Naita Hishoono
Artikel vom 01.01.1970
Naita Hishoono ist Demokratie-Aktivistin und Politiksoziologin. Als Executive Director des Namibia Institute for Democracy (NID) leitet sie Initiativen zur Stärkung von Gemeinschaften, politischer Teilhabe und inklusiver Governance in Namibia und darüber hinaus.
Beim 14. Großen Konvent der Schader-Stiftung „Wie Demokratie leben“ hält Naita Hishoono die Keynote.
Naita Hishoono
Naita Hishoono wurde 1976 in Angola geboren, wo ihre Familie im Exil lebte. Im Zuge des namibischen Befreiungskampfes und nach Angriffen der südafrikanischen Armee auf SWAPO-Lager in Angola nahm die DDR im Rahmen eines “Solidaritätsprojekts” rund 470 namibische Kinder auf; unter ihnen Naita Hishoono. Mit der Unabhängigkeit Namibias und der zeitgleichen Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 musste Hishoono als 14-Jährige nach Namibia zurückkehren.
Heute lebt sie in Namibia und ist seit 2015 Executive Director des Namibia Institute for Democracy (NID), bei welchem sie bereits seit 2006 als Programmdirektorin gearbeitet hat. Zudem ist sie Mitglied des National Governing Council des African Peer Review Mechansim (APRM), ein freiwilliges Instrument der Afrikanischen Union zur Selbstüberwachung der Regierungsführung.
Als Autorin hat sie einen Beitrag in dem Buch „Koloniale Vergangenheit – postkoloniale Zukunft?“ von Henning Melber und Kristin Platt verfasst. Ebenfalls wirkte sie zusammen mit Henning Melber an dem Buch „Namibische Gedenk- und Erinnerungsorte. Postkolonialer Reisebegleiter in die deutsche Kolonialgeschichte“ von Bernd Hyelr mit.
Aktivistisch liegen ihre Schwerpunkte auf der Demokratieförderung, Bürgerbeteiligung, Dekolonialisierung und politische Teilhabe und Bildung, insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene.
Beim 14. Großen Konvent der Schader Stiftung „Wie Demokratien leben“ wird sie die Keynote halten.

