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Kongress „Warum Netzwerkforschung?“

Artikel vom 14.01.2020

Die Netzwerkforschung widmet sich der Analyse von Beziehungsstrukturen. Damit fokussiert sie auf einen für viele Wissenschaftsdisziplinen zentralen Aspekt zum Beschreiben und Verstehen sozialer Prozesse und Zusammenhänge.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 02.03.2020 | 15:00 Uhr

Ende: 04.03.2020 | 15:30 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestr. 2 | 64285 Darmstadt
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Warum Netzwerkforschung? Was kann sie besser als andere Ansätze?

Ihr Fokus auf die Analyse von Beziehungsstrukturen alleine wäre schon Grund genug, sich mit der Netzwerkforschung zu beschäftigen. Allerdings wollen wir auf dem Kongress genauer hinsehen und fragen, was die Netzwerkforschung kann und was sie besser als andere Forschungsansätze kann. Zahlreiche wissenschaftliche Fragestellungen lassen sich mit Hilfe der Netzwerkperspektive genauer untersuchen und werden erst durch die Netzwerktheorie erklärbar. Andere Fragen lassen sich überhaupt erst durch die „Netzwerkbrille“ erkennen und bearbeiten.  

Die Netzwerkforschung nimmt für sich in Anspruch, eine eigenständige Forschungsperspektive einzunehmen. Dies gelingt aber nur in Kombination mit anderen Forschungszugängen. Die konkrete Klärung dieser Verhältnisse steht jedoch bislang weitgehend aus. Wie also ist das Verhältnis der klassischen quantitativen oder auch der interpretativen qualitativen Forschung zur relationalen Perspektive der Netzwerkforschung? Wie ist das Verhältnis der Netzwerktheorie zu anderen Ansätzen? Die relationale Perspektive erklärt theoretisch viel mehr als die Netzwerkforschung empirisch aufklären kann. Was müsste die Netzwerkforschung besser machen, um auf die Höhe des Erklärungsvorsprungs zu gelangen? Wo liefert die Empirie Ergebnisse, die nicht mit den vorhandenen Theorien zu erklären sind? Wo liegen Entwicklungspotentiale des Forschungsgebietes brach? Welchen zusätzlichen Nutzen bringt die Perspektive der Netzwerkforschung für die Praxis?

Diesen Fragen widmet sich dieser Kongress, den Schader-Stiftung und Deutsche Gesellschaft für Netzwerkforschung (DGNet) gemeinsam veranstalten. Die Veranstaltung findet zum dritten Mal seit 2014 statt und ist zum größten Treffen zur Netzwerkforschung im deutschsprachigen Raum herangewachsen.

Der Netzwerkkongress umfasst erstmals eigene Sessions der Arbeitskreise der DGNet. So organisiert der AK Qualitative Methoden der Netzwerkforschung mehrere Forschungswerkstätten, in denen der Schwerpunkt auf der kollegialen gemeinsamen Arbeit am eingebrachten Material liegen soll. Der AK Stadt, Land, Netzwerke veranstaltet zwei Werkstattgespräche, in deren Fokus die räumliche Dimension persönlicher Netzwerke sowie lokales politisches Engagement stehen. Der AK Organisatorische Netzwerkforschung widmet sich der Erforschung und Bildung sozialer Netzwerke in und zwischen Organisationen, der AK Netzwerke und Soziale Arbeit den Praxisfeldern der Sozialen Arbeit und Pädagogik. Beide AKs präsentieren in ihren Sessions zu diesen Themen Kurzvorträge und Diskussionsimpulse.  Der AK Soziale Netzwerke und Gesundheit gibt in kompakter Form einen Einblick in seine Aktivitäten und Themen. In einem Offenen Format am Dienstagabend wird es zudem die Gelegenheit für die Kongressteilnehmerinnen und –teilnehmer geben, in Gesprächsrunden von ihnen selbst vorgeschlagene Themen zu diskutieren.

Mit solchen Fragen werden sich die Plenarvorträge des Kongresses auseinandersetzen.

Das detaillierte Programm des Kongresses steht in der rechten Spalte zum Download bereit.