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Nachlese: Wandel gestalten - Wandel begleiten (Vortrag und Podiumsdiskussion)

Artikel vom 07.03.2019

Die Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Moderatorin Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Prof. Dr. Patrizia Nanz, und Dr. Thomas Jahn.

Wissenschaft bewegt sich heute in einem Spannungsfeld zwischen dem eigenen Anspruch auf die Freiheit der Forschung und der Erwartung, für die Bewältigung der globalen Herausforderungen direkt anwendbares Wissen bereitzustellen. Was dies für eine kritische Wissenschaft heute und morgen bedeutet, stand im Mittelpunkt der Abendveranstaltung der Schader-Stiftung und des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung.

Kritische Transdisziplinarität und die Frage der Transformation

Dr. Thomas Jahn, ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung

In seiner Keynote beleuchtete Dr. Thomas Jahn, Sprecher der Institutsleitung des ISOE, die Vertrauenskrise im Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Der Ansatz der transdisziplinären Wissenschaft soll hier Abhilfe schaffen, indem sie disziplinäre und akademische Grenzen überwindet, „…um Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu finden". Dabei stellte Jahn die „Kritik als eine intellektuelle Ressource und soziale Praxis von Transdisziplinarität…" heraus. Das Konzept der „kritischen Transdisziplinarität" wurde im ISOE als Modus Operandi für das Forschungsprogramm der Sozialen Ökologie entwickelt.

Im ISOE wird unter dem Konzept der kritischen Transdisziplinarität neben der „Vielfalt und Strittigkeit des Wissens und der Wissensbedarfe […] die Erweiterung des Erkenntnisinteresses auf Forschungsprozesse" sowie „…die grundlegende Problemorientierung und der damit verbundene Gestaltungsanspruch als Teil der Forschung sowie nicht zuletzt ein kooperatives, partizipatives Forschungshandeln" verstanden (die gesamte Keynote von Dr. Thomas Jahn finden Sie im Downloadbereich).

Gesellschaftliche Veränderungsprozesse für eine Nachhaltige Entwicklung

Die anschließende Diskussion mit Dr. Thomas Jahn, Prof. Dr. Patrizia Nanz, der Leiterin des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS), und Prof. Dr. Uwe Schneidewind, dem Präsidenten des Wuppertal Instituts hat die Thesen der Keynote aufgegriffen und anhand der Fragen diskutiert,

  • was wir überhaupt meinen, wenn wir über Transformation sprechen,
  • was dies für das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft bedeutet und
  • ob sich Wissenschaft, wenn sie Politik und Gesellschaft Wissen für eine Nachhaltige Entwicklung zur Verfügung stellt, fundamental reorganisieren, also selbst transformieren muss.

 

Autorin: Dr. Franziska Rischkowsky