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Eine alternde Gesellschaft - Wanderungen über die Grenzen Deutschlands

Artikel vom 09.09.2004

Die Geschichte der Migration hat sich in (West-) Deutschland in verschiedenen Wellen vollzogen: kamen zunächst die Vertriebenen aus dem ehemals deutschen Osten, folgten später die Übersiedler aus der DDR. Es schloss sich die Phase der Gastarbeiteranwerbung an, die durch die Familienmigration abgelöst wurde. Seit den 80er Jahren wurde Deutschland zunehmend für Asylsuchende attraktiv, durch den Zusammenbruch des Ostblocks zog es Aussiedler zu uns.

Bisherige Entwicklung der Außenwanderungen

„Die Geschichte der Migration nach Deutschland ist von sehr unterschiedlichen Phasen und Einwanderungsgruppen geprägt. Es lassen sich sechs teilweise überlagernde, bedeutende Wanderungsströme unterscheiden:

  1. 1944-1950: Die letzten Kriegs- und die ersten Nachkriegsjahre beider Gesellschaften sind durch die Aufnahme von Vertriebenen und Flüchtlingen aus dem ehemaligen deutschen Osten gekennzeichnet. Die Bundesrepublik nimmt bis 1950 knapp 8 und die DDR etwa 4 Millionen Flüchtlinge auf.
  2. 1945-1961: Bis zum Mauerbau ziehen mindestens 3,1 Millionen Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR in die Bundesrepublik, dem stehen ca. 470.000 Abwanderungen aus dem Westen in den Osten gegenüber. Zur gleichen Zeit wandern aus der Bundesrepublik über 2 Millionen Menschen nach Übersee aus, überwiegend in die USA, nach Kanada und Australien.
  3. Seit 1961 (insbesondere bis 1974): Nach der Absperrung der deutsch-deutschen Grenze (1961) werden über ein Jahrzehnt lang ausländische Arbeitskräfte angeworben. Dadurch steigt die Zahl der Ausländer in der Bundesrepublik zwischen 1961 und 1974 um ca. 3,5 Millionen. Der 1973 veranlasste Anwerbestopp markiert eine wichtige Zäsur in der bundesdeutschen Migrationsgeschichte, die sich schlagwortartig als Wechsel von der Arbeits- zur Familienmigration beschreiben lässt und maßgeblich dazu beiträgt, dass sich die Ausländerzahl von 1974 bis 1989 um weitere 700.000 auf insgesamt 4,85 Millionen erhöhte. Ein Teil von ihnen sind Menschen, die in der Bundesrepublik Asyl suchten und zum Teil erhielten. In den 90er Jahren boomt - trotz Anwerbestopps - erneut die Ausländerbeschäftigung: sie trägt dazu bei, dass die Zahl der Ausländer bis 2000 auf 7,3 Millionen ansteigt.
  4. Seit dem Beginn der 80er Jahre tritt die Anziehungskraft Deutschlands für Asylsuchende aus den Krisengebieten der europäischen und außereuropäischen Welt, wo Krieg, Elend und Unterdrückung herrschen, immer deutlicher hervor. 1980 verdoppelt sich die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahr und übersteigt mit 108.000 erstmals die 100.000-Marke. Zu den Asylsuchenden aus den Armuts- und Konfliktregionen der ‚Dritten Welt‘ kommen viele Menschen, die die geöffneten Grenzen im Osten dazu nutzen, den Krisen und dem Krieg in Ost- und Südosteuropa zu entkommen. Die Zahl der Asylsuchenden nimmt seit Ende der 80er Jahre stark zu und erreicht 1992 mit 438.000 Antragsstellern den Höhepunkt. Das erneute starke Wachstum der Gesamtzahl der Ausländer von 4,5 Millionen im Jahr 1988 auf 6,7 Millionen im Jahr 1993 ist zu mehr als einem Drittel auf die Zuwanderung von Flüchtlingen zurückzuführen. Mit der Änderung des Asylrechts durch die ‚Drittstaatenregelung‘ im Jahr 1993 geht die Zahl der Asylsuchenden ruckartig zurück. 2000 fällt sie mit 78.600 auf den niedrigsten Stand seit 1987 zurück.
  5. Seit 1987 wandern wieder verstärkt Aussiedler - seit 1993 spricht man offiziell von Spätaussiedlern - in die Bundesrepublik. Von 1950 bis 2001 wurden über 4,2 Millionen Migranten aus Ost- und Südosteuropa aufgenommen, davon etwa 2,7 Millionen von 1988 bis Ende 2000.
  6. Seit 1988: Die Krise und der Zusammenbruch des sozialistischen Staatensystems lösten eine erneute Ausreisewelle aus der DDR aus. Diese mündete nach der deutschen Vereinigung für Ostdeutschland in eine Binnenwanderung ein, die durch anhaltende Migrationsverluste gekennzeichnet ist. Von 1989 bis 2000 zogen mehr als 2,6 Millionen Ostdeutsche nach Wesdeutschland.“

(Geißler, Rainer 2002: Die Sozialstruktur Deutschlands. Die gesellschaftliche Entwicklung vor und nach der Vereinigung, 3. Auflage, Wiesbaden, S. 67, 68)

Daten zu Ein- und Auswanderungen

„Ende 2000 lebten in Deutschland knapp 7,3 Mill. Ausländerinnen und Ausländer. Gegenüber Ende 1989 hat sich diese Zahl um rund 2,3 Mill. erhöht. Der Anteil an der Bevölkerung stieg im gleichen Zeitraum von 6,4 auf 8,9 %.

Für die Veränderung der Zahl ausländischer Staatsangehöriger und ihrer Struktur ist zum weitaus größten Teil die Entwicklung dieses Bevölkerungsteils im früheren Bundesgebiet maßgebend. Hier hatte der 1950 einsetzende wirtschaftliche Aufschwung zu einem ständig wachsenden Bedarf an Arbeitskräften geführt, der bis zum Bau der Mauer am 13. August 1961 hauptsächlich durch die Aufnahme von Deutschen aus der ehemaligen DDR und Berlin-Ost gedeckt werden konnte.

Ab diesem Zeitpunkt kam dann der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer eine immer größere Bedeutung zu. Dementsprechend erhöhte sich die Zahl der im früheren Bundesgebiet lebenden Ausländerinnen und Ausländer von knapp 690.000 im Jahr 1961 (1,2 % der Bevölkerung) auf 2,4 Mill. im Jahr 1970 (4,3 % der Bevölkerung).

Nach einem vorübergehenden Rückgang zwischen 1974 und 1978 aufgrund des Anwerbestopps stieg die Zahl ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger als Folge der Familienzusammenführung sowie der verstärkten Einreise von Asylsuchenden 1982 auf knapp 4,7 Mill., 1983 ging sie erstmals seit 1978 wieder zurück.

Die starke Abwanderung als Folge des Rückkehrhilfegesetzes führte 1984 zu einer weiteren Abnahme. Nach dem Auslaufen dieses Gesetzes stieg die Zahl der Menschen mit ausländischem Pass im Jahr 1985 wieder. Ende 1999 betrug sie - auch bedingt durch den bis Mitte 1993 anhaltenden starken Zustrom von Asylsuchenden sowie durch die Aufnahme von Bürgerkriegsflüchtlingen aus Bosnien und Herzegowina - 7,0 Mill. (10,4 % der Bevölkerung). Im Zeitraum von 1970 bis 1999 nahm die ausländische Bevölkerung im früheren Bundesgebiet somit um knapp 4,6 Mill. Personen zu.

Die meisten ausländischen Staatsangehörigen kamen in das frühere Bundesgebiet, um hier Arbeit zu finden. Sie waren größtenteils im erwerbsfähigen Alter und überwiegend männlichen Geschlechts. Im Laufe der Zeit nahm der Anteil der Ausländerinnen hauptsächlich aufgrund der Familienzusammenführungen von 31 % im Jahr 1961 auf knapp 46 % im Jahr 2000 zu. Die Zahl ausländischer Kinder stieg ebenfalls an.

Auch in den neuen Ländern und Berlin-Ost leben und arbeiten ausländische Staatsangehörige. Eine vom Umfang her mit den Verhältnissen im früheren Bundesgebiet vergleichbare Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer hat es dort allerdings nicht gegeben.

Ende 1989 lebten in der ehemaligen DDR rund 191.200 Ausländerinnen und Ausländer (1,2 % der Bevölkerung). Bis Ende 1991 verringerte sich diese Zahl auf rund 110.500. Der Rückgang hing offensichtlich damit zusammen, dass ausländische Staatsangehörige in den Jahren 1990 und 1991 nach Auslaufen ihrer Arbeitsverträge bzw. der von der ehemaligen DDR getroffenen Arbeitskräftevereinbarungen in ihre Heimat zurückkehrten.

Seit 1992 steigt die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer in den neuen Ländern und Berlin-Ost - auch als Folge der Aufnahme von Asylsuchenden - Jahr für Jahr leicht; Ende 1999 betrug sie 360.000 (2,4 % der Bevölkerung).“
(Statistisches Bundesamt 2002: Datenreport 2002, Bundeszentrale für politische Bildung, S. 45ff.)

Zukünftige Entwicklungstrends der Außenwanderungen

Arbeitsmigration wird notwendig. „Blickt man auf (...) Darstellungen zur künftigen Bevölkerungszahl und Altersstruktur (...), so wird erkennbar, dass Arbeitsmigration in Zukunft notwendig werden wird. Es sollte jedoch festgehalten werden, dass durch Zuwanderung nur der vergleichsweise unproblematische Rückgang der Bevölkerungszahl insgesamt vermieden werden kann. Die Verschiebung der Altersstruktur und die damit einhergehenden erheblichen Probleme lassen sich durch Zuwanderung nur etwas mindern, keinesfalls völlig beheben.

Arbeitsmigranten können die Alterung der Erwerbstätigen und den Mangel an Erwerbspersonen, das Fehlen von Beitragszahlern für soziale Sicherungen sowie die Zunahme der Hochaltrigen und Hochbetagten nur begrenzt ausgleichen. Es bedürfte geradezu astronomischer Zuwanderungsraten, um eine Egalisierung der Altersstruktur herzustellen bzw. um Erhöhungen von Rentenzahlungen innerhalb des 2001 bestehenden Systems völlig zu vermeiden. Hierzu müssten in der Spitze mehr als 5 Mio. Menschen pro Jahr einwandern, dies aber in großen Schwankungen von Jahr zu Jahr. Diese Menge und Unstetigkeit von Einwanderungen kann wohl keine Gesellschaft verkraften.“

Mit wievielen Migranten ist zu rechnen? „Geht man von den [in verschiedenen Prognosen] erwähnten Zuwanderungen aus, so ist damit bekannt, wie viele Menschen aus dem Ausland zu uns kommen werden, um Arbeit zu finden: Im Schnitt der nächsten Jahrzehnte etwa 200 bis 250 Tausend, davon bis 2010 relativ wenige, von da an in steigendem Maße. Wir wissen auch, dass sie mehrheitlich wohl lange bleiben werden. Wie viele ‚Ausländer‘ dann aber in Deutschland wohnen werden, ist damit noch nicht gesagt. Und zwar aus mindestens zwei Gründen.

Zum einen wird es neben der Einwanderung zu wirtschaftlichen Zwecken (der Zuwanderer und der Deutschen) auch eine Zuwanderung aus humanitären Gründen geben. Wie viele Flüchtlinge, Asylsuchende etc. zu uns kommen werden, ist jedoch nicht vorherzusagen. Das wird von der politischen und ökonomischen Lage in vielen Ländern, aber auch von den künftigen Regelungen der Europäischen Union abhängen.

Zum andern werden sich die künftigen Einbürgerungsbestimmungen auf die Zahl der unter uns lebenden ‚Ausländer‘ auswirken. Wer ‚Ausländer‘ ist und wer nicht, bestimmt sich ja nicht nach sozialwissenschaftlichen Kriterien wie Sprache, Verhalten, Aussehen oder Kultur, sondern nach dem jeweiligen Pass und damit nach einer juristischen Definition und den politisch entschiedenen Verfahrensregeln.

Sicher dürfte sein, dass der Anteil von ‚Ausländern‘ hierzulande vor allem nach 2010 deutlich steigen wird. Wie viele juristische Ausländer von da an in Deutschland leben werden, ist jedoch kaum zu quantifizieren, weil die künftigen Einwanderungsprozeduren unbekannt sind. Unterstellt man, dass in Zukunft doppelt so viele Ausländer wie heute eingebürgert werden und jährlich 200.000 Personen nach Abzug der Auswanderer zu uns kommen, so stiege der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung in Deutschland von
9 % im Jahre 1997 auf 14 % im Jahr 2030. (...)“

Zuwanderung aus entfernten Kulturkreisen wahrscheinlich: „Häufig wird befürchtet, dass in wenigen Jahren viele Menschen aus den künftigen mittel-osteuropäischen Mitgliedsländern der EU (insbesondere aus den großen Ländern Ungarn, Tschechien, Polen) nach Deutschland kommen und hier arbeiten werden, noch bevor unser Arbeitsmarkt aufnahmefähig für sie sein wird. Dadurch werde die hier bestehende Arbeitslosigkeit wachsen. Wie viele Arbeitsmigranten aus unseren östlichen Nachbarländern zu uns kommen werden, lässt sich jedoch keineswegs mit (...) Sicherheit prognostizieren (...). Hierzu finden sich kontroverse Meinungen. Die derzeitigen rapiden Wohlstandsfortschritte in Ungarn, Tschechien und Polen machen es zusammen mit den angeführten immateriellen Faktoren der Sprache und Kultur m. E. eher unwahrscheinlich, dass Befürchtungen einer massenhaften Zuwanderung von dort Wirklichkeit werden.

Wir werden wohl eher damit rechnen können, dass Zuwanderer aus immer entfernteren Kulturkreisen zu uns kommen werden. Das wird die kommenden Integrations- und (Weiter-)Bildungsaufgaben nicht leichter machen und die ‚Sichtbarkeit‘ von Migranten erhöhen. Dieser Umstand und der Grad der künftig gelungenen Integration in Bildung, Beruf und Wohnort wird sich auf die Akzeptanz von Seiten der einheimischen Bevölkerung viel entscheidender auswirken, als die oben erwähnte bloße Zahl rechtlich definierter ‚Ausländer‘. Denn die eigentliche Problematik einer künftigen Arbeitsmigration liegt in den Prozessen praktischer Politik. Die Einstellung großer Teile der Bevölkerung nach 30 Jahren Massenarbeitslosigkeit wird eine forcierte Arbeitsmigration nicht sehr leicht machen. Zumal es bereits im Vorfeld der eigentlichen Zuwanderung, also schon in den kommenden Jahren, notwendig sein wird, umfangreiche Integrations-, Bildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen in die Wege zu leiten.“
(Hradil, Stefan 2001: Bevölkerungsentwicklung und Gesellschaftsveränderung in den kommenden Jahrzehnten. In: Gegenwartskunde 50, S. 394ff.)

Herkunfts- und Zielländer

„Auch im Jahr 2002 betraf ein Großteil des Migrationsgeschehens in Deutschland Menschen aus europäischen Staaten: Zwei Drittel aller zugezogenen Personen (67,3 %) stammten aus Europa. Darunter befanden sich 15,5 % aus dem Gebiet der Europäischen Union. Etwas mehr als die Hälfte (51,7 %) aller zugezogenen Personen kam aus dem übrigen Europa. Ein weiteres Fünftel der Zugezogenen des Jahres 2002 stammte aus Asien, nur 4,6 % zogen aus Ländern Afrikas nach Deutschland, weitere 7 % aus Amerika, Australien und Ozeanien. Auch unter den Fortgezogenen aus Deutschland war Europa die Hauptzielregion: Beinahe drei Viertel
(72,8 %) zogen aus Deutschland in ein anderes europäisches Land. Ein Viertel reiste in einen anderen Staat der Europäischen Union.

Nachdem der Migrationssaldo mit der Europäischen Union seit Ende der neunziger Jahre eher ausgeglichen war, - die Zahl der Zuzüge entsprach in etwa der Zahl der Fortzüge, - fiel dieser im Jahr 2002 leicht negativ aus (-16.639). Dagegen zeigt sich insbesondere bei Asien auch 2002 noch ein starker positiver Wanderungssaldo: 162.591 Zuzügen aus Asien stehen 65.628 Fortzüge gegenüber; der Wanderungsüberschuss gegenüber Asien beträgt so im Jahr 2002: +96.963. Im Jahr 2001 betrug dieser Saldo noch +119.997. Auch aus Europa (ohne die Länder der EU) wanderten mehr Menschen zu als ab, so dass sich hier ein Wanderungssaldo von +129.554 ergab.

[...] Seit Mitte der 90er Jahre ist die Struktur der Hauptherkunftsländer relativ konstant. Die größte Gruppe bildeten im Jahr 2002 Personen aus dem Gebiet der Europäischen Union mit 16 % der Gesamtzuzüge, gefolgt von Menschen aus Polen (12 % aller Zuzüge). Hauptherkunftsland der EU war mit fast 27.000 Personen Italien. Zahlreiche Zugezogene aus Polen kamen als Werkvertrags- oder Saisonarbeitnehmer mit zeitlich limitiertem Aufenthaltsrecht. Aus der russischen Föderation zogen im Jahr 2002 über 77.000 Menschen nach Deutschland, die meisten von ihnen Spätaussiedler mit ihren Familienangehörigen. Ein weiteres Land, aus dem noch viele Spätaussiedler nach Deutschland kommen, ist Kasachstan. Es liegt auf Rang 6 der Hauptherkunftsländer. Knapp 54 % der zuziehenden Personen aus Russland sowie etwa 74 % der Zugezogenen aus Kasachstan gingen als Deutsche in die Zuzugsstatistik ein. Gesunken ist dagegen in den letzten zwei Jahren der Anteil der Zuzüge aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien. Mit 7 % aller Zuzüge gehören Jugoslawien und die heutigen Nachfolgestaaten jedoch nach wie vor zu den Hauptherkunftsstaaten. Der Rückgang der Zuzugszahlen aus dieser Region ist auf die Stabilisierung der politischen Verhältnisse auf dem Balkan seit dem Jahr 2000 zurückzuführen.

Dies schlägt sich auch in dem starken Rückgang der Asylbewerberzahlen aus der Bundesrepublik Jugoslawien seit dem Jahr 2000 nieder.  Aus der Türkei (7 %) kamen vor allem Zuwanderer im Rahmen des Ehegatten- und Familiennachzugs und Asylantragsteller. Obwohl nach wie vor die meisten der Zugezogenen aus Europa stammen, nimmt die Diversifizierung hinsichtlich der Herkunft der Migranten, die verstärkt in den 90er Jahre eingesetzt hat, auch in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts weiter zu. 44 % der Zugezogenen stammten nicht aus einer der sechs Hauptherkunftsregionen.“
(Migrationsbeauftragte 2003: Migrationsbericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Auftrag der Bundesregierung, S. 8ff.)

Prognosen zur EU-Erweiterung

„Im Zusammenhang mit der Erweiterung der Europäischen Union wird häufig die Befürchtung geäußert, dass mit dem Beitritt der mittel- und osteuropäischen Länder eine verstärkte Zuwanderung auf den ohnehin belasteten deutschen Arbeitsmarkt stattfinden werde. In diesem Beitrag soll ein Überblick über das mögliche Ausmaß der Ost-West-Wanderung nach der EU-Erweiterung auf der Basis bisher vorliegender Prognosen gegeben werden.

Die bisher vorhandenen Schätzungen basieren auf unterschiedlichen Methoden. Diese lassen sich im wesentlichen in drei Kategorien einteilen:

  • Schätzungen auf der Basis ökonometrischer Modelle. Dabei werden insbesondere ökonomische Indikatoren, die das wirtschaftliches Gefälle zwischen den EU-Staaten und den Beitrittsländern anzeigen wie z.B. Einkommensunterschiede oder die Arbeitsmarktsituation, zur Berechnung des Migrationspotenzials herangezogen. Unter Rückgriff auf die Ergebnisse von Wanderungsbewegungen in der Vergangenheit (z.B. Süderweiterung der Europäischen Union in den achtziger Jahren, innerdeutsche Ost-West-Wanderung nach der Wiedervereinigung) wird dann auf die potenzielle Zuwanderung im Rahmen der Osterweiterung geschlossen.
  • Prognose des Zuwanderungspotenzials auf der Basis demographischer Entwicklungen. Dabei werden historische Wanderungsverläufe in Beziehung gesetzt mit demographischen Faktoren der Herkunfts- und Zielländer.
  • Prognosen auf der Basis von Befragungen von Einzelpersonen in den Beitrittsländern zu ihren Wanderungsabsichten. Dabei wird nicht die jährlich zu erwartende Zuwanderung ermittelt, sondern ein Bestand an prinzipiell abwanderungsbereiten Personen, die ihre Migrationsabsicht über mehrere Jahre verteilt realisieren könnten. Dabei ergeben sich je nach den zugrundegelegten Berechnungsvariablen und den einbezogenen Ländern unterschiedliche Vorhersagen des Wanderungspotenzials.

Einig sind sich alle Studien darin, dass Deutschland (sowie Österreich), insbesondere aufgrund der geographischen Lage und der bereits bestehenden Migrationsbeziehungen, auch nach der Ost- Erweiterung das Hauptzielland für Arbeitsmigranten aus den mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern sein wird.

Die -------------------------------------------------  folgende Tabelle (pdf-Datei,71 kb) gibt einen Überblick über die am stärksten rezipierten Studien zur potenziellen Ost-West-Wanderung als Folge der EU-Erweiterung. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Termin für die Erweiterung und die Zahl der Beitrittsländer der ersten Erweiterungsrunde sowie die Übergangsfristen bis zur vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit zum Zeitpunkt der Abfassung der Studien noch nicht feststanden. Die Übersicht zeigt, dass die Prognosen des Migrationspotenzials pro Jahr bezogen auf Deutschland zwischen 14.000 und etwa 300.000 schwanken. Die neueren Prognosen, die auch die Erfahrungen aus der Süderweiterung der EU berücksichtigen, gehen jedoch von eher moderaten Zuwanderungszahlen aus. Dabei kommen die meisten Studien zu dem Ergebnis, dass die Zuwanderung kurz nach Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit am höchsten sein wird und sich dann im Laufe der nächsten Jahrzehnte auf niedrigerem Niveau einpendeln wird. Zudem wird nach Fassmann und Münz (2002) auch die demographische Entwicklung mit ihrem Rückgang der Fertilität und der Erwerbsbevölkerung in den mittel- und osteuropäischen Ländern dazu beitragen, dass mittel- und langfristig das Migrationspotenzial in diesen Staaten eher zurückgehen wird.

Da ab dem Jahr 2010 in Deutschland mit einem deutlichen Rückgang des inländischen Arbeitskräfteangebots zu rechnen ist, kann mittel- bzw. langfristig von eher positiven Auswirkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit auf die deutsche Wirtschaft bzw. den deutschen Arbeitsmarkt und zum Teil auch auf die demographische Entwicklung in Deutschland ausgegangen werden. Zudem gehen die meisten Studien - unabhängig von der Größenordnung der potenziellen Zuwanderung - davon aus, dass die künftigen Migranten aus den Beitrittsstaaten jung und gut ausgebildet sind. Demgegenüber sieht das ifo-Institut eher eine Zuwanderung weniger qualifizierter Arbeitnehmer aus den Beitrittsländern, was vor allem in Arbeitsmarktbereichen für weniger qualifizierte Arbeitnehmer in Deutschland für erhöhten Lohndruck sorgen werde.

Die große Bandbreite der Schätzungen des Migrationspotenzials zeigt, dass eine verlässliche Prognose des Ausmaßes der Zuwanderungen als Folge der EU-Erweiterung äußerst schwierig ist. Letztlich hängen die konkreten Wanderungszahlen davon ab, wann die Freizügigkeit eingeführt wird und wie sich die wirtschaftlichen Verhältnisse und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowohl in den Beitrittsländern als auch in den EU-Ländern bis dahin entwickeln werden.“

(Integrationsbeauftragte 2003: Migrationsbericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Auftrag der Bundesregierung, S. 101ff.)

Literatur und Links

Links zum Thema Bevölkerung

Berlin-Institut für Weltbevölkerung und globale Entwicklung

Das Berlin-Institut unterhält ein sehr informationsreiches Online-Handbuch zum Thema Bevölkerung sowie ein ebenso nützliches pdf-Archiv.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Nürnberg
Das Amt stellt Gesetzestexte und Statistiken zur Migration nach Deutschland zur Verfügung.

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung Wiesbaden
Das BiB ist Deutschlands erste Adresse in Sachen Bevölkerungsforschung.

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung Hannover
Ausführliche Informationen in globaler Perspektive. Angeboten wird unter anderem eine aktuelle Länderdatenbank mit sozialen und demografischen Indikatoren zu mehr als 180 Ländern.

Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien Osnabrück

Die Ausgaben der Zeitschrift „IMIS-Beiträge“ können kostenlos heruntergeladen werden.

Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft an der Universität Bamberg
Nicht viele, aber teilweise noch nicht veröffentlichte Dokumente, die man nur hier findet.

Max-Planck-Institut für demographische Forschung
Das MPI bietet ein Online-Journal und sogar ganze Bücher kostenlos im Netz an. Alle Publikationen sind in englischer Sprache verfasst.

Statistisches Bundesamt Wiesbaden
Hier findet man die aktuellsten amtlichen Daten über die Bevölkerung Deutschlands.

United Nations Population Division

In englischer Sprache finden sich hier international vergleichende Informationen zu Bevölkerung und Migration.


Downloadbare Dokumente


Deutsche Bundestag, Enquete-Kommission Demographischer Wandel 2002: Schlussbericht der Enquete-Kommission „Demographischer Wandel - Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und die Politik“. pdf-Datei, 2094kb

Fassmann, Heinz 2002: EU-Erweiterung und Arbeitsmigration nach Deutschland und Österreich. Quantitative Vorhersagen und aktuelle Entwicklungstendenzen. In: IMIS-Beiträge 19, S. 65-88. pdf-Datei, 1095kb

Hof, Bernd 2001: Szenarien zur Entwicklung des Arbeitskräftepotenzials in Deutschland. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 8, S. 20-30. Online bei der Bundeszentrale für politische Bildung

Naegele, Gerhard 2001: Demographischer Wandel und „Erwerbsarbeit“. In: Aus Politik und Zeitgeschichte B3/4, S. 3-4. Online-Version

Schmid, Josef 2001: Bevölkerungsentwicklung und Migration in Deutschland. In: Aus Politik und Zeitgeschichte B43, S. 20-30. Online bei der Bundeszentrale für politische Bildung

Statistisches Bundesamt 2002a: Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 2002, Stuttgart: Metzler-Poeschel. Das Kapitel Bevölkerung als pdf-Datei, 535kb

Statistisches Bundesamt 2002b: Datenreport 2002, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. Das Kapitel Bevölkerung als pdf-Datei, 471kb

Statistisches Bundesamt 2000: Bevölkerungsentwicklung Deutschlands bis 2050. Ergebnisse der 9. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Bundes und der Länder zur Bevölkerungsentwicklung bis 2050. pdf-Datei, 423kb

Werz, Nikolaus 2001: Abwanderung aus den neuen Bundesländern 1989 bis 2000. In: Aus Politik und Zeitgeschichte B 39/40, S. 23-31. Online bei der Bundeszentrale für politische Bildung


Aktuelle Literatur zum Thema Bevölkerung


Anmerkung zur Literaturauswahl: Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ihr Ziel ist es, Anhaltspunkte zu liefern sowohl zur Vertiefung der von uns angebotenen Informationen als auch zur Ausweitung des Blickfeldes auf Aspekte, die in unserem Angebot nur am Rande behandelt werden. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf die Aktualität der Literaturhinweise gelegt. Von diesen ausgehend lassen sich im „Schneeballverfahren“ problemlos weitere Quellen erschließen.

  • Atilgan, Canan 2001: Der Mythos vom Anderssein. Gesellschaftliche Aspekte der Ausländerintegration. In: Die Politische Meinung 375, S. 19-24.
  • Bade, Klaus (Hrsg.) 2001: Einwanderungskontinent Europa: Migration und Integration am Beginn des 21. Jahrhunderts, Osnabrück: Universitätsverlag Rasch.
  • Bähr, Jürgen 2000: Bevölkerungsgeographie. In: Mueller, Ulrich / Nauck, Bernhard / Diekmann, Andreas (Hrsg.): Handbuch Demographie. Band 2: Anwendungen, Berlin u. a.: Springer, S. 866-915.
  • Berger, Kai-Uwe 2000: Migration und Integration. Eine Einführung in das Wanderungsgeschehen und die Situation der Zugewanderten in Deutschland, Opladen: Leske und Budrich.
  • Bien, Walter 2001: Deutschland wird älter. Sind die aktuellen Geburtsraten eine Bedrohung für die Gesellschaft? Demographische Zahlen aus der Sicht der Familiensozialberichterstattung. In: DJI Bulletin 54, S. 5-8.
  • Birg, Herwig 2001: Die demographische Zeitenwende. Der Bevölkerungsrückgang in Deutschland und Europa, München: Beck.
  • Birg, Herwig et al. 1998a: Simulationsrechnungen zur Bevölkerungsentwicklung in den alten und neuen Bundesländern im 21. Jahrhundert, Bielefeld: Institut für Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik.
  • Birg, Herwig et al. 1998b: Migrationsanalyse. Empirische Längsschnitt- und Querschnittanalysen auf der Grundlage von Mikro- und Makromodellen für die Bundesrepublik Deutschland, Bielefeld: Institut für Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik.
  • Birg, Herwig 1999: Demographisches Wissen und politische Verantwortung. Überlegungen zur Bevölkerungsentwicklung Deutschlands im 21. Jahrhundert. In: Dorbritz, Jürgen / Otto, Johannes (Hrsg.): Demographie und Politik. Ergebnisse der 32. Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft (DGBw), Wiesbaden: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, S. 13-49.
  • Bode, Eckhardt / Zwing, Sebastian 1998: Interregionale Arbeitskräftewanderungen. Theoretische Erklärungsansätze und empirischer Befund, Kiel: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel.
  • Bongaarts, John / Bulatao, Rodolfo A. 2000: Beyond six billion: forecasting the world’s population. Washington, D. C.: National Academy Press.
  • Bretz, Manfred 2001: Zur Treffsicherheit von Bevölkerungsvorausberechnungen. In: Wirtschaft und Statistik, S. 906-921.
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  • Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung 1999: Zur langfristigen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Modellrechnungen bis 2050. In: Wochenbericht des DIW 42/1999, S. 745-757.
  • Dorbritz, Jürgen 2000: Europäische Fertilitätsmuster. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft - Demographie 25, S. 235-266.
  • Dorbritz, Jürgen 1999: Familienbildung und -lösung in Deutschland. Theoretische Reflektionen und demographische Trends. In: Dorbritz, Jürgen (Hrsg.): Familienbildung in Deutschland Anfang der 90er Jahre: demographische Trends, individuelle Einstellungen und sozioökonomische Bedingungen, Opladen: Leske und Budrich, S. 11-31.
  • Enquete Kommission Demographischer Wandel 2000: Schlussbericht der Enquete-Kommission „Demographischer Wandel - Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und die Politik“. pdf-Datei, 2094kb
  • Fassmann, Heinz 2002: EU-Erweiterung und Arbeitsmigration nach Deutschland und Österreich. Quantitative Vorhersagen und aktuelle Entwicklungstendenzen. In: IMIS-Beiträge 19, S. 65-88. pdf-Datei, 1095kb
  • Fischer-Marum, Andree 2000: Deutsch-deutsche Wanderungen. Frauen ziehen der Arbeit nach. In: Psychosozial 23, Heft 2, S. 63-73.
  • Friedrichs, Jürgen / Kecskes, Robert 2000: Wohnungsmarkt und Bevölkrungsentwicklung. In: Mueller, Ulrich / Nauck, Bernhard / Diekmann, Andreas (Hrsg.): Handbuch Demographie. Band 2: Anwendungen, Berlin u. a.: Springer, S. 1120-1137.
  • Fuchs, Johann / Thon, Manfred 1999: Potentialprojektion bis 2030: nach 2010 sinkt das Angebot an Arbeitskräften. Selbst hohe Zuwanderungen werden diesen Trend nicht stoppen können, Nürnberg: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit.
  • Gans, Paul 2001: Weltweite Entwicklung der Geburtenhäufigkeit von 1970 bis 2000. In: Geographische Rundschau 53, Heft 2, S. 10-17.
  • Gärtner, Karla 2001: Der Lebenserwartungssurvey des BiB. Konzeption und erste Ergebnisse. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft - Demographie 25, S. 217-234.
  • Geißler, Rainer 2002: Die Sozialstruktur Deutschlands. Die gesellschaftliche Entwicklung vor und nach der Vereinigung, 3. Auflage, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
  • Geißler, Rainer 2000: Struktur und Entwicklung der Bevölkerung. In: Informationen zur politischen Bildung 269, S. 3-9.
  • Göddecke-Stellmann, Jürgen 1998: Regionsspezifische Migrationsmuster. Migration in den Stadtregionen der alten und neuen Bundesländer. In: Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (Hrsg.): Migration in Stadtregionen der neuen Bundesländer: Workshop im Rahmen des Projekts „Migration im Metropolenraum Berlin/Brandenburg“ am 16. Oktober 1996, Erkner: IRS, S. 19-30.
  • Haupt, Arthur / Kane, Thomas T. 1999: Handbuch Weltbevölkerung. Begriffe, Fakten, Konzepte, Stuttgart: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung.
  • Heigl, Andreas 2001: Demographic Fact Book. München: Hypo Vereinsbank.
  • Herfert, Günter 1998: Stadt-Umland-Wanderungen in den 90er Jahren. Quantitative und qualitative Strukturen in den alten und neuen Ländern. In: Informationen zur Raumentwicklung, S. 763-776.
  • Hill, Paul B. / Kopp, Johannes 2001: Fertilitätsentwicklung: Trends, Erklärungen und empirische Ergebnisse. In: Mueller, Ulrich / Nauck, Bernhard / Diekmann, Andreas (Hrsg.): Handbuch Demographie. Band 2: Anwendungen, Berlin u. a.: Springer, S. 729-750.
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