützt wird der Workshop von der Landesinitiative Großer Frankfurter Bogen des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Landesinitiative Großer Frankfurter Bogen (GFB), Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen: Gemeinsam mit den Kommunen in der Rhein-Main-Region sollen mehr bezahlbare Wohnungen in lebenswerten Quartieren geschaffen werden. Die Lebensader des GFB ist der schienengebundene ÖPNV: Teilnahmeberechtigt sind alle Kommunen, die ab Frankfurt Hauptbahnhof in maximal 30 Minuten Fahrtzeit per S- oder Regionalbahn erreichbar sind. Im Umkreis von bis zu 1,5 Kilometern von deren Schienen-Haltestellen sollen die neuen Wohnungen entstehen – und so der damit einhergehende Infrastrukturbedarf möglichst geringgehalten sowie eine umweltschonende Mobilität erleichtert werden. 37 GFB-Partnerkommunen nehmen aktuell bereits teil. Der GFB trägt auch dazu bei, die Weiterentwicklung in den Kommunen und somit die Region in ihrer polyzentrischen Struktur insgesamt weiter zu stärken. www.grosser-frankfurter-bogen.de