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Weg von Falschmeldungen und Fremdenhass – innovative Ideen für den Journalismus

Artikel vom 03.04.2018

Neue Internetseite mit Modellen für die journalistische Praxis ist öffentlich zugänglich. Sie knüpft an die Tagung „Journalismus auf Augenhöhe“ an, die im November 2017 im Schader-Forum in Darmstadt stattfand.

Studierende der Katholischen Universität Eichstädt-Ingolstadt stellen Modelle für die Praxis vor

Falschmeldungen durch Eilmeldungen, Fremdenhass durch Kriminalitätsberichterstattung oder die Verwendung des „Ich“ durch Blogger-Journalismus – es sind Dinge wie diese, die den Journalismus vor neue Herausforderungen stellen. Redaktionen versuchen Fehler zu vermeiden, nicht im Mainstream mitzuschwimmen. Doch oft gelingt das nicht. Die Folge: Der Journalismus verliert zunehmend an Glaubwürdigkeit.

Zu Themen wie diesen stellt eine neue Website Lösungen vor: Ein neuartiges Ampelsystem bei Eilmeldungen, ein Leitfaden zur Kriminalitätsberichterstattung oder ein Entscheidungsbaum zu der ersten Person Singular bieten neue Modelle für die Praxis.

Die innovativen Ideen und Ansätze haben Studierende des Masterstudiengangs „Journalistik mit dem Schwerpunkt Innovation und Management“ der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt entwickelt. Im Rahmen des Seminars „Entwicklung innovativer Formate“ haben sie zusammen mit Prof. Dr. Friederike Herrmann die Modelle erarbeitet. Sie knüpfen an die Tagung „Journalismus auf Augenhöhe“ an, die am 24. und 25.11.2017 bei der Schader-Stiftung in Darmstadt stattfand. Die Ergebnisse der Tagung und die Projekte der Studierenden sind auf ihrer Internetseite (www.journalismusaufaugenhoehe.org) öffentlich zugänglich.

Der Leitfaden zum Umgang mit Kriminalitätsberichterstattung für Redaktionen umfasst zehn Punkte. Einer davon fordert, man müsse „Sich der Wirkung von Frames und der Konsequenzen ihrer Berichterstattung bewusst werden“. In der Arbeitsgruppe zum Thema „Wir denken in Erzählungen. Vom Verschwinden der Fakten aus der Berichterstattung“ wurde heftig die Richtlinie 12.1 des Pressekodex diskutiert. Die neue Richtlinie 12.1 des Pressekodex wurde von vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung als Verschlechterung wahrgenommen. Sie haben einen auf der Internetseite zur Tagung einsehbaren offenen Brief unterschrieben, der am 25. Januar 2018 dem Presserat zugesandt wurde. Die Kritik: Die neue Richtlinie sei aufgrund der schwammigen Formulierungen keine Entscheidungshilfe für Redaktionen. Die Unterzeichner forderten den Presserat auf, zur alten Richtlinie zurückzukehren.

Diese und alle weiteren innovativen Projekte finden Interessierte auf der Internetseite und können sie in der Praxis verwenden. Auch die Ergebnisse der genannten Tagung in Darmstadt sind dort dokumentiert. Zugrunde liegt eine enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Sie stand nicht nur während der Tagung im Mittelpunkt, sondern wird auf der Website weitergeführt – auf Augenhöhe.

Für weitere Fragen oder Anregungen steht Ihnen Prof. Dr. Friederike Herrmann als Ansprechpartnerin zur Verfügung.