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Call: Das Paradigma der Relationalität

Artikel vom 27.04.2018

Am Anfang war die Relation. So kann – überspitzt formuliert – das Paradigmatische einer relationalen Forschungsperspektive auf den Punkt gebracht werden.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 03.12.2018 | 13:00 Uhr

Ende: 04.12.2018 | 16:00 Uhr

Ort: Schader-Forum | Goethestr. 2 | 64285 Darmstadt
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Call for Abstracts

Diese Forschungsperspektive hat allerdings weit reichende Konsequenzen: Ein Denken in Relationen steht einem Denken in Substanzen und Entitäten mehr oder weniger unvereinbar gegenüber. Letzteres ist aber in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen über lange Zeiträume hinweg die Regel gewesen. Fokussiert man beispielsweise auf Akteursnetzwerke, so stehen aus einer relationalen Perspektive die Beziehungen im Vordergrund und die sozialen Akteure wie auch gesellschaftliche Institutionen werden zu erklärungsbedürftigen Phänomenen.

In vielen Wissenschaften hat in den letzten Jahrzehnten ein solches Denken in Relationen Einzug erhalten. Dies lässt sich an der Prominenz des Netzwerkbegriffs aufzeigen: Ob der Zusammenhang von Galaxien unseres Universums im Forschungsfokus der aktuellen Astrophysik steht oder der Aufbau von Atomen in der Elementarteilchenphysik, die Neuronalen Netze, die Digitalisierung, um nur einige prominente Beispiele zu nennen – überall erscheint die Netzwerkperspektive als eine bahnbrechende Möglichkeit, die diversen Gegenstände auf eine neue Weise zu erfassen.

Die Tagung widmet sich diesen Entwicklungen in den unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Erstens soll die Tagung die Vielfalt der Gegenstände, die gegenwärtig aus einer Netzwerkperspektive erfasst werden, vor Augen führen. Zweitens geht es um die Identifizierung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischenden dabei gewählten disziplinären Zugängen. Drittens – und nicht zuletzt – soll die Tagung ein Austauschforum bieten, über die Frage dezidiert nachzudenken, warum die Netzwerkperspektive einen derartigen Siegeszug durch die Disziplinen genommen hat und auf welche Weise sich darin eine paradigmatische Wende hin zu Relationen, selbstorganisierenden Prozessen und relationaler Strukturbildung ohne ‚Masterplan‘ vollzogen hat.

Dabei sind kritische Beiträge ebenso willkommen wie Expertisen aus den einzelnen Disziplinen, empirische Zugänge wie theoretische Reflektionen. Für die Tagung im Dezember 2018 suchen wir Beiträge, die sich im Paradigma der Relationalität bewegen. Hierbei setzen wir sowohl auf akademische Forschung als auch auf Beiträge aus der Praxis. Es geht uns darum, zu eruieren, wie eine solchermaßen gefasste Relationalität in Forschung und Praxis prozessiert wird, um Perspektiven des Relationalen miteinander zu diskutieren. Voraussetzung dafür, dass ein Beitrag angenommen wird, ist, inwiefern der Beitrag mit dem Paradigma der Relationalität vereinbar ist und er in die Gesamtzusammenstellung der Beiträge passt.

Einreichungen als Abstracts von maximal einer Seite bitte an relationalitaet@schader-stiftung.de bis zum 01.06.2018.

Die Tagung „Das Paradigma der Relationalität“ findet statt am Montag, 3.  und Dienstag, 4. Dezember 2018 im Schader-Forum, Goethestraße 2, 64285 Darmstadt. Veranstalter sind die Schader-Stiftung und die DGNet Deutsche Gesellschaft für Netzwerkforschung.