Grenzenlose Sicherheit – Die Verschränkung von See und All
Artikel vom 11.02.2026
Der Weltraum und die Weltmeere sind gleichermaßen Schauplätze geopolitischer Rivalitäten. Daher können diese Räume in sicherheitspolitischen Kontexten nicht isoliert voneinander betrachtet werden, denn ihre Herausforderungen sind unmittelbar miteinander verknüpft.
Beginn: 28.10.2026 | 13:00 Uhr
Ende: 29.10.2026 | 14:00 Uhr
Bewerbungsfrist: 15.04.2026
Ort:
Schader-Campus| Goethestraße 1 und 2 | 64285 Darmstadt
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Sicherheitspolitik im All und auf der See
Lange war die Raumfahrt Gegenstand friedlicher Kooperation – trotz irdischer Zerwürfnisse. Gegenwärtig werden die Erdumlaufbahnen jedoch zunehmend zur Arena wirtschaftlicher und politischer Machtkämpfe. Da moderne Gesellschaften von Weltraumfähigkeiten abhängen, ist die Kontrolle des Erdorbits für globale Sicherheit und Einfluss enorm wichtig.
Das gilt ebenso für die Weltmeere: Maritime Überlegenheit gilt als strategisches Ziel sicherheitspolitischer Bemühungen. Sowohl das All als auch die See sind staatsfreie Räume und durch Völkerrecht reguliert. Doch in den Zeiten vorherrschender Großmachtrivalitäten werden Regeln unterschiedlich interpretiert und teilweise kontestiert. Das schürt Unsicherheiten.
Der Weltraum und die Weltmeere hängen unmittelbar miteinander zusammen: Ohne Satellitenfunktionen ist präzise Navigation oder Aufklärung auf See unmöglich. Gleichzeitig stellen die Ozeane strategisch wichtige Raketenstartplätze für das All. Das bedeutet, dass Sicherheitspolitik nicht in räumlichen Containern gedacht werden kann, sondern verschiedene Wechselwirkungen und Verknüpfungen unterschiedlicher Räume das Gesamtbild ergeben und daher gemeinsam bearbeitet werden müssen.
Call for Papers
Diese und weitere sicherheitspolitische Fragestellungen im Weltall und auf den Weltmeeren möchten wir Ende Oktober im Schader-Forum diskutieren.
Hierzu laden das Institut für Qualifizierende Innovationsforschung & -beratung, die Stiftung Wissenschaft und Demokratie, das Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel und die Schader-Stiftung Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen der Praxis aus der Sicherheitspolitik und angrenzenden Bereichen ein, bis zum 15. April 2026 Vorschläge (max. 2500 Zeichen) für ein zehn-minütiges Input-Referat mit anschließender Diskussion einzureichen.
Die Impulsideen sollten Perspektiven auf sicherheitspolitische Fragestellungen im Weltall und/oder auf den Weltmeeren aufwerfen. Weitere Infos finden Sie im Flyer im Downloadbereich.
Ansprechpartner seitens der Schader-Stiftung: Benjamin Stehl

