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Ausschreibung der Schader-Residence

Artikel vom 22.03.2021

Herzliche Einladung in die Schader-Residence. Die Ausschreibung klärt über den Weg zum Fellowship und die Ziele der Residence auf.

Präambel

Seit 1988 fördert die Schader-Stiftung den Dialog zwischen Gesellschaftswissenschaften und Praxis. In diesen über dreißig Jahren sind unzählige Wissenschaftler*innen, Verantwortliche aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Kunst und Kultur auf dem Schader-Campus ein- und ausgegangen.

Viele sind der Stiftung über Jahre verbunden geblieben, sind von Gästen zu Beteiligten geworden und haben sich die Ressourcen der Stiftung zu eigen gemacht, so wie es dem Stifterwillen entspricht. Indem die Gesellschaftswissenschaften die Angebote der Stiftung nutzen, nehmen sie deren Stiftungszweck an und führen den Gedanken der Kooperation und Koproduktion von Wissenschaft und Praxis weiter.

Von Anfang an gehörten Offenheit und Gastfreundschaft zur Grundhaltung der Schader-Stiftung. Gegründet wurde die Stiftung in Haus Schader, jenem Gebäude in der Goethestraße 1 des Darmstädter Stadtteils Bessungen, das Alois Schader als Wohnhaus und Sitz seines Ingenieurbüros erbaute und 1993 in weitgehend umgebauter Form auf die Bedarfe der Kunst und des Dialogs optimierte. Der Vorstand der ersten fünf und das Kuratorium der darauffolgenden zwanzig Jahre hatten bereits in Haus Schader getagt.

2018 zog das Stifterpaar aus, so dass Haus Schader vollends der Stiftung zur Verfügung gestellt werden konnte. Seitdem wurden die Räumlichkeiten für die Formate der Stiftung erprobt. Das Haus wurde bis Anfang 2021 neu gegliedert, mit Veranstaltungstechnik versehen und barrierearm umgestaltet, unter anderem erschließt ein Fahrstuhl alle Ebenen. Die Architektur des Gebäudes blieb dabei in ihrer Formensprache und ihrem Charakter unverändert. Auch weiterhin bietet die Schader-Galerie im Untergeschoss wortwörtlich das Basement, darauf bauen Räume für kleine Gesprächsrunden, Lesungen und Begegnungen auf, die zu Gesprächen unter Chatham House Rules einladen. Gleichzeitig werden die Räume unter dem Label DIALOGmanufaktur für agile Formate der Stiftung genutzt und bieten die Kulisse für Streams von Dialogen, Literaturvorstellungen und Fachgesprächen.

Integriert in das Gebäude ist die Schader-Residence. Mit ihr wird die Gastfreundschaft und Offenheit der Stiftung auf eine neue Ebene gehoben. Als Einliegerwohnung ist sie in Haus Schader ebenso integriert wie darin baulich abgeschlossen. Auf 60 qm mit direktem Zugang zum exklusiv genutzten westlichen Gartenabschnitt bietet die Residence mit Wohn- und Arbeitsraum, Schlafzimmer, Küche und Bad eine angemessene Bleibe für eine kreative Zeit.

In diesen Räumen sollen künftig Fellows für einen festgelegten Zeitraum wohnen und arbeiten. Die folgende Ausschreibung liegt diesen Residencen als Rahmenbedingung zugrunde.

1. Zielsetzung

Die Schader-Residence Fellowships richten sich an Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst, Kultur und Journalismus, die sich in ihren Vorhaben mit gesellschaftswissenschaftlichen Fragen beschäftigen und in einen konstruktiven und kollaborativen Dialog mit den Gesellschaftswissenschaften sowie der Gesellschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt und darüber hinaus treten möchten.

Potenzielle Fellows bringen neben ihrer Expertise in einer gesellschaftswissenschaftlichen Disziplin oder verantwortungsvoller Erfahrung in einem einschlägigen Praxisfeld Neugier auf Begegnung und Dialog über Grenzen von Disziplinen und Sektoren mit.

2. Vernetzung

Das Schader-Residence Fellowship schließt die Bereitschaft ein, sich mit Akteur*innen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Rhein-Main-Neckar-Region und darüber hinaus in der Breite der Gesellschaftswissenschaften zu vernetzen.

Die Fellows sind eingebunden in das Leben der Schader-Stiftung. Sie nehmen an Besprechungen des Teams, an Sitzungen und Projektgesprächen teil, sind in der ersten Reihe Gäste bei Veranstaltungen und möchten den Austausch mit den Angehörigen der Stiftung pflegen und nutzen.

Kooperationen der Fellows untereinander sind ausdrücklich erwünscht. Auch der Kontakt zu Mitgliedern des Großen Konvents, zum Runden Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt, zum Schader-Praktikant*innen-Netzwerk #alumni_p und weiteren Kreisen wird gefördert.

Die Schader-Stiftung bietet für die persönliche und institutionelle Vernetzung der ehemaligen Fellows geeignete Möglichkeiten.

3. Partnerschaften

Die Schader-Residence wird in einer Medienpartnerschaft durch das Darmstädter Echo / VRM-Gruppe begleitet.

Die Bürgerstiftung Darmstadt ist strategischer Partner für den Dialog mit der Stadtgesellschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Weitere Partnerschaften werden angestrebt.

4. Projekte und Formate

Die Anknüpfung an Konventsthemen der Schader-Stiftung aus Vorjahr, laufendem und Folgejahr wird besonders gewünscht und gewürdigt.

Die Fellows werden an eigenen Themen und Projekten arbeiten und diese in Bezug zur Schader-Stiftung setzen. Die Stiftung bietet wiederum die Plattform für Vernetzung und Präsentation.

Lesungen, Präsentationen, Fachgespräche, Round Tables und andere Formate werden von der Schader-Stiftung vorbereitet und begleitet.

Die Fellows sind gehalten, das Magazin Schader-Dialog, den schaderblog, den Podcast „In guter Gesellschaft“ und weitere Formate selbst zu nutzen und werden dabei technisch und redaktionell unterstützt.

Weitere Kooperationen zugunsten der Residence, insbesondere für einzelne Projekte, Veranstaltungen und Veranstaltungszyklen, aber auch für ganze Fellowships, sind erwünscht.

5. Bewerbung

Bewerbungen sind nicht an eine Frist gebunden.

Bei Vorschlägen bitten wir um eine zweite Referenz. Bei Eigenbewerbungen sind bitte zwei Referenzadressen anzugeben. Wir freuen uns, wenn jeweils mindestens eine Referenz von einer Person aus dem Umfeld der Schader-Stiftung (Eintrag auf der Personen-Seite der Homepage schader-stiftung.de) kommt.

Voraussetzung ist eine akademische Laufbahn in den Gesellschaftswissenschaften beziehungsweise eine Tätigkeit mit besonderer Verantwortung in einem einschlägigen Praxisfeld.

Ein Bewerbungsschreiben sollte die Motivation sowie mögliche Themenstellungen für das Fellowship darstellen. Dabei ist der Bezug zur Arbeit der Schader-Stiftung und der potenzielle wechselseitige Nutzen zu beschreiben. Ein qualifizierter Lebenslauf und ggf. Empfehlungsschreiben sind beizulegen.

Die Entscheidung über die Erteilung eines Fellowships trifft ein Kuratorium.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Erteilung eines Fellowships oder auf die Begründung einer Ablehnung.

6. Technika

Die Fellowships dauern mindestens einen und höchstens drei Monate und sind an die prinzipielle Präsenz in Haus Schader in Darmstadt gebunden.

Ein Fellowship schließt die An- und Abreise, die freie Unterbringung sowie den Vertrag über einen symbolischen monatlichen Grundbetrag ein (Stipendium). Notwendige Spesen für gemeinsame Projekte werden nach Absprache erstattet.

Nachzuweisen ist im Voraus eine Krankenversicherung sowie eine Privathaftpflichtversicherung.

Das Schader Residence Fellowship ist nicht teilbar oder zeitlich versetzt zu absolvieren. Bei einem Abbruch des Fellowships aus gewichtigem Grund kann es unter Umständen wieder aufgenommen werden.

Bestandteil der Vereinbarung ist eine vertragliche Regelung über das Zustandekommen des Fellowships sowie eine Wohnraumüberlassungsvereinbarung.

7. Kuratorium

Dem Kuratorium der Schader-Residence gehören derzeit an (Stand 01.03.2021):
- Prof. Dr. Klaus-Dieter Altmeppen, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Kommunikationswissenschaft)
- Alexander Gemeinhardt, Geschäftsführender Vorstand der Schader-Stiftung
- Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (Kulturwissenschaft / Soziologie), Sprecherin des Kleinen Konvents

Das Kuratorium wird im Benehmen mit dem Kleinen Konvent vom Vorstand eingesetzt.

 

Ihre Ansprechpartnerin ist
Hanna Santelmann, Projektmanagement
 

Veranstaltungspartnerschaft mit der

                                                                                                                                 .

Medienpartnerschaft: Darmstädter Echo