Die Migration und Integration von Zuwanderern auf dem Land wie auch in Klein- und Mittelstädten des ländlichen Raums bildet nach wie vor ein weitgehend unbeachtetes und unbearbeitetes Forschungs- und Handlungsfeld in Wissenschaft, Politik und Praxis.
Zu Unrecht!
Auch der ländliche Raum verzeichnet steigende Zahlen von Zuwanderern, insbesondere seit Spätaussiedler im großen Umfang zunächst in Wohn- und Übergangsheimen des ländlichen Raums angesiedelt wurden und dann ihren Wohnsitz bevorzugt im dortigen Umfeld wählten. Natürlich sind die absoluten wie auch anteiligen Zahlen der Zuwanderer im ländlichen Raum kaum denen großstädtischer Kommunen vergleichbar. Aber nur weil der Maßstab kleiner ist, sind die mit Migration und Integration verbundenen Herausforderungen und Probleme auf dem Land nicht kleiner oder geringer zu gewichten.
Vorliegende Informationspool will einen Überblick zum gegenwärtigen Stand der Forschung und Praxis geben. Viele Wissenslücken und unberechtigte Vernachlässigungen des ländlichen Raums werden offenbar. Aber vielleicht ist gerade dies ein Ansporn zu einer intensiveren Befassung in Forschung und Politik.
Die Schader-Stiftung führte am 17./18. April 2007 in Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Workshop unter dem Titel "Integration in ländlichen Gebieten - Bestandsaufnahme, Probleme, Perspektiven" durch. Unter folgendem Link finden sie die Dokumentation des Workshops.