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Die Verteilung des Wohlstands - Armut und Reichtum

Artikel vom 13.08.2004

Wie ungleich sind Einkommen und Vermögen in der Bundesrepublik verteilt? Wieviele Menschen sind arm, wieviele reich und klafft die Schere weiter auseinander?  Auf der Suche nach Zahlenmaterial entsteht der Eindruck, dass es nicht nur „versteckte Armut“, sondern auch „versteckten“ Reichtum gibt - wirklich große Einkommen und Vermögen entziehen sich einer Bestandsaufnahme durch übliche Erhebungsformen weitgehend.

Entwicklung der Armutsquoten in Deutschland

Kriterien der Armutserfassung
„Wenn Sozialwissenschaftler versuchen, das Ausmaß und die Entwicklung von Armut zu quantifizieren, arbeiten sie meist mit dem vergleichsweise einfachen Ressourcenansatz zur Einkommensarmut, seltener mit den komplexeren Lebenslagen- und Deprivationskonzepten.
Der Ressourcenansatz greift auf ökonomische Kriterien - in der Regel auf vergleichsweise einfache Indikatoren für die Einkommenssituation - zurück. Zwei in der Armutsforschung gebräuchliche Arten der Messung machen verschiedene Facetten von Armut - oder genauer:
Einkommensarmut - in der Bundesrepublik sichtbar: 1. die ‚bekämpfte‘ und ‚verdeckte‘ Einkommensarmut nach der ‚offiziellen‘ Armutsgrenze des Bundessozialhilfegesetzes1; 2. verschiedene Varianten der relativen Einkommensarmut, wobei unterschiedliche Armutsgrenzen nach dem relativen Abstand zum Durchschnittseinkommen von Haushalten mit gleicher Personenzahl gezogen werden - die 60-%-Grenze, die 50-%-Grenze (sie wird in der Regel in international vergleichenden Studien, z. B. innerhalb der EU, benutzt) und die 40-%-Grenze, die häufig auch als strenge Armut bezeichnet wird.
Da eine kontinuierliche nationale Armutsberichterstattung2 fehlt, liefert die problematische Statistik der Sozialhilfe die längsten Datenreihen zur Armutsentwicklung über große Zeiträume. Das komplexe System von Sozialhilfeleistungen soll den soziokulturellen Mindestbedarf für ein menschenwürdiges Leben sicherstellen und greift ein, wenn Personen oder Familien nicht mehr in der Lage sind, das gesellschaftlich zuerkannte Existenzminimum aus eigener Kraft oder durch andere soziale Versorgungsleistungen zu sichern.“

Entwicklung der Sozialhilfe
„Der Mindestbedarf, der durch die Sozialhilfe garantiert wird, lässt sich also als die politisch festgesetzte Armutsgrenze ansehen. Er errechnet sich nach einem komplizierten Verfahren und liegt etwas über der 40-%-Grenze.
Haushalte von Sozialhilfeempfängerinnen mussten 1996 mit monatlich 511 Euro pro Person auskommen. Das waren 43 % der Summe, die in einem Durchschnittshaushalt zur Verfügung stand.
Wirtschaftswachstum, Verbesserung der Beschäftigungssituation und Wohlstandssteigerung führten dazu, dass die Zahl der Fürsorgeempfänger (bis 1962) bzw. Empfänger von ‚laufender Hilfe zum Lebensunterhalt‘ (HLU) von 1,6 Millionen im Jahr 1950 auf den Tiefststand von 510.000 im Jahr 1969 sank.
Seit 1970 kehrte sich der Trend entgegen den ursprünglichen Erwartungen um: in den 70er und 80er Jahren rutschten kontinuierlich immer mehr Menschen unter die Sozialhilfegrenze. 1982 war die Millionengrenze überschritten, 1992 die Zweimillionengrenze, und 1997 wurde in den alten Ländern der bisherige Höchststand von 2,51 Millionen Sozialhilfeempfängern (HLU) erreicht.

Die Anzahl der Personen, die vorübergehend staatliche Hilfe zur Sicherung ihres soziokulturellen Existenzminimums in Anspruch nehmen, ist also dramatisch angestiegen: sie hat sich in den letzten drei Jahrzehnten mehr als vervierfacht und machte im Jahr 2000 3,4 % der westdeutschen Gesamtbevölkerung aus: 2,8 % der Deutschen und 8, 1 % der Ausländer sind auf laufende Hilfe Lebensunterhalt angewiesen.
Bei der Interpretation dieser Zahlen müssen die vielen Tücken der Sozialhilfestatistik beachtet werden. Die HLU-Daten unterschätzen z. B. erheblich die Zahl der Menschen, die unter bzw. an der Sozialhilfegrenze leben müssen, weil sie die so genannte ‚Dunkelziffer der Armut‘ - auch ‚verdeckte Armut‘ genannt - nicht erfassen. Viele arme Menschen wissen gar nicht, dass ihnen in ihrer Situation Sozialhilfe zusteht, und viele - insbesondere ältere Menschen - scheuen auch den Gang zum Sozialamt aus Stolz oder Scham, aus Furcht vor der Stigmatisierung als Almosenempfänger, oder auch, weil sie verhindern möchten, dass Kinder oder andere Verwandte zur finanziellen Mithilfe in einigen Fällen verpflichtet werden, wie es das Sozialhilfegesetz gemäß dem Subsidiaritätsprinzip vorsieht.

Der Umfang der verdeckten Armut lässt sich nur schätzen und enthält Unsicherheitsspielräume. Mehrere Studien lassen den Schluss zu, dass in den drei letzten Jahrzehnten nur weniger als die Hälfte der Sozialhilfeberechtigten ihre Ansprüche auf staatliche Unterstützung auch wirklich geltend gemacht haben.
1995 bezogen nur 51 % der westdeutschen Sozialhilfeberechtigten und 30 % der Ostdeutschen die ihnen eigentlich zustehende staatliche Unterstützung. Rechnet man die Dunkelziffer zur Zahl der Sozialhilfeempfänger hinzu, dann lebten in Deutschland Ende 2000 etwa 5,8 Millionen bzw. rund 7 % der Bevölkerung an oder unter der offiziellen Armutsgrenze.“

Die Entwicklung der Einkommensarmut
„Die Entwicklung der relativen Einkommensarmut, (...) basierend auf der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (...) zeichnet ein dramatischeres Bild vom Umfang der Armut als die Sozialhilfestatistik, aber ein weniger dramatisches von ihrem Anstieg. Zwischen 1962 und 1973 schrumpft der Bevölkerungsteil, der mit 50 % des durchschnittlichen Einkommens leben muss, um etwa ein Drittel zusammen.
Nach 1978 dehnt er sich jedoch - wegen der anhaltenden Massenarbeitslosigkeit und wegen Einschränkungen im sozialen Sicherheitssystem - erneut kontinuierlich aus und liegt 1998 mit knapp 11 % wieder etwas über dem Niveau von 1962.
Unter der 50-%-Grenze leben erheblich mehr Menschen als an oder unter der offiziellen Sozialhilfegrenze - 1998 waren danach rund 7,4 Millionen Westdeutsche und etwa 320.000 Ostdeutsche arm.
Im EU-Vergleich wird neuerdings die 60-%-Grenze als ‚poverty line‘ angesehen. Danach liegt Deutschland 1996 mit einer Armutsquote von 16 % knapp unter dem EU-Durchschnitt von 17 %. Besonders erfolgreich im Kampf gegen die Armut sind Finnland und Dänemark, aber auch Luxemburg und die Niederlande. Am weitesten ist Armut in Portugal und Griechenland verbreitet.“
(Geißler, Rainer 2002: Die Sozialstruktur Deutschlands. Gesellschaftliche Entwicklungen vor und nach der Vereinigung, 3. Aufl., Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, S. 247ff.)

Armutsrisiken in bestimmten Bevölkerungsgruppen

„Bestimmte Bevölkerungsgruppen haben aus unterschiedlichen Gründen ein wesentlich größeres Risiko als andere, mit Einkommen an oder unterhalb der Armutsgrenzen auskommen zu müssen.
Häufig wird angenommen, ältere Menschen und Frauen seien besonders häufig arm. Dies war früher in der Tat der Fall. So war das Armutsrisiko (50%-Grenze) der Älteren zu Beginn der 60er Jahre noch etwa doppelt so hoch wie das der Gesamtbevölkerung. Und im Jahre 1963 bezogen fast doppelt so viele Frauen laufende Sozialhilfe wie Männer. Das relative Armutsrisiko beider Gruppen ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gesunken. Rentenerhöhungen haben es ermöglicht, dass ältere Menschen - vermutlich erstmals in der Geschichte - seltener arm sind als der Bevölkerungsdurchschnitt. Und die immer häufigere Armut arbeitsloser Männer hat dazu geführt, dass Frauen nur noch unwesentlich häufiger arm sind als Männer.

Im Jahre 1995, als (nach der 50%-Grenze) ca. 12 % der Menschen in Westdeutschland und 8 % der ostdeutschen Bevölkerung als arm eingestuft wurden, waren ‚nur‘ 8% der über 65-Jährigen in Westdeutschland arm. In Ostdeutschland war Altersarmut in den 90er Jahren infolge der Sonderregelungen nach Übertragung der westdeutschen gesetzlichen Rentenversicherung kaum mehr vorhanden.
Frauen waren 1995 in Westdeutschland mit 12,7 % nur noch geringfügig häufiger arm (50%-Grenze) als Männer. In Sozialhilfeabhängigkeit geraten Frauen jedoch nach wie vor deutlich häufiger als Männer. Sie bezogen Ende 1995 zu 3,4 % laufende Sozialhilfe, während nur 2,7 % der Männer von ‚laufender Hilfe zum Lebensunterhalt‘ existieren mussten.

Mögen die alten Armutsrisiken der Alten und der Frauen nicht mehr hervorstechen; es sind neue Risikogruppen der Armut entstanden. Ein Strukturwandel führte weg von der Armut der Älteren, der Frauen und der Alleinstehenden, hin zur Armut Jüngerer und größerer Familien: Die Haushalte von Arbeitslosen, Alleinerziehenden, kinderreichen Familien und Ausländern geraten sehr viel häufiger in Armut als andere. Insbesondere müssen Kinder besonders häufig in Armut aufwachsen.
Arbeitslose, genauer gesagt: Haushalte mit mindestens einem arbeitslosen Mitglied, waren schon seit Anfang der 80er Jahre etwa drei Mal so oft arm wie der Rest der Bevölkerung. Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert. Sie unterliegen nach wie vor in Westdeutschland einem Armutsrisiko von etwa 30 %. In den neuen Bundesländern hat es bis zur Wende keine nominelle Arbeitslosigkeit gegeben. Von diesem Stand Null ist das Verarmungsrisiko Arbeitsloser in Ostdeutschland bis Mitte der 90er Jahre auf ca. 25 % gestiegen. Da die Menschen in den neuen Bundesländern bis 1990 in einer extrem abgesicherten Gesellschaft gelebt haben und auf Arbeitslosigkeit in keiner Weise vorbereitet waren, wird dieser Anstieg als überaus bedrohlich empfunden.

Schon im Jahre 1962/63 waren doppelt so viele Alleinerziehende mit ihren Kindern arm als im Bevölkerungsquerschnitt. Seither ist die Armutsquote unter Alleinerziehenden bis 1995 auf das Dreifache des ‚Normalen‘ (31 %) gestiegen. Vor allem sind es die ca. 85 % weiblichen Alleinerziehenden, selten sind es die männlichen Alleinerziehenden, die in Armut geraten.
Im Gefolge wachsender Arbeitslosigkeit und zunehmender Anteile von Alleinerziehenden verarmen immer mehr Familien mit mehreren Kindern. Das Armutsrisiko der Kinder nimmt in Westdeutschland seit den 80er Jahren, in Ostdeutschland seit der Wende ständig zu. Während 1980 nur ca. 2 % der Kinder unter 7 Jahren von Sozialhilfe leben mussten, etwa so häufig wie ältere Menschen, war bis 1993 die Sozialhilfequote der kleinen Kinder auf 7,3 % gestiegen, jene der Alten dagegen auf etwa 1,5 % gefallen. Damit musste jedes 14. Kind unter 7 Jahren in einem Haushalt aufwachsen, dessen Lebensstandard lediglich auf Sozialhilfeniveau lag. Diese Zahlen zeigen die Tendenz hin zu einer Infantilisierung der Armut sehr deutlich. Armut wurde von der älteren auf die jüngere Generation verlagert.

Eine starke Verschiebung hat sich auch hin zur Armut von Ausländern ergeben. Bis etwa 1980 bezogen Ausländer seltener als Deutsche laufende Sozialhilfe. Im Jahre 1993 lebten Ausländer schon fünf Mal so häufig wie Deutsche von Sozialhilfe (einschl. Asylbewerber). Seit dem Jahre 1994 ist mit Inkrafttreten des ‚Asylbewerberleistungsgesetzes‘
die Versorgung von Asylbewerbern aus der Sozialhilfe ausgegliedert. Asylbewerber erhalten nunmehr geringere Leistungen, als sie das Bundessozialhilfegesetz vorsieht. Danach war das Sozialhilferisiko von Ausländern ca. drei Mal so hoch wie das von Inländern.“
(Hradil, Stefan 2001: Soziale Ungleichheit in Deutschland, 8. Aufl., Opladen: Leske und Budrich, S. 252ff.)

Die Verbreitung von Einkommens- und Vermögensreichtum in Deutschland

„Die Suche nach dem Reichtum und den Reichen gleicht, nicht nur in Deutschland, einer Detektivarbeit. Es gibt deshalb auch keine einzelne systematische, geschweige denn eine erschöpfende Datensammlung zu großen Einkommen und Vermögen, so dass die folgenden Zahlen aus verschiedenen Quellen mit unterschiedlichen Erhebungszeitpunkten stammen und zumeist in DM erfolgen.
Angesichts der erkennbaren Reichtumskonzentration liegt es nahe, etwa die Zahl der Millionäre als Konzentrationsmaßstab heranzuziehen. Immerhin weist die jüngste Datenquelle, die bundesdeutsche Lohn- und Einkommensstatistik für das Jahr 1995, 21.002 Personen und damit 0,08 % aller Steuerpflichtigen als Einkommensmillionäre aus. Diese verhältnismäßig kleine Gruppe hatte einen Anteil an den Gesamteinkünften von 3,4 %. Dieser Anteil war somit höher als jener von 3,3 %, der auf die rund 5,2 Millionen Steuerpflichtigen entfiel, deren Jahreseinkommen unter 20.000 DM lag.

Diese Angaben lassen eine deutliche Konzentration erkennen, erlauben aber noch keine Antwort auf die Frage, wer wie viel warum erhält. Eine klarere Vorstellung über die Einkommensverhältnisse lässt sich schon durch eine quantitative Definition von ‚reich‘ gewinnen: So zieht Ernst-Ulrich Huster die Reichtumsgrenze jenseits des doppelten durchschnittlichen Haushaltsäquivalenzeinkommens - in Anlehnung an die Erfassung von Armut, deren Grenze durch die Hälfte des gewichteten durchschnittlichen Einkommens markiert ist.
Nimmt man diese Kriterien als definitorische Richtschnur, ergibt sich für das erste Halbjahr 1998, dass in den rund 36,8 Millionen Haushalten das (ungewichtete) durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen bei 5.020 DM pro Monat lag. Rund 2,75 Millionen Haushalte (also 7,45 % oder jeder 13. Haushalt) bezogen 1998 ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen zwischen 10 000 und 35 000 DM und können damit als reich bezeichnet werden. (...)

Einer Berechnung des Magazins Forbes zufolge nahm die Bundesrepublik bei der Zahl der Milliardäre im Jahre 1991 den dritten Platz ein. Die USA hatten in absoluten Zahlen doppelt so viele Milliardäre wie Deutschland oder Japan, Deutschland wies dafür eine etwas höhere Konzentration von Milliardären pro Bevölkerungseinheit auf als die USA und Japan, wird aber erwartungsgemäß von Hongkong und der Schweiz übertroffen.

Im Unterschied zu Japan weisen die deutschen Milliardäre bedeutend mehr Kontinuität und unternehmerische Macht auf: Mehr als die Hälfte datieren ihren Familienreichtum auf die Zeit vor 1945 zurück und immerhin sechs von ihnen auf die Zeit vor 1800. Als eigentliches Sprungbrett dieser Familienreichtümer erwies sich in den meisten Fällen die Industrialisierung Deutschlands in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die deutsche Vermögenssteuerstatistik verzeichnet für das Jahr 1993 130 944 natürliche Personen von insgesamt 1 132 683 Vermögenssteuerpflichtigen, die ein Rohvermögen von mehr als einer Million DM deklarierten. Davon gaben 87 Personen ein Vermögen von 200 und mehr Millionen DM an.“
(Nollmann, Gerd; Strasser, Hermann 2002: Armut und Reichtum in Deutschland. In: Aus Politik und Zeitgeschichte B 29-30, S. 22ff.)

Sind Reiche zufriedener?

„Eine objektiv gute Versorgung muss sich nicht zwangsläufig in den Einstellungen und dem subjektiven Wohlbefinden der Betroffenen widerspiegeln. Die Vorstellungen über ein ‚sehr gutes‘ Einkommen sind in starkem Maße von der tatsächlichen Einkommenssituation abhängig. Mit steigender Einkommensposition steigt auch das Anspruchsniveau. In der höchsten Einkommensgruppe liegt der entsprechende Wert mit über 10.000 DM in den alten und 9.000 DM in den neuen Bundesländern jeweils mehr als dreimal so hoch wie in der untersten Einkommensgruppe.

Die tatsächlichen Haushaltseinkommen werden in allen Einkommensgruppen von der Erwartung an ein ‚sehr gutes‘ Einkommen übertroffen. Die Differenz ist in der untersten Einkommensgruppe - trotz bescheidenerer Ansprüche - am stärksten ausgeprägt. In der höchsten Einkommensgruppe wird die Höhe eines ‚sehr guten‘ Einkommens in Westdeutschland bei 130 Prozent und in Ostdeutschland sogar bei 160 Prozent des tatsächlichen Haushaltsnettoeinkommens angesiedelt.
In Ostdeutschland bewegen sich die Vorstellungen von einem ‚sehr guten‘ Einkommen zwar auf einem geringeren Niveau als in Westdeutschland, allerdings ist - mit Ausnahme der niedrigsten Einkommensgruppe - der Abstand zum eigenen Haushaltseinkommen größer.
Zufriedenheitsbewertungen einzelner Lebensbereiche oder des Lebens insgesamt können als das Ergebnis von Vergleichs- und Anpassungsprozessen bezüglich der objektiven Lebensbedingungen gesehen werden. Sie werden im Sozio-ökonomischen Panel anhand einer Skala von 0 ‚ganz und gar unzufrieden‘ bis 10 ‚ganz und gar zufrieden‘ gemessen. Bei der Zufriedenheit mit dem Haushaltseinkommen zeigt sich ein enger Zusammenhang mit der Einkommenshöhe.
In Westdeutschland liegt der Durchschnitt bei Personen oberhalb der 200-Prozent-Schwelle mit 8,1 vergleichsweise hoch. Der Abstand zur untersten Einkommensgruppe beträgt fast 4 Skalenpunkte. In Ostdeutschland findet man nahezu die gleiche Zufriedenheitsdistanz zwischen den beiden Einkommenspositionen, allerdings auf einem niedrigeren Zufriedenheitsniveau. Hier geht die größere Distanz zwischen den tatsächlichen Einkommen und den Anspruchsniveaus, die an westdeutschen Standards orientiert sind, in die Bewertung ein.

Die Längsschnittanalyse zeigt, dass Personen, die sich dauerhaft in der höchsten Einkommensposition befinden, auch die höchste Einkommenszufriedenheit aufweisen. Zumindest im hohen Einkommensbereich scheint somit die allmähliche Anpassung des Anspruchsniveaus an das faktisch hohe Einkommen die Zufriedenheit mit dem Einkommen nicht zu beeinträchtigen.
Auch die Zufriedenheiten mit dem Lebensstandard und der Arbeit variieren mit der Einkommenshöhe, wenn auch weniger stark als die Einkommenszufriedenheit. Bezüglich der allgemeinen Lebenszufriedenheit, in die als summarisches Zufriedenheitsmaß auch Bewertungen für viele andere Bereiche, wie z.B. Familie und Partnerschaft eingehen, ist der Zusammenhang mit der Einkommensposition weniger deutlich. Die Differenz von der höchsten zur niedrigsten Einkommensgruppe beträgt hier noch 1,6 Skalenpunkte in den alten und 1 Skalenpunkt in den neuen Bundesländern. Eine hohe Einkommensposition erweist sich hier als ein Faktor unter vielen, der die Lebenszufriedenheit bestimmt.“
(Weick, Stefan 2000: Wer zählt zu den „Reichen“ in Deutschland? Sozioökonomische Merkmale der Bezieher von Einkommen oberhalb der 200-Prozent-Schwelle, S. 3f.)

Literatur und Links

Links zum Thema Armut und Reichtum

Downloadbare Dokumente

  • Böhnke, Petra 2002: Armut und soziale Ausgrenzung im europäischen Kontext. Politische Ziele, Konzepte und vergleichende empirische Analysen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte B 29-30, S. 29-38. Online-Version
  • Bundesregierung 2002: Bericht der Bundesregierung zur Berufs- und Einkommenssituation von Frauen und Männern, Berlin. pdf-Datei, 233kb
  • Bundesregierung 2001a: Lebenslagen in Deutschland. Der erste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, Berlin. pdf-Datei, 1682kb
  • Bundesregierung 2001b: Lebenslagen in Deutschland. Daten und Fakten. Materialband zum ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, Berlin. pdf-Datei, 1325kb
  • Fitzenberger, Bernd / Wunderlich, Gaby 2000: Gender wage differences in West Germany. A cohort analysis, Mannheim: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung. pdf-Datei, 1538kb
  • Nollmann, Gerd; Strasser, Hermann 2002: Armut und Reichtum in Deutschland. In: Aus Politik und Zeitgeschichte B 29-30, S. 20-28. Online-Version
  • Statistisches Bundesamt 2002b: Datenreport 2002, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. Möglichkeit zum Download

Literatur

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  • Böhnke, Petra / Delhey, Jan 2001: Lebensstandard und Einkommensarmut. Plädoyer für eine erweiterte Armutsforschung. In: Barlösius, Eva / Ludwig-Mayerhofer, Wolfgang (Hrsg.): Die Armut der Gesellschaft, Opladen: Leske und Budrich, S. 315-335.
  • Böhnke, Petra 2002: Armut und soziale Ausgrenzung im europäischen Kontext. Politische Ziele, Konzepte und vergleichende empirische Analysen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte B 29-30, S. 29-38. Online-Version
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  • Büchel, Felix / Trappe, Heike 2001: Die Entwicklung der Einkommensposition kinderreicher Familien in Deutschland. In: Zeitschrift für Familienforschung 13, Heft 2, S. 5-28.
  • Bundesregierung 2002: Bericht der Bundesregierung zur Berufs- und Einkommenssituation von Frauen und Männern, Berlin. pdf-Datei, 233kb
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  • Bundesregierung 2001b: Lebenslagen in Deutschland. Daten und Fakten. Materialband zum ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, Berlin. pdf-Datei, 1325kb
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  • Katzenstein, Bernd / Jähnig, Markus 2001: Die Deutschen und ihr Geld. Einkommen, Vermögen und Alterssicherung, Köln: Deutsches Institut für Altersvorsorge.
  • Klocke, Andreas 2000: Methoden der Armutsmessung. Einkommens-, Unterversorgungs-, Deprivations- und Sozialhilfekonzept im Vergleich. In: Zeitschrift für Soziologie 29, S. 313-329.
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  • Krämer, Walter 2000: Armut in der Bundesrepublik. Zur Theorie und Praxis eines überforderten Begriffs, Frankfurt am Main: Campus.
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  1. Seit dem 1. Januar 2005 wird das Sozialhilferecht im Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) geregelt.
  2. 2001, 2005, 2008 und 2013 hat die Bundesregierung Armuts- und Reichtumsberichte vorgelegt.