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Nachbeben. Zehn Jahre Finanzkrise und ihre Auswirkungen in Deutschland und Europa

Artikel vom 22.12.2017

Auch zehn Jahre nach dem Bankrott der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008, der den Ausbruch der weltweiten Finanzkrise markiert, sind deren politische und wirtschaftliche Auswirkungen weiterhin zu spüren. Diese Tagung widmet sich den mittel- und langfristigen Auswirkungen der Krise in Deutschland und Europa.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 22.02.2018 | 13:00 Uhr

Ende: 24.02.2018 | 15:30 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestr. 2 | 64285 Darmstadt
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Zehn Jahre später: Mittel- und langfristige Auswirkungen der Krise

Die wirtschaftlichen Einschnitte in Deutschland scheinen zwar weitestgehend überwunden, doch Länder wie Spanien und Griechenland haben noch immer mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen zu kämpfen. In allen entwickelten Industrienationen hatte die Finanzkrise nachhaltige politische Konsequenzen, wie den Aufstieg neuer politischer Koalitionen oder tiefgreifende Reformen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Und für den stabilen Erhalt der Eurozone gibt es zwar viele Vorschläge, aber keine politischeEinigkeit.

Die unmittelbaren Folgen der Finanzkrise sind in Politik- und Wirtschaftswissenschaft bereits umfassend diskutiert worden. Diese Tagung widmet sich hingegenden mittel- und langfristigen Auswirkungender Krise. Zehn Jahre danach wollen wir Bilanz ziehen: Welche politischen,wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Implikationen der Finanzkrise sind in Deutschland und Europa zu beobachten? Dabei sollen sowohl die Auswirkungender Finanzkrise auf individuelle Einstellungen und Wahrnehmungen in den Blick genommen werden, als auch die Entwicklungen auf nationalstaatlicher Ebene, etwa bezogen auf politische Veränderungen oder gesellschaftliche Umbrüche. Auch nach den mittel- und langfristigenAuswirkungen der Finanzkrise auf einzelne Politikfelder soll gefragt werden, wie etwa Arbeitsmarktpolitik, Steuerpolitik, Sozialpolitik oder Bankenregulierung. Gleichfalls diskutiert werden sollen die im Zusammenhang mit der Finanzkrise stehenden Entwicklungen im europäischenMehrebenensystem.

Ziel der Tagung ist auch die Zusammenführung wissenschaftlicher und praktischer Perspektiven, um so zu einem tieferen Verständnis der andauernden Folgen der Finanzkrise zu gelangen. Die Tagung wird gemeinsam veranstaltet von der Sektion „Politische Ökonomie“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und der Schader-Stiftung.