DTdT26 | Demokratische Baukultur als kollektive Praxis
Artikel vom 01.09.2026
Baulicher Wandel entsteht nicht allein durch fertige Pläne, sondern durch langfristige, gemeinschaftlich gestaltete Prozesse. Wie können kollektive Erfahrungen aus gemeinschaftlichen Prozessen – von der Initiierung über die Aushandlung bis zur Entscheidung – in konkrete Empfehlungen und Maßnahmen für eine demokratische Baukultur überführt werden?
Beginn: 01.10.2026 | 13:30 Uhr
Ende: 01.10.2026 | 18:00 Uhr
Ort:
Schader-Campus | Goethestr. 1-2 | 64285 Darmstadt
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Agora für gebaute Mitwelten
Das Labor untersuchte, wie die Transformation der gebauten Umwelt nachhaltiger gelingen kann. Unter dem Leitbild einer demokratischen Baukultur brachte die Veranstaltung Akteur*innen aus Planung, Architektur, Finanzierung, Governance und Wissenschaft zusammen. Anhand konkreter Projekte und guter Beispiele wurden Erfolgsfaktoren und Herausforderungen diskutiert. Ziel war es, neue Partnerschaften und Finanzierungsmodelle zu entwickeln. Methoden der Wirkungsanalyse und Politik-Labore ergänzten das Format.
Die AGORA versteht demokratische Baukultur als gemeinsamen, kooperativen Aushandlungsprozess. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Projekte, sondern die Erfahrungen, Perspektiven und unterschiedlichen Interessen der Teilnehmenden - das ist ihr Rucksack, den sie jeweils mitbringen und je nach Fragestellung zur Bereicherung des Diskurses auspacken. In Gruppen und gemeinsamen Beratungen wurden Erfahrungen aus Praxis und Forschung zusammengeführt, Spannungen und Konflikte sichtbar und daraus Gestaltung und Ideen für eine demokratische Baukultur entwickelt. Dazu wurde ein konkreter Fall verhandelt hinsichtlich einer Governance, die Transformation demokratisch legitimiert, langfristig finanziert und gemeinschaftlich im Co-Design gestaltet.
Am Ende bildete sie die Grundlage für eine Charta (Arbeitstitel), die die Stände der Verhandlung spiegelte und sicher kein Endergebnis darstellt, sondern ein kollektives Momentum, an dem weiter gestaltet und gearbeitet werden kann - mit konsensualen und konfliktären Feldern, die der Agora auch weiterhin als regelbasiertem Debattenraum zugänglich gemacht werden. Schlussendlich haben wir uns über Anregungen und Ideen gefreut, wie eine Weiterentwicklung dieses “Prototypen” stattfinden könnte, den wir gemeinsam exploriert haben.
Zielgruppe dieser Veranstaltung waren Vertreter*innen aus Politik, Verwaltungen, Planungs- und Architekturbüros, zivilgesellschaftlichen Initiativen und aus den Gesellschaftswissenschaften.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, der Bergischen Universität Wuppertal – Designtheorie und Designforschung und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn vorbereitet und durchgeführt.
Ansprechpartner von Seiten der Schader-Stiftung: Dr. Gösta Gantner
Darmstädter Tage der Transformation #DTdT26
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Darmstädter Tage der Transformation 2026 statt. Die Schader-Stiftung richtete gemeinsam mit der Hochschule Darmstadt, der Bundesstiftung Baukultur, der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen und der Schmid Stiftung die DTdT 2026 aus.
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