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Runder Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt

Artikel vom 22.02.2017

Zur Identität der Wissenschaftsstadt Darmstadt tragen neben den drei Hochschulen und rund 40.000 Studierenden auch die diversen Institute und forschenden Unternehmen bei. Die Hausspitzen dieser Einrichtungen treffen sich regelmäßig auf Einladung der Schader-Stiftung zu einem Runden Tisch.

Runder Tisch

Fürth, Straubing, Darmstadt - erst drei Städte wurden mit dem Prädikat „Wissenschaftsstadt“ geadelt. Dabei kam Darmstadt 1997 die Vorreiterrolle zu. Zur Identität der Wissenschaftsstadt Darmstadt tragen neben den drei Hochschulen und rund 40.000 Studierenden auch die diversen Institute und forschenden Unternehmen bei. Die Hausspitzen dieser Einrichtungen treffen sich regelmäßig auf Einladung der Schader-Stiftung zu einem Runden Tisch. Die Idee zu dieser Begegnung der Verantwortlichen der Hochschulen, Institute, Einrichtungen und forschenden Unternehmen wurde im Gespräch zwischen dem Oberbürgermeister, dem Präsidenten der Technischen Universität und der Schader-Stiftung entwickelt. In einigen „Kamingesprächen“ im kleinsten Kreis sondierten die drei Partner Möglichkeiten, den Kontakt zwischen den wissenschaftlichen Akteuren zu vertiefen.

Meilensteine

Für die Entwicklung der „Wissenschaftsstadt Darmstadt“ seit der Namensgebung 1997 benennt der Oberbürgermeister drei Meilensteine: Die Organisation der TU Darmstadt als autonome Universität, die Implementierung des „Darmstadtium“ als Wissenschafts- und Kongresszentrum und die Errichtung des Schader-Forums als Stiftungszentrum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. In der Zukunft liegen derzeit zwei weitere Meilensteine im technischen Sektor: Die Errichtung der Forschungsanlage FAIR der Helmholtz Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) sowie der Ausbau der Weltraumforschung bei der ESA/ESOC (European Space Agency / European Space Operations Centre).

Trotz dieser Meilensteine und der konstitutiven Verortung der Wissenschaft in Darmstadt ist das öffentliche Profil aus Sicht der Partner „ausbaufähig": die Kenntnisse der bürgerlichen Öffentlichkeit und auch der neu nach Darmstadt berufenen Wissenschaftler sei rudimentär; viele Einrichtungen würden kaum wahrgenommen, obwohl sie einzigartig seien, wie zum Beispiel das PEN-Zentrum, die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die Akademie für Tonkunst oder das Deutsche Polen-Institut. Die Stadt Darmstadt sieht ihre strategische Verortung im geographischen Bezugsrahmen der Rhein-Main(-Neckar)-Region.

Ebenen des Dialogs

Innerhalb der vorbereitenden Kamingespräche ließen sich drei Wachstumsbereiche konkretisieren, auf denen ein Informationsdefizit erkennbar ist und die als Herausforderung für die Runden Tische gelten sollten.

  • Die Kommunikation unter den wissenschaftlichen Einrichtungen und ihren Vertretern und Spitzenvertretern; auch die wechselseitige Kenntnis der Aktivitäten zwischen den Hochschulen und innerhalb der Hochschulen.
  • Die Wahrnehmung einer bürgerschaftlichen Identität Darmstadts als Wissenschaftsstadt und Wissenschaftsstandort; dabei sowohl als Hochschulstandort wie auch als Ort exzellenter Forschung.
  • Die eigenständige und wiedererkennbare Wahrnehmung der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Umfeld, der Rhein-Main-Neckar-Region, in Hessen, in Deutschland und darüber hinaus.

Darmstadt werde nicht primär mit Wissenschaft assoziiert, obwohl die reine Zahl der rund dreißig wissenschaftlichen Einrichtungen, die Wirtschaftsfaktoren, die Forschungsleistungen und auch die Studierendenzahlen an sich (40.000 Studierende bei 150.000 Einwohnern) sowohl relativ als auch absolut die Bedeutung der Wissenschaft eindrücklich beschreiben.

Erster Runder Tisch (Februar 2014)

Am 13. Februar 2014 fand der erste Runde Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt statt, zu dem die Schader-Stiftung gemeinsam mit dem Präsidenten der Technischen Universität Darmstadt, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Jürgen Prömel, und dem Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Jochen Partsch, eingeladen hatte. Gastgeber waren das Hessische Landesmuseum Darmstadt und das Präsidium der Technischen Universität Darmstadt. Diese persönliche Einladung an die Leitungen der wissenschaftlichen Einrichtungen, der forschenden Unternehmen und der Hochschulen in Darmstadt bildet nach dem Wunsch der Einladenden den Auftakt zu einer Reihe von Begegnungen in diesem kleinen Kreis.

Ziel der gemeinsamen Treffen ist es, in regelmäßigen Abständen Akteure der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu vernetzen, Anlässe zum Gespräch und für Kooperationen zu schaffen und die Identität der Stadt Darmstadt als Wissenschaftsstadt zu profilieren. Dieses Forum bietet auch die Möglichkeit, wissenschaftsrelevante Themen der Darmstädter Stadtentwicklung zu diskutieren. Die Schader-Stiftung nimmt gerne die Bitte an, diesen Dialogprozess zu begleiten und zu organisieren.

Der erste Runde Tisch im Februar 2014 hat gezeigt, dass das Gesprächsangebot weiter gewünscht wird, die Hochschulen, wissenschaftlichen Institutionen und forschenden Unternehmen auf der Ebene der jeweiligen Hausspitzen regelmäßig zusammen zu führen, um gemeinsame Perspektiven für die Wissenschaftsstadt Darmstadt auszuloten.

Zweiter Runder Tisch (Juli 2014)

Am 15. Juli 2014 folgte der Zweite Runde Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt, bei dem es um die Konkretisierung der beim ersten Treffen angesprochenen Themen gehen sollte. Gastgeber war die Schader-Stiftung.

Bei diesem Treffen lag der Fokus stärker auf der Stadt. Impulsgeber waren neben Juan Miró, dem stellvertretenden Zentrumsleiter der ESA in Darmstadt, auch Cord Meijering, Direktor der Akademie für Tonkunst, die in ihren Vorträgen jeweils auf die Anforderungen an die Stadt Darmstadt aus Sicht ihrer Institution eingegangen sind.

Der Oberbürgermeister hatte sich bereit erklärt, aus gegebenem Anlass die identitätsstiftende Funktion der aktuellen sportlichen Erfolge der Darmstädter Fussballvereins „Lilien“ zu thematisieren. Außerdem stellte er das Projekt „Science Scorecard“ des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft vor, das die Potentiale einer Wissenschaftsstadt als Standortvorteil visualisieren und nutzbar machen soll.

Dritter Runder Tisch (Januar 2015)

Zum dritten Mal trafen sich die Hochschulen, wissenschaftlichen Institutionen und forschenden Unternehmen auf der Ebene der jeweiligen Hausspitzen zum Runden Tisch Wissenschaftsstadt, um gemeinsame Perspektiven für die Wissenschaftsstadt Darmstadt auszuloten. Gastgeber dieses dritten Treffens war die Merck KGaA, in deren Räumlichkeiten der Runde Tisch am 28. Januar 2015 zusammenkam – diesmal im Kontext „DA stimmt die Chemie“.

Nach einer Führung durch die OLED-Forschungsbereiche der Firma Merck gab es im Anschluss an zwei Impulsreferate  Zeit für Gespräche und Diskussion. Als Impulsgeberin konnten wir zum einen Frau Prof. Dr. Barbara Albert, Professorin für Chemie an der Technischen Universität Darmstadt, gewinnen zum Thema „Standort Darmstadt: Wie Wissenschaft und Wirtschaft einander stärken“. Weiterer Impulsgeber des Abends war Herr Prof. Dr. Herwig Buchholz, Global Head of R&D OLED Chemistry and Strategic Developments bei Merck, der zum Thema „OLED – organische lichtemittierende Dioden“ referierte.

Vierter Runder Tisch (September 2015)

Beim Vierten Runden Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt am 21. September 2015 im Schader-Forum stand die Erarbeitung von Grundzügen eines Memorandums "Wissenschaftsstadt Darmstadt" im Mittelpunkt.

Daneben stellte der neue Intendant des Staatstheaters Darmstadt, Karsten Wiegand, seine Vorstellungen für Gegenwart und Zukunft des Staatstheaters vor. Die German Scholar Organisation e.V. präsentierte ihre Idee einer Leadership Academy für deutschstämmige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Ausland, die in enger Kooperation mit der Schader-Stiftung im Februar 2017 in Darmstadt stattfinden soll.

Unter Beteiligung des Runden Tisches wurde an diesem Abend der Stifter der Schader-Stiftung, Alois M. Schader, von Oberbürgermeister Jochen Partsch mit der Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgezeichnet.

Fünfter Runder Tisch (März 2016)

Der Fünfte Runde Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt fand auf Einladung des Staatstheaters Darmstadt dort statt. Im Raum der Kammerspiele wurde der erste Entwurf eines Memorandums "Wissenschaftsstadt Darmstadt" besprochen. Anschließend wurden die Vertreterinnen und Vertreter der wissenschaftlichen Einrichtungen durch das Staatstheater geführt und konnten die Aufführung von Leoš Janáček "Das schlaue Füchslein" verfolgen.

Sechster Runder Tisch (September 2016)

Der Sechste Runde Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt fand am 5. September 2016 im Schader-Forum statt. In dieser Runde stellte das Deutsche Polen-Institut seine Arbeit vor, zudem berichtete das Institut Mathildenhöhe über die Bewerbung zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein erster Textentwurf des Memorandums "Wissenschaftsstadt Darmstadt" wurde kritisch diskutiert. 

Siebter Runder Tisch (Februar 2017)

Der siebte Runde Tisch Wissenschaftsstadt Darmstadt traf sich am 20. Februar 2017 auf dem Gelände der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung  GmbH (GSI). Dort wird zur Zeit das internationale Teilchenbeschleunigerzentrum FAIR gebaut, das im Jahr 2025 seinen Betrieb aufnehmen soll. Dann wird die Anlage rund 3.000 Wissenschaftlern aus 50 Nationen vielfältige Forschungsmöglichkeiten bieten. Neben dem besseren Kennenlernen der Arbeit von GSI/FAIR waren die Jubiläumsfeiern des Jahres 2017 Thema: Das Jazzinstitut wird "100 Jahre Jazz" zum Thema machen. Zu den weiteren Jubilaren gehören unter anderem mit 140 Jahren die  TU Darmstadt, mit 50 Jahren die ESA sowie mit 20 Jahren die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Dieses Jubiläum wird die Runde gemeinsam und mit vielen Aktivitäten feiern. Für den 16. August 2017 ist ein Festakt geplant.

Achter Runder Tisch (September 2017)

Der achte Runde Tisch Wissenschaftstadt Darmstadt findet am 18. September 2017 im Schader-Forum statt.