DTdT26 | Ästhetik nachhaltiger Baukultur - oder auch: braucht man das?
Artikel vom 07.09.2026
Wie kann nachhaltige Stadtentwicklung mehr sein als Regulierung, Messbarkeit und Vernunft? Der Impulsvortrag zeigt, warum Ästhetik und gestalterische Möglichkeitsräume entscheidend dafür sein können, ökologische und soziale Transformation gesellschaftlich tragfähig zu machen.
Beginn: 28.09.2026 | 10:00 Uhr
Ende: 28.09.2026 | 11:00 Uhr
Ort:
Schader-Campus | Goethestr. 1-2 | 64285 Darmstadt
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Ästhetik der Baukultur
Darmstadts Mathildenhöhe ist Weltkulturerbe. In dem Gesamtkunstwerk der Mathildenhöhe sollten Lebensweise und künstlerischer Ausdruck einer frühindustriellen Gesellschaft zu einer Einheit finden. Das städtebauliche Ensemble gilt sowohl Darmstädter Politikern als auch vielen Menschen in der Stadt als identitätsstiftend.
Doch welchen Wert haben Ästhetik und die Idee des Gesamtkunstwerkes heute? Rationalität, Messbarkeit, Berechenbarkeit und Regulierung sind prägende Größen unserer spätmodernen Gesellschaft zu deren großen Aufgaben die nachhaltige Transformation gehört. Ästhetik wird - anders als auf der Mathildenhöhe - wenig Gewicht zuerkannt. Gerade diese prägenden Größen geraten aber zunehmend an die Grenzen der Akzeptanz, wie zum Beispiel das Debakel um das Heizungsgesetz auf Bundesebene, oder auch der Protest der Darmstädter gegen die - ökologisch sinnvolle - Eingrenzung von Parkraum in den Quartieren gezeigt haben.
Es stellt sich die Frage, wie kommen wir über Rationalität und Regulation hinaus zu mehr ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit? Im Impulsvortrag wird die These vertreten, dass nachhaltige Stadtentwicklung auf ästhetische Möglichkeitsräume angewiesen ist. Ästhetik wird dabei nicht als zugefügtes äußeres Merkmal verstanden sondern als integraler Bestandteil jeglicher Entwicklung, die lange beginnt, bevor Architekt*innen oder Designer*innen ins Spiel kommen und in der Nutzung fortgesetzt wird.
Ansprechpartnerin seitens der Schader-Stiftung ist Özlem Eren.

