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Stadt – Bild – Konstruktion. Bilder gesellschaftlichen Wandels 5

Artikel vom 07.05.2009

Die Schader-Stiftung Darmstadt und das Hessische Landesmuseum Darmstadt (hier) setzen ihre nunmehr seit 2007 bestehende Kooperation mit der Ausstellung „Stadt – Bild – Konstruktion“ fort. Es ist die fünfte Ausstellung in der Reihe „Bilder gesellschaftlichen Wandels“

Stadt – Bild – Konstruktion. Bilder gesellschaftlichen Wandels 5

Die Präsentation thematisiert das Bild, das von der Stadt gemacht wird. Das Stadtbild kann – im umfassenden Sinne – prägend sein sowohl hinsichtlich der Identität ihrer Bewohner als auch der Wahrnehmung des Reisenden, somit für alle diejenigen, für die eine Stadt und ihre Erscheinung unverwechselbar sind oder sein sollen. Unter den heutigen ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen ist die Konkurrenz unter den Städten ein wesentlicher Faktor für deren Selbstverständnis und Selbstdarstellung geworden. Diese Entwicklung ist seit dem 19. Jahrhundert historisch gewachsen mit der Entstehung der Städte und vor allem ihrer touristischen Erschließung und Vermarktung. Parallel hierzu entstand eine vor allem graphische Produktion des Bildes von der Stadt. Stadtbilder waren und sind in diesem Kontext „mediale Konstruktionen“ mit bestimmten Leitmotiven und Funktionen.

Die Ausstellung soll historische Grundlagen und aktuelle Ausformungen des Stadtbildes beispielhaft deutlich machen. Der historische Fokus liegt auf einem Konvolut von Graphiken aus der Graphischen Sammlung des Hessischen Landesmuseums. Diese Sammlung enthält unter anderem populäre, in hohem Maße verbreitete Blätter zur Stadttopographie Hessens des 19. Jahrhunderts von Kassel über Fulda bis Darmstadt. Ikonographische Muster des Stadtbildes sind hier angelegt und lassen sich bis in die Gegenwart verfolgen. Nichts ist momentan in der Neufindung von Stadtidentitäten wichtiger als das „Stadtimage“ im weitesten Sinne. Neueste sozialwissenschaftliche Forschungen haben diese Vorgänge ins Blickfeld gerückt. Aktuelle künstlerische Positionen setzen sich mit dieser Tatsache auseinander. Aktionen, Gemälde, Fotografien und Collagen von Martin Brüger, Verena Guther, Joachim Kreiensiek und Oliver Zwink bilden den diskursiven Teil dieser Ausstellung, die den Wandel und die Erwartungen an ein Bild von der Stadt, ihren Alleinstellungsmerkmalen und Besonderheiten diskutiert. Im Zentrum stehen dabei Darmstadt, Frankfurt und Kassel.