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Nachbarschaft – 16. Denkwerkstatt „Herkunft-Ankunft-Zukunft“

Artikel vom 03.09.2021

In der 16. Denkwerkstatt „Herkunft-Ankunft-Zukunft“ wurde das Thema „Nachbarschaft“ in den Fokus gerückt. Im Mittelpunkt standen unter anderem folgende Fragen: Welche Bedeutung kann die moderne Form von Nachbarschaft im Ankunftskontext einnehmen? Wie kann sie organisiert werden?

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 31.03.2022 | 17:00 Uhr

Ende: 31.03.2022 | 20:00 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestr. 2 | 64285 Darmstadt
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Wie organisiert sich Nachbarschaft?

Soziale Beziehungen lösen sich somit von unmittelbarer räumlicher Nähe. Sozial heterogene Nachbarschaften funktionieren selten, forcieren gar Konflikte. Soziale Mischung steht im Widerspruch zum Ziel funktionierender Nachbarschaft auf Basis sozialer Homogenität. Durch Digitalisierung und Globalisierung verändern sich die Gefühle von Nähe und Distanz.

Nachbarschaften können regelrecht grenzenlos werden. Die Bedeutung von räumlicher Nähe nimmt ab, digitale Netzwerke werden wichtiger. Traditionelle Ideen von Nachbarschaft sind mit dem Schwund homogener Lebenslagen, die als wesentliche Voraussetzung für deren Funktionsfähigkeit gilt, konfrontiert. Früher war Nachbarschaft eine Schicksalsgemeinschaft, heute ist sie vermeintlich frei wählbar. Denn nach wie vor existieren Quartiere, deren Bewohner*innen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Welche Auswirkungen hat das auf die Nachbarschaftsstrukturen? Nachbarschaft erzeugt erstmal positive Idealvorstellungen, während bei migrantischen Milieus schnell von Parallelgesellschaften gesprochen wird, die es zu vermeiden gilt. Dabei bietet jegliche Art der Nachbarschaft einen potenziellen Rahmen für Solidarität untereinander, der gerade bei Zugewanderten von immensem Wert sein kann. Segregation ist dabei ein Phänomen aller Ankunftsstädte in Vielfaltsgesellschaften. Es entsteht eine Art Collage verschiedener kleiner Lebenswelten.

Darüber hinaus dient die Nachbarschaft als Sozialisationshelfer im Ankunftsland und unterstützt die Identitätsbildung. Wie können diese Bezugspunkte gefördert werden? Darüber und über weitere Thesen diskutierten wir mit Ihnen und anderen Expert*innen.

 

Impulsgebende:

Dr. Ingeborg Beer, Stadtforschung + Sozialplanung, Berlin

Maria Pereira Robledo, Initiative Offene Gesellschaft, Berlin

Philipp Schulz, Geographisches Institut, Universität Heidelberg

Katharina Stökl, Projekt InteraXion, Berlin

Moderation: Dennis Weis, Schader-Stiftung

 

Ihr Ansprechpartner ist Dennis Weis.