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Sommercamp 2019 – Echt kommunikativ?

Artikel vom 15.08.2019

Auch im Jahr 2019 wird es ein Sommercamp geben – diesmal zum Thema „Echt kommunikativ? Analoge und digitale Begegnungen im öffentlichen Raum“. Die Schader-Stiftung, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, der Deutsche Werkbund Hessen und die Akademie der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen werden zusammen junge Menschen aufrufen, sich für das viertägige Sommercamp zu bewerben.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 15.08.2019 | 12:00 Uhr

Ende: 18.08.2019 | 16:00 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestr. 2 | 64285 Darmstadt
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Kommunikation im öffentlichen Raum

Sowohl der Charakter öffentlicher Räume als auch die Gewohnheiten zwischenmenschlicher Kommunikation haben in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen erfahren. Öffentliche Räume zeichnen sich durch vielfältige Nutzungen aus. Gruppen eignen sich öffentliche Räume an, chillen dort oder bereichern sie mit Kunstprojekten, andere installieren Augmented-Reality-Technologien oder nutzen sie für Versammlungen jeglicher Art.

Wenn öffentliche Räume gestaltet, verändert, neu erfunden werden, ist dies zumeist Anlass intensiver Beteiligung engagierter Bürgerinnen und Bürger. Zugleich zeigen sich durch die Ökonomisierung vieler Flächen Tendenzen zur Ausgrenzung einzelner Gruppen. Auch Narrative der Stadt und ihrer Räume verändern sich. Das Internet kommt als virtueller Raum hinzu.

Zwischenmenschliche Kommunikation wandelt sich durch die Digitalisierung und die Möglichkeiten neuer Technologien, die insbesondere, aber nicht nur die jüngeren Generationen selbstverständlich nutzen. Nichtsdestotrotz bleibt der analoge Austausch mit „echten“ Begegnungen zwischen Menschen eine unverzichtbare Komponente für die Einzelnen und das Gemeinwesen.

Zielsetzung des Sommercamps

Ziel des Sommercamps ist es, in einer interdisziplinär zusammengesetzten Gruppe von Studierenden höherer Semester, jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie jungen Berufstätigen ein Dialogprojekt zum Thema „Echt kommunikativ? Analoge und digitale Begegnungen im öffentlichen Raum“ zu entwickeln.

Begleiterinnen und Begleiter beim Sommercamp

Die Teilnehmenden des Sommercamps werden begleitet von:

Silvia Haas ist Stadtentwicklungsplanerin im Stadtplanungsamt der Stadt Leipzig. Dort arbeitet sie für das Projekt „Leipzig weiter denken“. Als Koordinierungsstelle für Bürgerbeteiligung legt "Leipzig weiter denken" das Fundament für eine neue Beteiligungskultur: Sowohl über die Durchführung von Beteiligungsveranstaltungen, Befragungen und Online-Dialogen als auch durch eine beratende Funktion innerhalb der Stadtverwaltung. Einen Schwerpunkt bildet die Diskussion zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern, Akteuren, Fachleuten, Politik sowie der Wissenschaft zu aktuellen Themen nachhaltiger Stadtentwicklung. Ziel ist es, mithilfe von innovativen Methoden gemeinsam Lösungen zu finden, aber auch Zielkonflikte und Widersprüche in den verschiedenen Bereichen herauszuarbeiten. Zuvor war Silvia Haas von 2001 bis 2010 als Projektmanagerin beim Büro Planwerk in Nürnberg tätig, einem Büro, das in den Bereichen der Stadtplanung, Stadtentwicklung und des Stadtmarketings arbeitet. Sie ist im Vorstand der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) aktiv.

Jan Liesegang, geboren 1968, studierte Architektur in Berlin, Kopenhagen und an der Cooper Union School of Architecture in New York. Anschließend arbeitete er drei Jahre als Projektarchitekt für Sauerbruch Hutton Architects in Berlin. 1999 war er Mitgründer von raumlaborberlin. Heute beschäftigen sich interdisziplinäre Arbeitsgruppen des raumlabors weltweit mit zeitgenössischer Architektur, Städtewesen, Kunst und Forschung. Jan Liesegang hat von 2001 bis 2007 Architektur und Stadtplanung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart gelehrt. 2010 erhielt er von der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo ein einjähriges Forschungsstipendium. Ab 2014 unterrichtete er Masterklassen an der Bergen School of Architecture und seit 2017 ist er dort Professor für Städtewesen und Architektur.

Dr. habil. Anna-Lisa Müller, geboren 1981, ist Geographin sowie Soziologin. Sie forscht zu globalen städtischen Entwicklungen, der Rolle von Architektur für Gesellschaft und der Bedeutung von Kunst für die Konstitution öffentlicher Räume. Zudem untersucht sie die Lebensrealitäten internationaler Migrantinnen und Migranten sowie Merkmale postmigrantischer Gesellschaften. Sie forschte unter anderem als Fellow des Residenzprogramms „Scholars in Residence“ im Rahmen der Deutsch-Ägyptischen und Deutsch-Tunesischen Transformationspartnerschaft 2012/2013 des Goethe-Instituts und des KWI Essen zu der gesellschaftlichen Bedeutung von Öffentlichkeit und städtischen Räumen in Ägypten und Deutschland. Seit 2019 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Profillinie Migrationsgesellschaften an der Universität Osnabrück tätig. Müller studierte Soziologie, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Philosophie und Theoretische Sprachwissenschaft an den Universitäten Konstanz und der schwedischen Universität Växjö. 2013 promovierte sie an der Universität Bielefeld zu dem Thema „Green Creative Cities. Zur Gestaltung eines Stadttypus des 21. Jahrhunderts“. 2019 habilitierte sie an der Universität Bremen mit der Habilitationsschrift „Zwischen Hier und Dort. Internationale Migration, Ortsbindung und materielle Kultur“.

Hanna-Lena Neuser ist seit November 2015 Studienleiterin für die Themenfelder Jugend und Europa an der Evangelischen Akademie Frankfurt. Sie studierte Politikwissenschaft und Öffentliches Recht an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und an der Universität Trier. Anschließend war sie Praktikantin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, am Zentrum Innere Führung der Bundeswehr in Koblenz sowie im Landtag von Rio Grande do Sul, Porto Alegre Brasilien. Von 2004 bis 2006 arbeitete sie an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Vallendar und baute hier einen berufsbegleitenden MBA-Studiengang mit auf. Berufsbegleitend absolvierte sie einen Masterstudiengang der Erwachsenenbildung an der TU Kaiserslautern. Später arbeitete sie als Studienmanagerin an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing für den Studiengang Public Relations. Von 2012 bis zu ihrem Wechsel nach Frankfurt war sie Studienleiterin des Jungen Forums der Akademie Tutzing.

Weitere Informationen

Das Sommercamp 2019 wird vom 15. bis 18. August 2019 im Schader-Forum in Darmstadt stattfinden.

Der Aufruf zur Bewerbung findet sich im Downloadbereich.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!