EN

Filtern Sie im Bereich "Themen"

Thema
  • Kommunikation und Kultur
  • Gemeinwohl und Verantwortung
  • Demokratie und Engagement
  • Vielfalt und Integration
  • Stadtentwicklung und Wohnen
  • Demographie und Strukturwandel

Zur Filterung muss mindestens ein Thema ausgewählt sein.

Fokus
Zeitraum
Was bewegt Sie?

Sie haben offene Fragen? Anregungen? Ideen?

Wir kommen gerne mit Ihnen ins Gespräch. Bitte hinterlassen Sie das, was Sie bewegt, im Schader-Dialog.

Szenario-Prozess: Nachhaltigere Chemie in Lederlieferketten

Artikel vom 12.02.2019

Welche Faktoren sind entscheidend dafür, wie sich die Lederindustrie und die Bedingungen für das Chemikalienmanagement in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter entwickeln? Und wie muss sich die Branche daher bereits heute strategisch aufstellen?

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 30.04.2019 | 10:30 Uhr

Ende: 30.04.2019 | 17:00 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestraße 2 | 64285 Darmstadt
In Google Maps öffnen

Szenario-Prozess: Nachhaltigere Chemie in Lederlieferketten

Am 15. Oktober 2018 diskutierten Akteure aus Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und den regulatorischen Behörden sowie Unternehmensvertreter und -vertreterinnen in einem s:ne-Workshop über die derzeitige Situation in der globalen Lieferkette für Lederprodukte, insbesondere in Bezug auf das Chemikalienmanagement. Ziel war es, sich einem gemeinsamen Verständnis hinsichtlich der Herausforderungen einer nachhaltigeren Chemie in der Herstellung von Leder-Produkten in den globalen Leder-Wertschöpfungsketten zu nähern.

Viele Unternehmen in den Lieferketten zu Leder-Erzeugnissen sind bestrebt, „nachhaltige Chemie“ in Prozessen und Produkten einzusetzen. Auch unterliegen sie zahlreichen Vorschriften zur Nutzung von chemischen Produkten, beispielsweise durch die REACH-Verordnung. Unternehmen haben somit ein Interesse daran, sich bereits heute so aufzustellen, dass sie ihre Pflichterfüllung gewährleisten können und sich durch vorausschauendes Handeln möglicherweise auch einen Geschäftsvorteil zu sichern. Doch was sind die maßgeblichen Faktoren, Bedingungen und Herausforderungen für ein erfolgreiches Chemikalienmanagement in den nächsten Jahren? Wie könnte die Nutzung von Chemikalien in der Lieferkette zu Lederprodukten im Jahr 2030 aussehen? Welche Rückschlüsse sind daraus für heute notwendige Entscheidungen zu ziehen?

Mithilfe eines Szenario-Prozesses sollten gemeinsam mögliche Zukunftsbilder innerhalb der Lederindustrie bis 2030 entwickelt werden. Eine kleine Gruppe aus Akteuren der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft identifizieren in einem systematischen Prozess im Laufe von drei intensiven Workshop-Tagen die komplexen Wirkungszusammenhänge und Zielkonflikte der verschiedenen Faktoren. In einer ersten Session sollte eine Identifizierung der Einflussfaktoren (und deren Wirkungsbeziehung) für die künftige Entwicklung der Lederbranche vorgenommen werden. Diese fand am 6. März 2019 statt. Die zweite Session, am 30. April 2019, widmet sich dem Entwurf von Entwicklungsperspektiven für die Einflussfaktoren (unter Berücksichtigung der Wirkungsbeziehungen) innerhalb einer nachhaltigen Lederchemie. In der dritten und somit letzten Session, am 21. Mai 2019, werden dann unterschiedliche Zukunftsszenarien erstellt, die bis zum Jahr 2030 eintreffen könnten. Geleitet wird der Szenario-Prozess durch Prof. Dr. Horst Geschka, der diese Methode entwickelt hat.

Im Anschluss an die Szenario-Prozesse ist geplant in eine breitere Diskussion überzugehen und mehr Akteure einzubeziehen. In größeren Workshops sollen die Erkenntnisse aus dem Szenario-Prozess vorgestellt und gemeinsam an Strategien und konkreten Lösungsschritten gearbeitet werden.

Die Veranstaltungsreihe findet im Rahmen des Projekts „Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung (s:ne)“ der Hochschule Darmstadt statt, das vom BMBF und dem Land Hessen über das Bund-Länder-Programm „Innovative Hochschule“ gefördert wird.

Es handelt sich um geschlossene Veranstaltungen. Eine Teilnahme ist nur auf Einladung möglich.