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Call: Nachbeben. Zehn Jahre Finanzkrise und ihre Auswirkungen in Deutschland und Europa

Artikel vom 06.10.2017

Zehn Jahre nach dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise ist es an der Zeit, deren mittel- und langfristige Auswirkungen in den Blick zu nehmen. Auf der Tagung „Nachbeben“ sollen die politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen der Krise in Deutschland und Europa, ihre Auswirkungen auf einzelne Politikfelder, ihre wirtschaftlichen Implikationen und die Folgen für das europäische Mehrebenensystem debattiert werden. Beitragsvorschläge erbeten bis zum 31. Oktober 2017.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 22.02.2018 | 11:00 Uhr

Ende: 23.02.2018 | 16:00 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestr. 2 | 64285 Darmstadt
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Zehn Jahre Finanzkrise und ihre Auswirkungen

Auch zehn Jahre nach dem Bankrott der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008, der den Ausbruch der weltweiten Finanzkrise markiert, sind die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise weiterhin zu spüren. Die wirtschaftlichen Einschnitte in Deutschland scheinen zwar weitestgehend überwunden, doch Länder wie Spanien und Griechenland haben noch immer mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen zu kämpfen. In allen entwickelten Industrienationen hatte die Finanzkrise nachhaltige politische Konsequenzen, wie den Aufstieg neuer politischer Koalitionen oder tiefgreifende Reformen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Und für den stabilen Erhalt der Eurozone gibt es zwar viele Vorschläge, aber keine politische Einigkeit.

Die unmittelbaren Folgen der Finanzkrise sind in Politik- und Wirtschaftswissenschaft bereits umfassend diskutiert worden. Diese Tagung widmet sich hingegen den mittel- und langfristigen Auswirkungen der Krise. Zehn Jahre danach wollen wir Bilanz ziehen: Welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Implikationen der Finanzkrise sind in Deutschland und Europa zu beobachten? Dabei sollen sowohl die Auswirkungen der Finanzkrise auf individuelle Einstellungen und Wahrnehmungen in den Blick genommen werden, als auch die Entwicklungen auf nationalstaatlicher Ebene, etwa bezogen auf politische Veränderungen oder gesellschaftliche Umbrüche. Auch nach den mittel- und langfristigen Auswirkungen der Finanzkrise auf einzelne Politikfelder soll gefragt werden, wie etwa Arbeitsmarktpolitik, Finanzpolitik, Steuerpolitik, Sozialpolitik oder Bankenregulierung. Gleichfalls diskutiert werden sollen die im Zusammenhang mit der Finanzkrise stehenden Entwicklungen im europäischen Mehrebenensystem.

Ziel der Tagung ist die Zusammenführung wissenschaftlicher und praktischer Perspektiven, um so zu einem tieferen Verständnis der andauernden Folgen der Finanzkrise zu gelangen. Sie wird gemeinsam veranstaltet von der Sektion „Politische Ökonomie“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und der Schader-Stiftung. Die Fachtagung findet statt am Donnerstag/Freitag, den 22./23. Februar 2018 im Schader-Forum, Darmstadt.

Aufruf zur Beteiligung

Gesucht werden insbesondere Beiträge, die Fragestellungen aus den folgenden Themenkomplexen diskutieren:

  • Wie beeinflusst die Finanzkrise mittel- und langfristig individuelle Einstellungen, etwa bezogen auf Wahlverhalten oder subjektive Unsicherheiten und Gerechtigkeitsvorstellungen?
  • Welche Politikfelder haben sich über die kurzfristigen Folgen hinaus nachhaltig gewandelt? Inwieweit verändern sich übergeordnete Ziele und Grundannahmen?
  • Inwieweit lassen sich Verschiebungen in Macht- und Akteurskonstellationen beobachten?
  • Wie begünstigen oder erschweren verschiedene institutionelle und polit-ökonomische
    Voraussetzungen die nationalstaatliche Problemlösungsfähigkeit?
  • Welche Ideen und Institutionen haben sich in der Krise bewährt und sind in anderen Kontexten oder Ländern übernommen worden und mit welchen Implikationen?
  • Inwieweit hat sich die Rolle und die Wahrnehmung Deutschlands in Europa und der Welt durch die Finanzkrise verändert?
  • Welche Folgen hat die Finanzkrise für Politik, Institutionen und Stabilität der Europäischen Union?

Einreichungen, die sich mit anderen Aspekten der Finanzkrise befassen, sind ebenfalls willkommen.

Wir freuen uns auf Beitragsvorschläge aus Wissenschaft und Praxis. Die Tagung richtet sich sowohl an thematisch einschlägig Forschende der Politikwissenschaft und anderer gesellschaftswissenschaftlicher Disziplinen als auch an Praktiker, insbesondere aus dem Finanzbereich. Nachwuchswissenschaftlerinnen
und Nachwuchswissenschaftler fordern wir besonders zur Einreichung von Beitragsvorschlägen auf. Das Tagungsprogramm soll vielfältige Formen des Dialogs ermöglichen, neben klassischen Vortragspanels sind daher auch interaktive Formate wie Dialog-Cafés oder Round Tables geplant. Mithin sind Vorschläge für kurze Impulse ebenso willkommen wie Vorschläge für längere Beiträge.

Die Tagungssprache ist deutsch. Nicht-Muttersprachler sind herzlich eingeladen, in englischer Sprache vorzutragen und zu diskutieren.

Ihren Beitragsvorschlag senden Sie bitte bis zum 31. Oktober 2017 an colette.vogeler@tubraunschweig.
de. Über die Zusammensetzung des Programms wird Anfang Dezember informiert.


Veranstaltungsorganisation
Dr. Colette Vogeler, Technische Universität Braunschweig
colette.vogeler@tu-braunschweig.de

Dr. Laura Seelkopf, European University Institute, Fiesole
laura.seelkopf@eui.eu

Dr. Tobias Robischon, Schader-Stiftung
robischon@schader-stiftung.de