Film im Forum: „Der lange Februar"
Artikel vom 31.07.2026
Im Rahmen von „LETsDOK 7. Hessische Dokumentarfilmtage“ zeigt die Schader-Stiftung den Film „Der lange Februar“. Im Anschluss findet ein Gespräch mit u. a. dem Regisseur Michael Stadnik statt.
Beginn: 24.09.2026 | 18:00 Uhr
Ende: 24.09.2026 | 21:00 Uhr
Ort:
Schader-Forum | Goethestraße 2 | 64285 Darmstadt
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Der lange Februar
Der Dokumentarfilm „Der lange Februar“ von Michael Stadnik dokumentiert den russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 und die darauffolgende Besatzung von Butscha. Eine der dokumentierten Geschichten handelt vom Chor der St.-Andrij-Kirche; russische Soldaten töteten einen Sänger, sowie seine gesamte Familie und Nachbarn. Der Film erzählt u.a. die tragische Geschichte hinter den Morden – und wie Überlebende der Familie heute mit dem Trauma leben müssen. Der Film zeigt zudem die bisher unbekannte Geschichte eines ukrainischen Polizisten, der noch während der russischen Besatzung in Butscha Dienst tat.
Über fast drei Jahre hinweg recherchierte und sichtete Regisseur Michael Stadnik Privataufnahmen, die sehr persönliche Perspektiven des Alltags unter Gewalt, der Angst und der Okkupation auf unmittelbare Weise zeigen. Über seine persönliche Verbindung in die Ukraine – Stadnik hat Verwandte in der Nachbarstadt Butschas – ermöglicht der Film einen einzigartigen Blick auf die Realität unter der russischen Besatzung.
Der Film führt eindringlich vor Augen, was auf dem Spiel steht, wenn demokratische Werte, Selbstbestimmung und Rechtsstaatlichkeit durch autoritäre Aggression bedroht werden. Im Kontext der World Design Capital Rhein-Main 2026 verdeutlicht die Geschichte der Menschen in Butscha den Kern des WDC-Mottos „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“: Demokratie ist mehr als eine Staatsform – sie ist die Grundvoraussetzung für ein Leben in Sicherheit, Würde und Freiheit. Die Geschichte der Menschen in Butscha steht exemplarisch für den Widerstand einer Zivilgesellschaft, die ihre Freiheit unter extremen Bedingungen verteidigt.
Die Schader-Stiftung zeigt den Film in Kooperation mit den Hessischen Dokumentarfilmtagen im Rahmen der 7. Dokumentarfilmtage LETsDOK. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion mit dem Regisseur Michael Stadnik sowie der Politikwissenschaftlerin Dr. Anja Mihr und Dr. Stefan Meister, Leiter des Zentrums für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und Zentralasien der DGAP, statt. Wir beleuchten, welche Verantwortung gefestigten Demokratien beim Schutz der Menschenrechte zukommt und wie zivilgesellschaftliche Courage und Rechtsstaatlichkeit auch in Zeiten des Krieges bewahrt werden können. Das Podium wird moderiert von Dr. Kirsten Mensch, Schader-Stiftung. Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist für alle Interessierten möglich, der Eintritt ist frei.
Ihre Ansprechpartnerin ist Dr. Stella Lorenz.
Die Veranstaltung ist Teil der Hessischen Dokumentarfilmtage.
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