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Altbaubestand in Ostdeutschland
Das Leipziger Selbstnutzer-Modell


Aufwertung der Leipziger Innenstadt durch selbstgenutztes Wohneigentum

Eckdaten zum Stadtumbau in Leipzig Einwohnerentwicklung:
Zwischen 1989 bis 2003 Rückgang der Einwohnerzahlen um ca. 8% in der Gesamtstadt:
1989: 538.900 Einwohner
2003: 496.532 Einwohner.

Ziele des Stadtumbaus:
Prioritätensetzung durch Konzentration des Stadtumbaus auf Standorte mit guten Entwicklungsvoraussetzungen
Verhinderung einer undifferenzierten Ausweitung des Wohnungsangebotes sowie - soweit städtebaulich vertretbar - Stilllegung / Rückbau des Bestandes zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort
Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit der inneren Stadt gegenüber dem Stadtrand
Bessere Auslastung der vorhandenen Infrastruktur
Erhalt der Mittelschichtenhaushalte in der Innenstadt und somit Vermeidung sozialer Entmischung

Ziele des Projekts:
Bildung bzw. Förderung von Wohneigentum für über 100 Familien pro Jahr im Innenstadtbereich
Veräußerung unsanierter Altbauten der kommunalen Wohnungsgesellschaft an Käufergemeinschaften
Sanierung unsanierter Altbauten durch Selbstnutzer
Neubau von Stadthäusern auf innerstädtischen Brachflächen

Maßnahmen:
Aufbereitung der Objekte (Grundrisse, Kostenschätzung) in Absprache mit den jeweiligen Eigentümern, ggf. durch von der Stadt beauftragte Beraterarchitekten
Alle 14 Tage Besichtigungsfahrten zu den angebotenen Objekten
Stammtische und stadtteilbezogene Infoveranstaltungen
Kostenlose Beratung und Moderation in der Startphase
Käufergruppenbildung sowie Beauftragung eines Architekten durch Planungsgesellschaften (GbR)
Aufteilung in Einzeleigentum nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) bzw. Neubau von Stadthäusern auf eigenen Bauparzellen
Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen an örtliche Bauunternehmen
Kostenlose Beratung zu Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten

Die Situation Der Verfall der Altbausubstanz und gründerzeitlicher Gebäude im Leipziger Innenstadtbereich sind nicht nur Nachwirkungen einer verfehlten DDR-Stadtpolitik, sondern auch Resultat sinkender Geburtenzahlen sowie einer intensiven Wohnsuburbanisierung nach der Wiedervereinigung.
Durch eine Aufwertung der innerstädtischen Gründerzeitviertel unter anderem durch eine stärkere Begrünung und Auflockerung des Wohnumfeldes versucht die Stadt neue Anreize vor allem für junge Eigentumsbildner, die normalerweise die "grüne Wiese" bevorzugen würden, zu schaffen.

Das Modell Das Modell beabsichtigt, vor allem jungen Einwohnern mit geringerem Einkommen den Erwerb von Eigentum im Innenstadtbereich zu ermöglichen. Hierfür werden von der Stadt Käufergemeinschaften initiiert, die anschließend das gemeinsam erworbene Objekt eigenständig sanieren. Gleichzeitig stellt die Stadt eine kostenlose Beratung zu den verschiedenen Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dadurch entstehen neue Eigentumswohnungen, die von den neuen Besitzern frei gestaltet werden können.

Die Ralisierung Seit Mitte 2000 bis Ende 2003 sind durch das Modell ca. 60 - 70 neue Eigentumswohnungen in der Leipziger Innenstadt entstanden. Zusätzlich wurden seit 2003 20 - 30 neue Gebäude auf innerstädtischen Brachflächen errichtet. Für die nächsten Jahre wird ein weiterer Anstieg an selbstgenutztem innerstädtischem Eigentum erwartet, da die Nachfrage weiterhin kontinuierlich ansteigt.

Planung / Kontakte Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Kontakt

immothek, Immobilien-Marketing-Service GmbH
Kontakt

Bundestransferstelle Stadtumbau Ost

 
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Letzte Änderung: 29.04.2004