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Das Erleben der Anderen

Artikel vom 08.05.2020

Foto: shutterstock

Die Hölle und wie man sie plant. Ein Blogbeitrag von Alexander Gemeinhardt. 

Abgedunkelter Raum, Kopfhörer auf, den Bildschirm im Blick.

Ja nichts verpassen, Notizen machen. Die sprechenden Menschen sehen, nicht sehen. Lauschen. Stundenlang Unbeteiligter bleiben und dennoch alles hören. Schlüsse ziehen, Erkenntnisse zusammenpuzzeln. Abends Licht aus. Durchatmen. Hinaus in die Welt. – Schreiben wir das Jahr 1984 und sehen eine Szene aus dem Film „Das Leben der Anderen“ (2006) oder das Jahr 2020 und erleben den anderen Alltag unter dem Corona-Shutdown?

Als der Kleine Konvent (Wissenschaftlicher Beirat) der Schader-Stiftung im Herbst 2019 das Konventsthema „Das Erleben der Anderen“ für 2020 festlegte, da sah man sich noch im real life. Zu gewissen Gelegenheiten gab man Menschen die Hand, begrüßte sich mit einer Umarmung, saß beieinander, fiel sich überschwänglich ins Wort und schäkernd in den Arm und prostete sich zu. Der Andere war da, präsent, lebendig, nah und manchmal auch nervig.

Trotzdem möchte man heute annehmen, dass Jean-Paul Sartre Optimist war, als er in der „Geschlossenen Gesellschaft“ Garcin proklamieren ließ: „L’enfer, c’est les autres.“ Wenn da doch wenigstens jemand wäre; eine Andere, ein Anderer. Nun im Frühjahr gehen wir auf den Großen Konvent 2020 zu, der im November sicher anders werden wird als vor einem Jahr gedacht. Wir planen also das Unplanbare. Und suchen Andere, die mitdenken, die noch nicht oder nicht mehr vorkommen. Nicht die üblichen Verdächtigen; „nicht die bekannten Unbekannten, sondern die unbekannten Unbekannten“, wie mein Kollege und Freund Christof Eichert wohl pointiert formulieren würde.

Für sachdienliche Hinweise sind wir Euch dankbar! „Das Erleben der Anderen“ ist für uns noch lange nicht vorbei - auf Kommentare und Anregungen freuen wir uns. Oder enden wir mit Garcin? „Also - machen wir weiter.“

von Alexander Gemeinhardt

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