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Gegen den Krieg

Artikel vom 07.10.2010

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt (hier) und die Schader-Stiftung zeigen mit „Gegen den Krieg“ die achte Ausstellung in der Reihe „Bilder gesellschaftlichen Wandels“.

7. Oktober 2010 bis 2. Januar 2011

In der „Brandnacht“ vom 11. auf den 12. September 1944 bombardierte die Royal Air Force die damalige hessische Landeshauptstadt Darmstadt. Bei dem durch den Angriff verursachten Feuersturm starben über 10.000 Menschen. Seit 1953 befindet sich der Zyklus „Die Apokalypse unserer Zeit“ von Frans Masereel (1889-1972) im Hessischen Landemuseum Darmstadt und wurde dort mehrfach als Mahnung gegen den Krieg und auch zum Gedenken an die Darmstädter „Brandnacht“ ausgestellt. 1986, zur Hochzeit der Friedensbewegung gegen die atomare Aufrüstung, war er das letzte Mal in einer Ausstellung zu sehen. Zwar ist heute der Kalte Krieg Geschichte, doch ist Krieg eine Geißel der Menschheit geblieben.

Vermag sich die Kunst wirkungsvoll gegen die Schrecken des Krieges zu behaupten? Kann die Darstellung von Krieg noch Mahnung sein? Die Ausstellung „Gegen den Krieg“, welche die Schader-Stiftung und das Hessische Landesmuseum als achte in der Reihe „Bilder gesellschaftlichen Wandels“ präsentieren, versteht sich als Beitrag zur Diskussion. Beispielhaft im Zentrum steht Masereels Bildfolge, daneben wird – ebenfalls aus dem Bestand des Hessischen Landemuseums – Albrecht Dürers (1471-1528) berühmte „Apokalypse“ von 1498 in der zweiten lateinischen Auflage von 1511 gezeigt.

Das Kriegsthema führt unweigerlich in unsere Gegenwart. Diese wird eine interdisziplinäre Tagung im Schader-Forum einbeziehen. Sie findet am 27. November 2010 statt und versammelt Vertreter aus den Bereichen Bundeswehr, Hilfsorganisation, Medien, Soziologie und Kunst zur Diskussion. Mit dieser Veranstaltung öffnen wir den in der Galerie auf die Kunst gerichteten Blick zu einer erweiterten Perspektive im Forum, die andere Fragestellungen fordert.

Den Autoren des Kataloges, Dr. Mechthild Haas, Leiterin der Graphischen Sammlung am Hessischen Landemuseum Darmstadt, und Prof. Dr. Harald Müller, Leiter der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, sind wir zu Dank verpflichtet. Unser herzlicher Dank gilt außerdem allen an dem Projekt beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hessischen Landesmuseums  (hier) und der Schader-Stiftung.

Tagung: Kann die Darstellung von Krieg noch Mahnung sein?

Eine Veranstaltung der Schader-Stiftung und des Hessischen Landesmuseums Darmstadt am 27. November 2010 im Schader-Forum in Darmstadt.

Anknüpfend an die Ausstellung "Gegen den Krieg" wird auf der Tagung die Rolle medialer Vermittlung von Kriegsvorgängen und ihre Verflechtung mit Propaganda, Politik und Ethik diskutiert. Schwerpunkt der Auseinandersetzung ist die Parteilichkeit der produzierten Bilder und deren Wahrnehmung.

 

Programm:

12:00-14:00 Uhr in der Galerie der Schader-Stiftung, Goethestrasse 1
Führungen durch die Ausstellung mit Dr. Stephanie Hauschild (Galerie der Schader-Stiftung)

14:00 Uhr im Schader-Forum, Goethestrasse 2
Begrüßung: Sabine Süß (Schader-Stiftung) und Dr. Klaus-D. Pohl (Hessisches Landesmuseum Darmstadt)

14:15 Uhr
Krieg und Ethik: die zunehmende Ohnmacht der Medien, Ulrich Tilgner (Korrespondent des Schweizer Fernsehens)

14:45 Uhr
Kriegsbilder zwischen Propaganda und Subversion, Prof.Dr. Harald Müller ( Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung Frankfurt/Main)

15:30 Uhr
Podiumsdiskussion mit Martin Benn (Evangelische Kirche in Hessen Nassau), Jürgen Rose (Oberstleutnant a.D.), Lukas Einsele (Künstler), Frauke Ossig (Ärzte ohne Grenzen), Ulrich Tilgner, Prof.Dr. Harald Müller.

18:00 Uhr
Ende der Veranstaltung