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Call: Workshop Kultur, Stadt und Netzwerke

Artikel vom 27.09.2017

Was bedeutet es, Netzwerke und Kultur zu verbinden? Vor welchen Herausforderungen steht die städtische Netzwerkforschung? Darüber wird der Workshop „Kultur, Stadt und Netzwerke. Positionen, Verhältnisse und Herausforderungen für die Netzwerkforschung“ am 18. /19. Januar 2018 im Schader-Forum debattieren. Schader-Stiftung und Deutsche Gesellschaft für Netzwerkforschung (DGNet) rufen zu Vorschlägen für Beiträge und Impulse auf. Einsendeschluss ist der 20. November 2017.

Call for Abstracts / Aufruf zur Beteiligung

Das Zusammenwirken von Netzwerken und Kultur beschäftigt die Forschung unterschiedlicher Disziplinen. Dennoch bleiben wesentliche Aspekte dieser Wechselbeziehung bis heute unscharf oder womöglich vollkommen unberührt. Offen scheint auch, wo Gemeinsamkeiten und Konfliktfelder zwischen den Disziplinen bestehen, und welche offenen Fragen im interdisziplinären Dialog bearbeitet werden sollten. Ähnliches gilt für den Untersuchungsgegenstadt „Stadt“. Entwicklungen wie Big Data und Klimaschutz eröffnen sowohl neue Themenfelder als auch Datenquellen, welche sich mit traditionellen Methoden der Sozialforschung nur noch erschwert bearbeiten lassen. Dies erfordert eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeitund bietet Netzwerkforschenden zugleich neue Zugänge.

Die Schader-Stiftung und die Deutsche Gesellschaft für Netzwerkforschung (DGNet) rufen zur Beteiligung an dieser Diskussion auf und laden zur Einreichung von Abstracts für den Workshop „Kultur, Stadt und Netzwerke. Positionen, Verhältnisse und Herausforderungen für die Netzwerkforschung“ ein. Der Workshop findet am 18. /19. Januar 2018 in Forum der Schader-Stiftung in Darmstadt statt. Die inhaltliche Vorbereitung des Workshops liegt bei den beiden DGNet-Arbeitsgruppen „Netzwerke und Kultur“ und „Stadtnetzwerkforschung“.

Die Deutsche Gesellschaft für Netzwerkforschung (DGNet) hat sich Ende 2016 gegründet, um die Netzwerkforschung zu fördern. Besonders wichtig sind ihr die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen und der Kontakt zwischen Forschern und Praktikern. So soll es leichter werden, voneinander zu lernen und Erkenntnisse und Methoden zu verbreiten. Um diesen Aufgaben besser gerecht zu werden, haben sich auf der ersten Mitgliederversammlung unterschiedliche Arbeitsgruppen gebildet.

Das Format des „doppelten“ Workshops wurde gewählt, da sich möglicherweise viele Teilnehmende für beide Themen des Workshops interessieren. Inhaltlich verbindet beide Teile des Workshops, dass sowohl Grundlagengesichtspunkte als auch Forschungsprobleme und praktische Anwendungen diskutiert werden sollen. Auf dem Workshop werden allenfalls kurze Impulsvorträge gehalten – viel bedeutender ist es, untereinander ins Gespräch zu kommen.

Was bedeutet es, Netzwerke und Kultur zu verbinden?

Die ‚kulturelle Wende‘ in der Netzwerkforschung ist nicht nur Ausgangspunkt für ein gesteigertes Forschungsinteresse am Zusammenwirken von Netzwerken und Kultur in der relationalen Soziologie, sie markiert auch einen Meilenstein für eine interdisziplinäre Öffnung der Netzwerkforschung. Forschende unterschiedlicher Disziplinen haben sich seitdem mit dem – wie auch immer gearteten – Verhältnis von Netzwerken und Kultur auseinandergesetzt. Dennoch bleiben wesentliche Aspekte dieser Wechselbeziehung bis heute unscharf oder womöglich vollkommen unberührt. Die Formen, Netzwerke und Kultur zusammenzudenken, sind vielfältig. Im Rahmen des Workshops soll daher ein möglichst breites Spektrum an Positionen zum Verhältnis von Netzwerken und Kultur versammelt werden. Teilnehmende haben die Möglichkeit, ihre eigene Position in einem kurzen Impulsvortrag zur Diskussion zu stellen. Dabei soll es nicht um detaillierte Präsentationen von Forschungsarbeiten gehen, sondern vielmehr um das Aufzeigen von offenen Fragestellungen oder Problemfeldern, die einen interdisziplinären Dialog ermöglichen. Im Zentrum steht die Diskussion, das Ausloten von Grenzen, Gemeinsamkeiten und unter Umständen Konfliktfeldern im Verhältnis von Netzwerken und Kultur.

Folgende Fragen sollten die Teilnehmenden in ihrenImpulsvorträgen behandeln:

1. Welche Sozialtheorie(en), welches Kulturverständnis liegt(en) der eigenen Position zu Grunde?

2. Was ist daran anschließend der ontologische Status von Netzwerken? / Was sind Netzwerke? /Was ist eine Beziehung? / Welche Verbindung besteht zwischen Netzwerken und Kultur?

3. Welche Fragen, welche Forschungsprogramme folgen daraus? / Welche konkrete Forschung schließt sich an? / Gibt es Beispiele dafür?

Die AG „Netzwerke und Kultur“ der DGNet hat ihre Arbeit gerade erst aufgenommen. Der Workshop zielt darauf ab, Schnittstellen ausfindig zu machen, an Berührungspunkten zu arbeiten und womöglich Ideen für zukünftige Aktivitäten zu sammeln.

Organisation: Meike Beyer (TU Dresden), Philip Roth (Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI), Julia Thibaut (Universität Bayreuth).

Herausforderungen der städtischen Netzwerkforschung

Auf dem Workshop sollen die gegenwärtigen und zukünftigen methodischen und theoretischen Herausforderungen einer am Netzwerkparadigma orientierten Stadtforschung diskutiert werden. Prägnante, exemplarische Beispiele solcher Herausforderungen für die städtische Netzwerkforschung sind die Themen „Big Data“ und „Klimawandel“. Aufgaben im städtischen Klimaschutz bedürfen häufig des gemeinsamen Handelns von Akteuren aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilbereichen. Auch stellt sich die Frage, wie die städtische Infrastruktur als Netzwerk an den Klimawandel angepasst werden kann. Zudem verändern neuartige Datenpraktiken und das Vorhandensein von und der Zugriff auf massenhafte Sensordaten die urbanen gesellschaftlichen Planungs- und Regelungsprozesse. Dies hat Rückwirkungen auf das Verhalten der Menschen und somit auch auf das Leben in der Stadt als Ganzes.

Für Netzwerkforschende eröffnen sich durch diese Entwicklungen sowohl neue Themenfelder als auch Datenquellen, welche sich mit traditionellen Methoden der Sozialforschung nur noch erschwert bearbeiten lassen und eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordern. Der Workshop richtet sich an alle am Untersuchungsgegenstand „Stadt“ arbeitenden Netzwerkforschenden.

Zudem soll der Workshop den Dialog mit bislang ohne direkten (sozialen) Netzwerkbezug Forschenden oder praktisch Arbeitenden eröffnen, die sich aus ihrer Perspektive mit dem städtischen Raum befassen. Zusätzlich soll der Workshop der Konstituierung des Arbeitskreises zur städtischen Netzwerkforschung in der DGNet dienen. Hierzu werden wir ein schriftliches Leitbild für den Arbeitskreis erarbeiten. Bestandteil des Leitbilds soll auch eine Positionierung gegenüber und eine Herausarbeitung gemeinsamer Schnittstellen mit den anderen in der Gründung befindlichen Arbeitskreisen der DGNet sein. Damit soll die wissenschaftliche und praktische Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der DGNet im Bereich der städtischen Netzwerkforschung gestärkt werden.

Organisation: Marco Schmitt (RWTH Aachen), Melanie Nagel (Universität Konstanz), Martin Stark
(ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung)

Call for Abstracts / Aufruf zur Beteiligung

Was bedeutet es, Netzwerke und Kultur zu verbinden?
Beiträge aller Disziplinen und Fachrichtungen mit Schnittstellen zum Thema sind willkommen. Für die Impulsvorträge bitten wir um eine kurze Skizze (max. 1 Seite) bis zum 20. November 2017 an: Julia.Thibaut@uni-bayreuth.de

Herausforderungen der städtischen Netzwerkforschung
Für eine Bewerbung auf eine Teilnahme am Workshop mit Vortrag (ca. 10 Minuten) senden Sie bitte
bis zum 20. November 2017 ein Kurzabstrakt (max. 200 Worte) und einen Kurz-CV (max. 150 Worte) an: MartinStark1@gmx.de

 


Veranstaltungsorganisation

Prof. Dr. Christian Stegbauer, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Vorsitzender DGNet
stegbauer@soz.uni-frankfurt.de
Prof. Dr. Iris Clemens, Universität Bayreuth, stv. Vorsitzende DGNet
iris.clemens@uni-bayreuth.de
Dr. Tobias Robischon, Schader-Stiftung
robischon@schader-stiftung.de

 

Veranstalter
Schader-Stiftung
Deutsche Gesellschaft für Netzwerkforschung