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histocamp 2017

Artikel vom 22.05.2017

Bild: Open History e.V.

Am 1. und 2. Dezember 2017 fand im Schader-Forum in Darmstadt das histocamp 2017 statt. Das Barcamp wurde von der Schader-Stiftung in Kooperation mit dem Open History e.V. veranstaltet.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 01.12.2017 | 12:00 Uhr

Ende: 02.12.2017 | 18:00 Uhr

Ort: Schader-Stiftung | Goethestraße 2 | 64285 Darmstadt
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histocamp 2017

Das vom Verein Open History e.V. ins Leben gerufene histocamp – Deutschlands erstes Barcamp für alle, die an und mit Geschichte arbeiten – hat das Ziel, die bestehenden Forschungs-, Tagungs- und Kommunikationsformen in der Geschichtswissenschaft und zwischen Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften zu ergänzen, neu zu durchdringen und zu bereichern. Auch das dritte histocamp, nach 2015 und 2016, war offen für alle historischen Themen und Epochen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich auf dem histocamp Blog, Twitter sowie Facebook.

Vorstellungsrunde und #histodings

Das Programm eines Barcamps entsteht spontan vor Ort. Damit unterscheidet sich dieses Format von wissenschaftlichen Konferenzen im klassischen Sinne und lädt zu einem interdisziplinären Dialog ein. Die Teilnehmenden gestalten den Ablauf  kooperativ, reichen vor Ort Vorschläge für Sessions ein und legen das Arbeitspensum erst am Morgen des jeweiligen Konferenztages gemeinsam fest.

Am 1. und 2. Dezember 2017 fand das histocamp erstmals in Darmstadt im Schader-Forum statt. Nach dem Check-in begrüßten für die Schader-Stiftung Alexander Gemeinhardt und Saskia Flegler sowie die Vorsitzende Karoline Döring und das Team von Open History e.V. die etwa 200 Teilnehmenden – vor allem Studierende und Lehrende an Universitäten aus der Altersgruppe zwischen 18 und 40 Jahren. In der anschließenden Vorstellungsrunde wurden nicht nur die Namen, sondern auch drei selbstbeschreibende Hashtags (Stichpunkte) genannt – außerdem kam in diesem Jahr erstmals das innovative Format #histodings zum Einsatz. Dieses historische „Lieblingsdings“ sollte prägend für das persönliche Geschichtsverständnis sein. Dafür konnte alles Mögliche stehen: vom Erbstück über den Ohrensessel bis hin zur historischen Landkarte. Die meisten der Teilnehmenden präsentierten ihr #histodings in Form einer Fotografie.

Sessionplanung

An beiden Tagen stellten die Teilnehmenden zunächst ihre thematischen Vorschläge für die einzelnen Sessions vor. Anschließend wurde gemeinsam das inhaltliche Programm festgelegt. Insgesamt waren 35 Sessions in 7 Session Slots vorgesehen. Für die Vorstellung einer Session waren lediglich ein aussagekräftiger Titel und eine skizzenhafte Beschreibung des Inhalts gefragt. Die einzelnen Workshops fanden parallel statt, sodass auch ein Wechsel zwischen den Sessions möglich war.


Die Sessions behandelten Themen wie: „Workflow Podcasting“, „Denkmalerkundung“, „Tagung zum Thema 1968“, „Digitale Museen“, „Design Thinking “, „Mit Baby mit Geschichte arbeiten“, „Engaged History“, „Public speaking für Historiker*innen“, „Schöner tagen“, „Digitale Zeitzeugen. Vom Zeitzeugen-Portal zum Avatar?“ oder „Schreiben unterwegs“.

Lightning Talks

Während der Pausen zwischen den Sessions gab es die Möglichkeit, sich weiter auszutauschen, neue und alte Bekannte zu treffen oder zu regenerieren. Für Interessierte war diese Zeit mit „Lightning Talks“ angereichert. In kurzen Vorträgen von circa fünf Minuten kamen praxisrelevante Themen wie etwa „Wie nutze ich soziale Medien effektiv?“, „Lohnt sich wissenschaftliches Bloggen?“ oder „Der perfekte Fußnotenapparat“ zur Sprache, um den inhaltlichen Austausch weiterzuverfolgen.

Das Barcamp-Konzept unterscheidet sich mit seinem spontan vor Ort entstehenden Programm von wissenschaftlichen Konferenzen im klassischen Sinne. Durch die „Lightning Talks“ hatten nicht nur Initiatoren und Initiatorinnen zusätzlich die Möglichkeit, ihre Ideen einem interessierten Publikum darzubieten. Auch für die Zuhörer und Zuhörerinnen ergab sich in den anschließenden Diskussionen Gelegenheit zur Mitarbeit in neuen Projekten.
Am Abend des ersten Veranstaltungstages bot die Schader-Stiftung den Teilnehmenden des histocamps Führungen durch Darmstädter Institutionen mit geschichtswissenschaftlichem Bezug. Zu den teilnehmenden Einrichtungen gehörten das Institut Mathildenhöhe Darmstadt, die Abteilung „Corporate History“ der Merck KGaA, das Hessische Staatsarchiv Darmstadt sowie das Universitätsarchiv der Technischen Universität Darmstadt.

Hashtag #histocamp

Die erste Regel des histocamps lautete: „Sprecht, twittert, bloggt oder was auch immer über das histocamp. Überall, jederzeit und auf allen Kanälen und nutzt dabei den Hashtag #histocamp sowie die jeweiligen Sessionhashtags.“ Dieser Aufforderung kamen die meisten der Teilnehmenden gerne nach, sodass der Ruf des histocamps auch über die Grenzen Darmstadts hinaus „getwittert“ wurde.

Feedback der Teilnehmenden

In seiner Evaluation verzeichnet Open History e.V. das histocamp 2017 als Erfolg. Demnach will die überwiegende Mehrheit der Teilnehmenden erneut ein histocamp besuchen. Beigetragen haben hierzu die Arbeit des Orga-Teams, die Verpflegung vor Ort sowie auch die Wahl des Veranstaltungsorts, das Schader-Forum, das den besonderen Anforderungen eines Barcamps gerecht wurde.

Der Verein Open History e.V.

Die Hauptaufgabe des 2015 gegründeten Vereins Open History e. V. besteht in der Organisation des histocamps. Daneben entstand aus dem Verein heraus das Projekt GeschichtsCheck.de. Der Verein steht allen Geschichtsbegeisterten offen.