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Städtische Kreativität - Was ist das?


"Kreativität bedeutet nicht Problemlösung, sie leifert ein Ideenspektrum, das eine gute Grundlage für vollendete strategische Planungen darstellt..."
(Keim 2003: Zur Notwendigkeit kreativer Arbeitsformen bei der Stadtentwicklung in Ostdeutschland. In: H.Liebmann / T.Robischon (Hrsg.): Städtische Kreativität - Potenzial für den Stadtumbau)

Früher war die Welt einfacher: Kreativität war Sache der Künstler und hatte mit der Führung großer und komplexer Organisationen nichts zu schaffen. Heute spielt sich das Wirtschaftsleben in einem Klima ständiger und unberechenbarer Veränderungen ab. Nur der behält die Nase vorn, der flexibel plant und in Gedanken schon weiter ist. Es geht um die Fähigkeit, neue Ideen hervorzubringen - und auf dieser Grundlage systematisch und konsequent zu handeln.


Mit Routinen brechen, Mut zum kalkulierten Risiko "Kreatives Handeln ist die bewusste (intendierte) Veränderung nicht mehr adäquater Handlungsmuster. Dies setzt zumeist voraus, mit Routinen zu brechen.
[...] - also Mut zum kalkulierten Risiko, verbunden mit einem verantwortungsvollen Umgang mit offenen Ergebnissen."
(H.Liebmann / R.Robischon (Hrsg.): Städtische Kreativität - Potenzial für den Stadtumbau)

Kreativität entsteht aus der Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure "Eine eigene städtische Kreativität kann aus der Zusammenarbeit vieler Akteure des öffentlichen, privaten und freiwilligen Sektors und der Verständigung auf gemeinsame strategische Ziele entstehen. Akteursgruppen zusammenzuführen setzt allerdings voraus, dass die in der Stadt vorhandenen, nur bisher kaum wahrgenommenen Akteure beachtet und gezielt zur Mitwirkung motiviert und befähigt werden."
(H.Liebmann / R.Robischon (Hrsg.): Städtische Kreativität - Potenzial für den Stadtumbau)

Städtische Kreativität ist ein Arbeitsprinzip von Politik und Verwaltung "Städtische Kreativität [...] ist als zentrales verändertes Arbeitsprinzip von Politik und Verwaltung zu entwickeln. Das setzt voraus, dass Städte nicht nur als gebaute Umwelt verstanden werden, sondern als Systeme und Netzwerke. Stadtpolitik verlagert dann ihren Schwerpunkt von der physischen Infrastruktur zur Städte-Dynamik und zur Lebensqualität der Stadtbewohner. Städtebauliche Maßnahmen spielen weiterhin eine bedeutende Rolle, sie werden aber in ein breiteres Verständnis von Regenerierung eingebunden.
Regenerierung [...] als ein Prozess [...], der den Menschen Gelegenheiten zur Entfaltung und Mitgestaltung eröffnet, damit daraus eine stärkere Basis für eine künftig bessere Wettbewerbsfähigkeit der Städte erwachsen kann."
(Keim 2001: Regenerierung schrumpfender Städte - zur Umbaudebatte in Ostdeutshland)


Zum weiterlesen:
Heike Liebmann /Tobias Robischon: Was ist städtische Kreativität? Zehn Thesen. Aus ihrem Buch "Städtische Kreativität - Potenzial für den Stadtumbau" (PDF, 80 KB)

 
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Letzte Änderung: 17.10.2003