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Stadtentwicklung – elfte Denkwerkstatt „Herkunft-Ankunft-Zukunft“

Artikel vom 12.09.2019

Gegenstand der elften Denkwerkstatt „Herkunft-Ankunft-Zukunft“ sind stadtplanerische Perspektiven im Integrationsprozess. Stadtentwicklung versteht sich als aktiver Planungs- und Veränderungsprozess, der auch durch Migration vor neuen Herausforderungen steht. Was sind zentrale Aufgaben und Handlungsfelder, um Integration zu gestalten und welche Modelle für die räumliche Entwicklung von Region, Stadt und Quartier sind unter Zuwanderungsbedingungen erfolgversprechend für sozialen Zusammenhalt?

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 22.10.2019 | 17:00 Uhr

Ende: 22.10.2019 | 20:00 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestraße 2 | 64285 Darmstadt
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Stadtentwicklung

Die Vielfalt unserer Gesellschaft spiegelt sich in den Städten und Gemeinden vor Ort wider. In den Kommunen findet Integration statt, vor allem in den Quartieren prägt Diversität das nachbarschaftliche Zusammenleben und kann den Prozess von gelungener sozialer Integration durch gesellschaftliche Teilhabe stark beeinflussen. Gleichzeitig hat Migration umfassende Folgen für die räumliche und strukturelle Entwicklung von Städten, Gemeinden und Regionen. Als bedeutsamer Teil historischer Stadtentwicklung spielt Migration in kulturellen Erzählungen eher selten eine nennenswerte Rolle in der Eigenlogik von Städten. Im gegenwärtigen urbanen Diskurs wird Migration und der einhergehende gesellschaftliche Wandel von Politik und Verwaltungen zunehmend als Ressource kultureller Vielfalt betrachtet. Die harmonisch erzählte Geschichte von Zuwanderung wird in städteplanerischen Programmatiken scheinbar genau dann punktuell positiv gewertet, wenn in Aufwertungsprozessen von „diversen“ Quartieren gesprochen werden kann. Migration wird als Ressource und als Beitrag für eine weltgewandte Stadt erzählbar – aber wird Integration als Alltag wirksam?

Menschen mit Migrationsbiographie werden dann sichtbar gemacht, wenn ihre Existenz als produktiver Beitrag für die Stadt wahrgenommen wird. Beispielhaft dafür stehen ökonomische, aber auch kulturelle Prozesse wie beispielsweise in der Gastronomie. Unbequeme und unproduktive Episoden fallen aus dem Raster der Sichtbarkeit heraus, Abgrenzung und ausgrenzende Politiken werden selten Teil der Erzählung. Jedoch sind Städte wie Berlin und Frankfurt weitaus mehr als Standorte mit internationalem Flair und kosmopolitischer Attraktivität. Im Rahmen globaler Wanderungsbewegungen hat sich der internationale Standortwettbewerb der Städte nochmals verstärkt. Wie können Zuwanderer und ihre Positionen in Diskurse der Stadtentwicklung einbezogen werden? Wie sind Migrantenselbstorganisationen in die kommunalpolitische Praxis eingebunden? Wie kann Stadtentwicklungspolitik die Eigeninitiative und Selbstorganisation von eingesessenen Bewohnern und Zuwandererinnen als Grundlagen für Teilhabe und gleichberechtigtes Zusammenleben wirksam werden lassen? Welche zivilgesellschaftlichen Initiativen und informelle Kooperationen können dienlich sein? Wen überfordert dieser Prozess?