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Die subtile Gewalt der Dinge

Artikel vom 31.10.2012

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt (hier) und die Schader-Stiftung zeigen mit „Die subtile Gewalt der Dinge“ die elfte Ausstellung in der Reihe „Bilder gesellschaftlichen Wandels“. 

1. November 2012 - 27. Januar 2013

Das Hessische Landesmuseum schöpft für diese Präsentation wieder aus seinen zahlreichen und vielfältigen Beständen, um ein Thema zu diskutieren, das in verschiedenen Epochen sowohl in der Kunst als auch im gesellschaftlichen Diskurs immer wieder virulent ist: die Auseinandersetzung mit der dinglichen Umwelt des Menschen. In der Gattung des Stilllebens finden wir spätestens seit dem 17. Jahrhundert die Abbilder der Dinge, die Menschen vorfinden, gestalten, produzieren, kurz: in die Hand nehmen. Diese Darstellung der Dinge wurde mit unterschiedlichsten Bezügen moralischer, religiöser und philosophischer Art verbunden. Erst im 20. Jahrhundert nimmt die Kunst das „Ding an sich“ auf, stellt es so hin, wie es ist. Sie macht es zum Ausdrucksträger seiner selbst und entwickelt Fragen hinsichtlich seiner Wertigkeit und Funktion, nach seinem Einfluss auf unser Leben und zuweilen auch seiner Macht über uns.

Die Ausstellung konzentriert sich auf das 20. Jahrhundert und schlägt den chronologischen und thematischen Bogen von der Stellung des Stilllebens um 1900 bis zur Objektinstallation. Werke u.a. von Hans Purrmann, Alexander Kanoldt, Marcel Duchamp, Man Ray, Dieter Roth, Christian Boltanski und Konrad Klapheck zeigen, wie sich der Blick auf das „Ding“ im Laufe der Zeit verändert hat. Den Bezug zu unserer Gegenwart stellt der Frankfurter Künstler Karsten Bott her. In den Räumen der Galerie wird er circa 200 Alltagsobjekte installieren. Unter dem Titel „Von Jedem Eins, Umlaufend“ schreibt Bott dem einzelnen Massenprodukt eine individuelle Einzigartigkeit zu. Der Betrachter steht so vor dem Rätsel seiner alltäglichen Dingwelt.

Die Schader-Stiftung und das Hessische Landesmuseum Darmstadt bedanken sich bei allen Beteiligten für die Konzeption, Organisation und den Aufbau der Ausstellung. Prof. (em.) Helge Gerndt von der Ludwig-Maximilians-Universität München danken wir im Besonderen für seinen Katalogbeitrag wie auch Karsten Bott für sein Interview. Das museumspädagogische Begleitprogramm wird wieder zahlreiche Anregungen bieten. Nicht zuletzt ist es dieses Angebot, das den Diskurs über das „Ding“ in der Kunst mit der gesellschaftlichen Realität des Betrachters verbindet. Auch dafür unser herzlicher Dank.

Karsten Bott, “Von jedem eins”. Installation in der Galerie der Schader-Stiftung

Am 28.11. um 18.30 Uhr spricht der Künstler Karsten Bott über seine Installation in unserer Ausstellung Die subtile Gewalt der Dinge. In dem Künstlergespräch gibt der Künstler einen Einblick in seine Arbeit, dessen Grundllage das mittlerweile eine halbe Millionen Objekte umfassende Archiv für Gegenwarts-Geschichte ist.
Das Gespräch wird moderiert von Dr. Klaus-D. Pohl, Hessisches Landesmuseum Darmstadt.

Jugendliche als Kunstvermittler

Öffentliche Führungen, in denen fachkundige Erwachsene den Besuchern eine Ausstellung näher bringen, gehören zum bewährten Standardprogramm der Galerie der Schader-Stiftung. Dass sich Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren einer solchen Aufgabe widmen, ist hingegen nicht alltäglich.
In unserer aktuellen Ausstellung Die subtile Gewalt der Dinge werden 11 junge Menschen aus der Lichtenbergschule Darmstadt und der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule, Ober-Ramstadt an insgesamt vier Sonntagen in Dreier- und Viererteams die Besucher begleiten. Zie ist es, die eigene Altersgruppe und alle anderen Interessierten ungezwungen an moderne Kunst heranzuführen.

Termine sind am 4.11., 25.11., 9.12. und am 27.1. jeweils um 11.15 Uhr.