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Schader-Festival 2026

Artikel vom 21.01.2026

Am 4. September greifen wir gemeinsam nach den Sternen: Das Schader-Festival geht in Kooperation mit der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 die zweite Runde!

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 04.09.2026 | 11:00 Uhr

Ende: 04.09.2026 | 20:00 Uhr

Bewerbungsfrist: 03.09.2026

Ort: Schader-Campus | Goethestraße 1 und 2 | 64285 Darmstadt
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Schader-Festival x WDC 2026

Der Schader-Campus verwandelt sich für einen Tag in  ein Festivalgelände für außergewöhnliche Ideen, gute Gespräche und überraschende Momente, die Theorie und Praxis verbinden.

Dieses Mal steht alles unter dem Thema Demokratie leben und gestalten: Wie kann Demokratie heute und morgen aussehen? Wie können wir sie mitgestalten, bewegen und lebendig machen? Und welche Ideen, Visionen oder Experimente braucht es, damit Demokratie nicht nur diskutiert, sondern erlebt und gestärkt wird? Über Planspiele, Workshops und künstlerische und musikalische Acts, stellen wir uns diese Fragen.

Über den Call for Ideas haben uns in diesem Jahr wieder viele spannende Ideen erreicht, die wir in ein besonders Programm für unser Festival umwandeln! Gemeinsam mit der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 öffnen wir den Raum für neue, innovative und motivierende Perspektiven auf Demokratie.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich!

 

Verantwortliche Referentin: Luise Spieker

Studentische Mitarbeiterin: Emma Bastel

Unser Line-Up

Produkte der Jungen Akademie - Stand 

Am Stand der Jungen Akademie laden der Machtturm und die Demokratiedeckel dazu ein, spielerisch über Macht, Beteiligung und demokratische Prozesse ins Gespräch zu kommen. Die Projekte machen komplexe Fragen greifbar und regen dazu an, eigene Erfahrungen und Perspektiven einzubringen.


Kinder haben Rechte - Ausstellung 

Wie lassen sich Kinderrechte anschaulich und lebendig vermitteln? Das Frankfurter Kinderbüro gibt Einblicke in die interaktive Wanderausstellung „Kinder haben Rechte!“, die gemeinsam mit dem Jungen Museum Frankfurt entwickelt wurde. An abwechslungsreichen Stationen werden zentrale Inhalte der UN-Kinderrechtskonvention spielerisch erfahrbar – für Kinder ebenso wie für Fachkräfte, Eltern und Erziehungsberechtigte. Beim Schader Festival können Besucher*innen ausgewählte Stationen selbst entdecken und ausprobieren. Das Projektteam lädt dazu ein, Kinderrechte gemeinsam auszuhandeln, neue Perspektiven kennenzulernen und eigene Ideen kreativ zu gestalten.


Demokratie-Collage - Interaktives Projekt 

Demokratie gestalten heißt: Viele kleine Teile in Einklang bringen. Eine gigantische Collage also! Aber so einfach ist der Einklang gar nicht. Gesetzliche und andere normative Rahmen sollen Ordnung reinbringen, gleichzeitig sollen die Menschen, die Teil unserer Demokratie sind, ihre Persönlichkeit frei ausleben können. Wie könnte man das im Kleinen erlebbar und sichtbar machen? Klar, dass auch die künstlerische Umsetzung nur gemeinsam funktioniert. Kommt vorbei und klebt mit uns! Wir machen eine Collage der Demokratie!


“FairTeile” - Ausstellung 

Das oberste Zehntel der Deutschen verdient etwa 23 Prozent des Gesamteinkommens, die beiden untersten Zehntel zusammen nur 9 Prozent. Und die Ungleichheit wächst. Ist das gerecht? Die Ausstellung will keine abschließenden Antworten liefern, sondern dich zum Nachdenken anregen: Erfahre, was Menschen aus verschiedenen Berufen über ihr Einkommen und eine faire Verteilung denken und lerne philosophische Sichtweisen auf Gerechtigkeit kennen. Stelle dich interaktiven Aufgaben und finde heraus: Was findest du gerecht?


Die Wald-Kanzel „Waldgrün“ - Kunstwerk 

Zum Thema „Demokratischer Wald“ erarbeitete der Künstler Fredie Beckmans verschiedene Wald-Kanzeln. Laut dem Künstler helfen sie, einen anderen Blickwinkel einzunehmen, um so zu neuen Einsichten zu kommen. Auf dem Schader-Festival ist eine dieser Wald-Kanzeln ausgestellt, mit Einladung zum Lauschen.


(Lego)Steine für die Zukunft - Stand 

Wie wollen wir künftig wohnen? Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Bürgerstiftung Darmstadt widmen wir uns beim Schader Festival den zentralen Fragen rund um das Wohnen: Wie kann bezahlbarer, nachhaltiger und lebenswerter Wohnraum entstehen? Welche Visionen und Utopien haben wir für die Stadt von morgen? Während des gesamten Festivaltags können diese Ideen am Lego-Tisch gebaut und sichtbar gemacht werden. In einem gemeinsamen Denkraum greifen wir um 15:00 Uhr die entstandenen Visionen auf, bringen unterschiedliche Perspektiven zusammen und kommen über die Zukunft und die Potenziale des Wohnens ins Gespräch.


Lisa Freieck

Lisa Freieck ist eine Darmstädter Songwriterin und Multi-Instrumentalistin. Als Gründungsmitglied des Künstler*innenkollektivs Knertz hat sie seit 2008 mit ihrem minimalistisch bis experimentellem Lo-Fi-Indie die Musiklandschaft der antikommerziellen DIY-Kultur in Darmstadt und zum Teil auch weit darüber hinaus mitgestaltet und geprägt. Ihre live primär von Gitarre und Gesang getragenen Songs erzählen von sozialen Normen und Prozessen der Isolation, von zwischenmenschlichen Begegnungen und Verfehlungen und von der fragenden Auseinandersetzung mit verselbständigten und ausschließenden Strukturen der Eindeutigkeit.


Demokratie erleben: Verbundenheit und Zuversicht stärken

Wie fühlt sich Demokratie an? In diesem interaktiven Workshop laden wir dazu ein, Demokratie mit Körper, Kopf und Herz zu erfahren. Nach einer kurzen Achtsamkeitsübung macht eine gemeinsame Gruppenintervention demokratische Prinzipien wie Verbundenheit, Balance und Mitgestaltung unmittelbar erlebbar. Im anschließenden Austausch entstehen persönliche Impulse für den Alltag. Die wichtigsten Erkenntnisse werden auf Karten festgehalten und Teil eines wachsenden Festivalbaums – als sichtbares Zeichen dafür, dass Demokratie dort beginnt, wo Menschen sich begegnen und gemeinsam Zukunft gestalten.


Klimadialog: Neue Lösungen für ein festgefahrenes Thema

metro_polis findet als rollender Demokratie-Rat in den Straßenbahnen von Dresden und Chemnitz statt. Die gemeinsame Fahrzeit nutzt das Projekt, um mit Fahrgästen in Kleingruppen konstruktive Gespräche zu soziopolitischen Kontroversen zu führen. Mit Hilfe unserer „Agoration“-Methode entstehen neue Lösungsansätze für festgefahrene Themen, die von uns dokumentiert sowie Politik und Verwaltung zur weiteren Nutzung übergeben werden. Wer will mit uns mitten im Schader-Festival „Straßenbahn fahren“ und die Methode kennenlernen und testen? Wir diskutieren am Beispiel Klimadialog.


Staatsschutz im Dialog: Demokratie gemeinsam schützen

Wie arbeitet der Staatsschutz – und wo berührt seine Arbeit auch Wissenschaft und Zivilgesellschaft? Das Dialogformat lädt zum Austausch über die Aufgaben und Herausforderungen des Staatsschutzes ein. Im Fokus stehen dabei digitale Subkulturen der Gaming-Szene und ihr Einfluss auf extremistische Radikalisierung. Gemeinsam wollen wir Fragen der Demokratieresilienz und die Erwartungen an unsere gemeinsame Verantwortung für den Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung diskutieren.


KI+ND

Klanglich zwischen derben elektronischen Sounds, abstrakten Grooves und zarten Melodielinien verortet, bedient sich die Musik von KI+ND zahlreicher Quellen. Sowohl komponiert als auch improvisiert soll die Musik die Zuhörer*innen bewegen und inspirieren. „Demokratie braucht Resonanz“ (H. Rosa). Diese wird durch direkte Erfahrungen hergestellt und sollte dabei keine Einbahnstraße sein. Ein Live-Konzert lässt die Menschen erleben, wie künstlerischer Ausdruck entsteht und sich ausformt in Raum und Zeit. Ist freie, von Menschen gemachte Kunst wichtig für die Demokratie oder ist Demokratie die Voraussetzung für freie Kunst?


Listening Session

Jazz ist vor allem Live-Musik. Doch viele prägende Künstler*innen sind heute nur noch auf Aufnahmen zu erleben. Sie gemeinsam anzuhören und über Musik, Entstehungskontext und ihre gesellschaftliche Bedeutung ins Gespräch zu kommen, schafft ein Gemeinschaftserlebnis, das weit über das bloße Abspielen einer Platte hinausgeht. Ausgehend von der Ausstellung „Voices of Change – Politische Ausdrucksformen im Jazz“, die kürzlich im Jazzinstitut Darmstadt gezeigt wurde, werden ausgewählte Beispiele aus der Jazzgeschichte gehört und diskutiert – über Musik als Ausdruck, Haltung und Resonanzraum ihrer Zeit.


In guter Gesellschaft: Wie Demokratie und Stadtplanung sich gegenseitig unterstützen können

Wie geht Partizipation in der Stadt- und Regionalplanung? Welche Rolle spielt Demokratie im stadtplanerischen Kontext? Und wie genau sieht die gut geplante Stadt der Zukunft aus? Darüber sprechen Dr. Stella Lorenz und Valeria Elsesser in der Live-Ausgabe des Schader-Podcasts „In guter Gesellschaft“ mit Prof. Dr. Ursula Stein, die als Inhaberin des Büros Stein Stadt- und Regionalplanung und Vorsitzende der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, Landesgruppe Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland einen ganz besonderen Blick auf das Thema hat.


Cyberfeminismus und dekoloniale KI: Macht, Spiel und Demokratie

Künstliche Intelligenz wird häufig als neutrale Technologie präsentiert. Tatsächlich sind KI-Systeme jedoch in historische und gegenwärtige Verhältnisse von Macht, Extraktion und Wissensproduktion eingebettet. Dieser interaktive Workshop lädt dazu ein, KI aus einer dekolonialen und cyberfeministischen Perspektive neu zu denken und gemeinsam alternative technologische Zukunftsentwürfe zu entwickeln. Der Workshop verbindet kritische Theorie, künstlerische Praxis und partizipative Methoden, um nicht über Technik zu urteilen, sondern ihre politischen Gestaltungsmöglichkeiten erfahrbar zu machen.


Demokratische Schreibwerkstatt

Gelingt schreibend das, was gesellschaftlich immer schwieriger zu werden scheint: Können wir die Perspektiven anderer in unserer Gesellschafft einnehmen? Schaffen wir es, und schreibend auf einen Kompromiss zu einigen, mit dem alle Beteiligten leben können? Die demokratische Schreibwerkstatt auf dem Schader-Festival lädt dazu ein, mit dem Stift in der Hand auszuprobieren, wie weit die Fantasie, die eigene Empathie und das gemeinsame Ringen um einen Text reichen.


Generationengespräch Demokratie

„Was bedeutet Demokratie für mich?“ Demokratie wird von jeder Generation anders erlebt – und das zur gleichen Zeit. Um Gemeinsamkeiten zu erkennen und für besseres Verständnis untereinander, muss man ins Gespräch. Im Rahmen eines Generationengesprächs treffen Menschen verschiedenen Alters mit persönlichen Geschichten und Erfahrungen aufeinander, tauschen Ideen und Perspektiven aus. Das Gespräch verbindet erlebte Geschichte und zeigt, wie uns historische Ereignisse, Herkunft und gesellschaftliche Entwicklung prägen, verbinden oder trennen. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich mit Fragen und Beiträgen zu beteiligen.


Kinder an die Macht

Die Älteren unter uns kennen noch den Songtitel „Kinder an die Macht“. Im Workshop möchten wir den Gedanken aufgreifen und weiterspinnen: Wie können Jugendliche zu demokratischen Gestaltern unserer Zukunft werden? Am Beispiel eines fiktiven Dorfes, wo jeder jeden kennt, wollen wir Meinungen der Akteure zusammenbringen: Wie soll unser Dorf in Zukunft aussehen? Wie verjüngen wir Entscheidungsstrukturen? Schlüpf in eine neue Rolle und mach mit beim Workshop!!


Europäische HausParlamente – Europa gemeinsam gestalten

Wie gelingt ein handlungsfähiges Europa? Gemeinsam mit der Schader Stiftung eröffnet Pulse of Europe die 11. Runde der Europäischen HausParlamente. Besucherinnen und Besucher diskutieren auf Augenhöhe über die Frage, ob die EU mehr gemeinsame Verantwortung übernehmen sollte – mit den Schwerpunkten #NoVeto, Europäische Verteidigungsunion und digitale Souveränität. Das Mitmachformat zeigt, wie deliberative Demokratie funktioniert. Bringen Sie Ihre Perspektive ein und erleben Sie, wie europäische Bürgerbeteiligung konkret funktioniert.


25. Runder Tisch der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Der fünfundzwanzigste Runde Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt findet am 4. September 2026 im Rahmen des Schader-Festivals auf dem Schader Campus statt. Anlässlich der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 geht es bei dieser besondere Ausgabe des Runden Tischs, der für gewöhnlich ein geschlossenes Format mit den Leitungsspitzen der Darmstädter Institutionen ist, um den Austausch mit den Gästen des Festivals zum Thema Demokratie: Wie stehen wir als demokratische Gesellschaft am besten zusammen? Und was können wir aus den Perspektiven der Stadtverwaltung, der Wissenschaft und der Kultur mitnehmen? 

Eine Veranstaltung von der Schader-Stiftung in Kooperation mit der WDC 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

 

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