DTdT26 | Zukunft Ortsränder - Visionen für die ländlichen Räume
Artikel vom 20.08.2026
Ortsränder bleiben in baukulturellen Fragestellungen oft unbeachtet. Dabei liegt gerade dort ein großes, bislang ungenutztes Potenzial für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung.
Beginn: 29.09.2026 | 12:00 Uhr
Ende: 29.09.2026 | 13:30 Uhr
Ort:
Schader-Stiftung | Goethestr. 2 | 64285 Darmstadt
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Hintergrund
Ländliche Räume stehen unter wachsendem Veränderungsdruck. Flächenverbrauch, der Rückgang landwirtschaftlicher Flächen, Biodiversitätsverlust sowie die Anforderungen von Klimaschutz und -anpassung manifestieren sich hier auf besondere Weise. Während die historischen Ortskerne von ländlichen Kommunen dank entsprechender Förderung häufig Gegenstand einer aktiven Auseinandersetzung mit baukulturellen Fragestellungen sind, bleiben die Ortsränder, jene gebaute Entwicklungsschicht der letzten 50 Jahre, als Übergangszonen zwischen Siedlung und Landschaft meist unbeachtet. Dabei liegt gerade dort ein großes, bislang ungenutztes Potenzial für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung.
Studie: Zukunft Ortsränder
Das Dialogforum basiert auf der Studie „Zukunft Ortsränder – Visionen für die ländlichen Räume Baden-Württembergs", dem Ergebnis von viereinhalb Jahren transformativer und anwendungsorientierter Forschung zu Baukultur in den ländlichen Räumen Baden-Württembergs am Städtebau-Institut Stuttgart unter der Leitung von Prof. Dr. Martina Baum. Die Studie versteht Baukultur als die Gesamtheit der vom Menschen gestalteten Umwelt – visuell sichtbar, räumlich erlebbar und damit unmittelbar verknüpft mit den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Zielvorstellungen einer zeitgenössischen Gesellschaft. Auf dieser Grundlage analysiert sie das baukulturelle Potenzial ländlicher Kommunen und entwickelt eine kontextsensible Planungsstrategie.
Dialogforum
Die entwickelte Strategie ist auf den Dialog mit der Gesellschaft angewiesen, um anwendbar zu bleiben und kontinuierlich fortgeschrieben zu werden. Sie ist bewusst so angelegt, dass sie unabhängig vom fachlichen Hintergrund zugänglich bleibt, und stärkt damit den wechselseitigen Transfer zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischer Erfahrung. Das Format lädt Bürgerinnen und Bürger, kommunale Vertreterinnen und Vertreter, Fachplanung, Verwaltung und Akteurinnen und Akteure der Landwirtschaft gleichermaßen ein, sich an dieser Aushandlung zu beteiligen.
Das Dialogforum will damit nicht nur Forschungsergebnisse vermitteln, sondern einen Raum öffnen, in dem Wissenschaft und Praxis gemeinsam über die Zukunft unserer Ortsränder nachdenkt, Visionen verhandelt und damit konkret die zukünftige Baukultur ländlicher Räume weiterentwickelt.
Ansprechpartnerin ist Lena Koch.

