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Angelika Nußberger

Artikel vom 16.01.2015

Foto: Christoph Rau

Prof. Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger ist Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und erhielt 2015 den Schader-Preis.

Prof. Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger

Prof. Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger, geboren 1963, ist Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg und Direktorin des Instituts für osteuropäisches Recht und Rechtsvergleichung der Universität zu Köln.

Sie studierte in München Slawistik und Rechtswissenschaft und absolvierte dort ihr Erstes, in Heidelberg ihr Zweites Juristisches Staatsexamen. Sie wurde in Würzburg mit einer Arbeit über das sowjetische Verfassungsrecht in der Übergangszeit promoviert, hat sich nach einem Forschungsaufenthalt in Harvard und nach einer Referententätigkeit am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht 2002 in München mit einer Arbeit über die Sozialstandards im Völkerrecht habilitiert.

Im selben Jahr 2002 wurde Angelika Nußberger zur Professorin an die rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln berufen. 2010 war sie Prorektorin der Universität zu Köln. Vor ihrer richterlichen Tätigkeit war sie Mitglied verschiedener internationaler Organisationen und Beratungsgremien, die sich insbesondere der Entfaltung des Sozialrechts und der Menschenrechte in Europa und im Völkerrecht widmen. 2010 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Staatlichen Universität Tiflis verliehen.

Seit 2011 ist Angelika Nußberger Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. 2015 erhielt sie den Schader-Preis zugesprochen, der im Mai 2015 verliehen wurde. Ihr Vortrag zur Preisverleihung am 28. Mai 2015 im Schader-Forum trug den Titel „Menschenrechte als universelles Navigationssystem?“

Im Rahmen des Business Ethics Summit 2016 des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik (DNWE) hielt Angelika Nußberger einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Globale Menschenrechte und Solidarität“.