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Sozialräumliche Integration von Zuwanderern
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"Wir müssen die Wirklichkeit zur Kenntnis nehmen, wenn wir sie erfolgreich gestalten wollen - ohne Angst und ohne Träumereien. Gelungene Integration ist in unserem eigenen, vitalen Interesse. Sie mobilisiert Kräfte, die wir für eine gute Zukunft brauchen."
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Bundespräsident Johannes Rau in seiner Berliner Rede am 12. Mai 2000
Deutschland ist de facto ein Einwanderungsland. Doch ist seine Integrationspraxis bislang nicht systematisch entwickelt und diskutiert worden. Indes steigt die Bedeutung des Integrationsraums Wohnung und Wohnumfeld umso mehr, als die bisherige Integrationsmaschine "Arbeitsmarkt" immer weniger zuverlässig funktioniert und die Bildungswege von Migranten zweiter oder dritter Generation deutlich schlechter verlaufen als die gleichaltriger Deutscher. Es droht eine Abwärtsspirale von Integrationsproblemen und Segregation.
Grund genug für die Schader-Stiftung, dieses wichtige und in Zukunft noch bedeutsamer werdende Thema in einem praxisnahen Projekt und durch die Bereitstellung von Informationen und Verweisen aufzugreifen und mit zu gestalten.
> Verbundprojekt "Zuwanderer in der Stadt"
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> Literatur und Links
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Erste pointierte, aber auch abwägende Überlegungen zum Thema der sozialräumlichen Integration von Zuwanderern bieten die
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Reflexionen eines verunsicherten Wohnungsunternehmers zur Migration
von Reinhart Chr. Bartholomäi
Die öffentliche Wohnungswirtschaft ist nichts anderes als eine einzige Wanderungsverarbeitungsmaschine - und dies von Anfang an. Ohne Landflucht, ohne Flucht und Vertreibung, ohne Arbeitsmigration von nah und fern hätten der Staat und die Städte mit uns zahlreiche Wohnungen nicht zu bauen brauchen. Die öffentliche Wohnungswirtschaft ist die bauliche Reparaturkolonne der deutschen Geschichte des abgelaufenen Jahrhunderts, der Außenpolitik und der Wirtschaftspolitik. Mit dem Krieg sind die Ostprovinzen verspielt: Die Betroffenen brauchen eine neue Heimat. In Deutschland werden Arbeitskräfte angeworben, zuerst kommen die Männer, dann die Frauen, dann die nachgeheirateten Frauen: Sie brauchen eine Wohnung. Die Politik will keine deutschen Minderheiten mehr in Osteuropa: Die öffentliche Wohnungswirtschaft schafft ihnen ein Zuhause. Die Alliierten verlassen Deutschland: Ihre Wohnungen werden von der Wohnungswirtschaft entsorgt.
Das klingt nach Routine. Migration ist der Markt der öffentlichen Wohnungswirtschaft. Trotzdem herrscht Ratlosigkeit, die Rede ist von überforderten Nachbarschaften. Was ist passiert? Als Unternehmer der öffentlichen Wohnungswirtschaft stellen wir fest, daß wir es nicht dabei belassen können, Wohnungen wie bisher anzubieten, um die Kunden zufriedenzustellen. Viele fühlen sich in den Quartieren nicht mehr wohl, so die Botschaft unserer Mitarbeiter, der Cantus firmus der Beschwerdepost, die Antwort an "die da oben" in den Wahlbezirken. Zwar haben die Menschen ein Dach über dem Kopf, aber Angst und das Gefühl der Heimatlosigkeit breiten sich aus. Warum? (weiterlesen) (pdf, 35kb)
(Erstabdruck im Programmheft zum Kongress wohn:wandel, 5/2001)
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Letzte Änderung: 05.09.2005 |
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