|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Good Practices der Integration von Zuwanderern im ländlichen Raum
Als gute Beispiele der Integration von Zuwanderern im ländlichen Raum werden ausführlich die beiden Preisträger in der Raumkategorie „ländlicher Raum“ des Wettbewerbs „Erfolgreiche Integration ist kein Zufall. Strategien kommunaler Integrationspoltik“ vorgestellt, der von Bertelsmann Stiftung und Bundesministerium des Innern durchgeführt und Mitte 2005 abgeschlossen wurde.
An dem Wettbewerb beteiligten sich 107 Städte, Landkreise und Gemeinden, die sich in mehreren kriteriengeleiteten Ausscheidungsrunden dem Urteil einer elfköpfigen Expertenjury stellten. Preisträger wurden in drei Raumkategorien ermittelt: Sieger in der Kategorie Großstadt wurde Stuttgart, in der Kategorie Mittelstadt setzte sich Solingen durch, und der Sieg in der Kategorie ländlicher Raum ging zu gleichen Teilen an den Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie die Gemeinde Belm im LK Osnabrück.
Qualitätskriterien des Wettbewerbs
Nach einer Presseinformation der Bertelsmann Stiftung gibt es einige, aufgrund der Erfahrungen in Praxis, Politik und Wissenschaft bekannte Kriterien, die als Qualitätsindikatoren für die Integrationspolitik der Kommunen gelten können.
„Die Fachleute waren sich einig, dass Integrationspolitik als Querschnittsthema in den Kommunen etabliert werden muss. Sie sollte so strategisch wie beteiligungsorientiert geplant und möglichst zur Chefsache erklärt werden. Außerdem sollte sich die Verwaltung interkulturell öffnen und dadurch für Zuwanderer zugänglicher werden. Schließlich müssen die Maßnahmen anhand von Indikatoren in einem Erfolgscontrolling auf Nachhaltigkeit und Erfolg geprüft werden. Die Bewerbungsunterlagen der Kommunen haben diese Qualitätskriterien bestätigt. Weiterhin konnten bisher folgende Faktoren für erfolgreiche Integration ermittelt werden:
|
- Insbesondere in kleinen Kommunen zeigt sich, dass der persönliche Einsatz des Verwaltungschefs unabdingbar ist. Er kann verschiedene Formen annehmen: Etwa die Einrichtung einer Stabsstelle, der Vorsitz in einem Zuwanderungsausschuss oder auch nur ein jährlicher Empfang für zugewanderte Bürger.
- Viele Kommunen haben oder entwickeln derzeit ein umfassendes Gesamtkonzept zur koordinierten Steuerung der Integrationspolitik.
- Eine zentrale Koordinierungs- oder Anlaufstelle erleichtert den Prozess der Integration. Die organisatorische Einbindung solcher Einrichtungen ist jedoch sehr unterschiedlich.
- Partizipation und Vernetzung von Zuwanderungsgruppen sind ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Integrationspolitik.“
|

Die Preisträger im Wettbewerb
In einer Information anlässlich der Preisverleihung im Juni 2005 werden die Preisträger wie folgt charakterisiert. „Die Gemeinde Belm und der Kreis Hersfeld-Rotenburg stehen für erfolgreiche Integrationskonzepte im ländlichen Raum. Belm und der Kreis Hersfeld-Rotenburg sehen sich seit Mitte der 90er Jahre einem großen Zuzug von Spätaussiedlern gegenüber. Belm setzt in seiner Integrationsstrategie vor allem auf die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in den Wohngebieten. Der Kreis Hersfeld-Rotenburg koordiniert die Förderung von Sprache, Bildung und Arbeit beispielhaft in einem Netzwerk für Integration. Solingen als Repräsentant einer mittelgroßen Stadt erhält den Preis für sein interkulturelles Konzept, das auf eine aktive Beteiligung der Zuwanderer setzt. Dadurch schuf die Stadt Strukturen, die nachhaltig das friedliche Miteinander erhalten. Die Großstadt Stuttgart überzeugte mit einem zukunftsorientierten Gesamtkonzept, das Integrationspolitik unter anderem als Standortfaktor für internationale Unternehmen begreift.“
Die Konzepte und Ansätze der Preisträger Hersfeld-Rotenburg und Belm werden im Folgenden porträtiert und als vorbildliche Beispiele ausführlich vorgestellt.
|
|
 |
 |
© 2001 - 2010 Schader-Stiftung. Alle Rechte vorbehalten.
Letzte Änderung: 01.12.2005 |
|
|
 |