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Arbeitsmarktentwicklung in strukturschwachen ländlichen Regionen

Artikel vom 29.06.2012

Angesichts der demografischen Entwicklung wird die Zahl der Arbeitskräfte in den nächsten fünfzehn Jahren um voraussichtlich sechs Millionen sinken. Der vielfach prognostizierte Fachkräftemangel deutet sich bereits durch starke Engpässe in einzelnen Berufen, Branchen und Regionen an. Vor allem in ländlichen, den von Bevölkerungsrückgängen zuvorderst betroffenen Räumen wandern viele junge „Aktive“ ab. Integration und qualifizierte Zuwanderung können weitere Arbeitskräftepotenziale erschließen. Von Bettina Schattat

Aktuelle Trends der Arbeitsmarktentwicklung unter besonderer Berücksichtigung demografischer Entwicklung

Insgesamt lassen sich deutschlandweit, mit einer Arbeitslosenquote von 7%, welche sich damit auf dem niedrigsten Niveau seit 1991 befindet, positive Arbeitsmarktentwicklungen beobachten. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte mit 41 Mio. im Jahr 2011 einen neuen Höchstwert. Im Jahresdurchschnitt 2011 lag die Zahl der Arbeitslosen unter 3 Mio., dem niedrigsten Wert seit  20 Jahren. Auch wenn die Arbeitslosigkeit in Deutschland insgesamt zurückgeht, zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Die Spanne reicht von 2,1% (Donauwörth) in Bayern bis zu 15,3% (Neubrandenburg) im Osten Deutschlands. (Dazu Abbildung „Veränderung der Arbeitslosenzahl und Arbeitslosenquote im April 2012“ in der Bildergalerie)

Von der höheren Arbeitsmarktdynamik profitierten vor allem auch Langzeitarbeitslose, junge Menschen und Ältere. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist – wenngleich regional sehr unterschiedlich – im Bundesdurchschnitt im Vergleich zum Jahr 2008 um 15% gesunken. Deutschland verzeichnet derzeit die geringste Jugendarbeitslosigkeit Europas. Während in Griechenland und Spanien über 50% der jungen Menschen arbeitslos sind, bleiben in Deutschland viele Ausbildungsplätze unbesetzt, weil Betriebe aus ihrer Sicht keine geeigneten Auszubildenden finden. Die Erwerbstätigenquote Älterer ist in Deutschland  zwischen 55 und 64 Jahren im vergangenen Jahr auf 60% gestiegen, womit das nationale EU-2020-Ziel erreicht wurde. Auch bei der Erwerbstätigenquote von Frauen ist das EU-2020-Ziel schon fast erreicht.

Angesichts der demografischen Entwicklung wird die Zahl der Arbeitskräfte in den nächsten fünfzehn Jahren um voraussichtlich 6 Millionen sinken. Die Entwicklung des Erwerbspotenzials bis 2050 ist, auch unter der Annahme steigender Erwerbsquoten und positiver Wanderungssaldi, rückläufig. Hierbei wird auch diese Entwicklung regional unterschiedlich ausfallen. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird das Arbeitskräftepotenzial infolge von Bevölkerungsrückgängen deutlich abnehmen.

In Bezug auf den vielfach prognostizierten Fachkräftemangel bleibt grundsätzlich festzuhalten, dass dieser aus einer Verringerung der Zahl der Arbeitskräfte bei einem gleichzeitig steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften resultiert. Auch wenn aktuell kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland vorherrscht, zeigen sich bereits starke Engpässe in einzelnen Berufen, Branchen und Regionen. Einer Analyse der Bundesagentur für Arbeit zufolge fehlen schon jetzt beispielsweise Elektro-, Fahrzeug- und Maschinenbauingenieure, Ärzte und Informatiker. Langfristig ist jedoch ein erheblicher Mangel an Fachkräften zu erwarten – und das nicht nur im Bereich der Hochqualifizierten, wie es oft dargestellt wird, sondern genauso bei den Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung.

Vor allem in ländlichen, den von Bevölkerungsrückgängen zuvorderst betroffenen Räumen wandern viele junge „Aktive“ ab. Zurück bleiben jene, die in den Ballungszentren nur geringere Chancen haben.  Hat die Abwanderung eingesetzt, droht eine negative Entwicklungsspirale. Läden, Arztpraxen, Freibäder und letztlich sogar Schulen müssen schließen. Dies wiederum führt dazu, dass Familien wegziehen und Unternehmen ihre Standorte verlagern.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen von Bund und Ländern

Die Bundestagsfraktionen der Regierungskoalition haben angesichts dieser Handlungserfordernisse eine neue Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Zukunft der ländlichen Räume beschäftigen wird. Als Themenschwerpunkte werden die Förderung einer gesunden Wirtschaft und Landwirtschaft, effiziente Regionalförderung, der Ausbau einer flächenhaften Breitbandversorgung, die Schaffung guter Verkehrsanbindungen, die Sicherung und Verbesserung der sozialen, insbesondere medizinischen Versorgung und die Förderung des Tourismus gesehen.

Zur Förderung und Gewinnung vorhandener Potenziale durch Betriebe und Sozialpartner bietet die Politik durch Projekte und Initiativen wie der Bund-Länder-Initiative „Aufstieg durch Bildung“, dem Ausbildungspakt, dem Fachkräftesicherungskonzept BReg (Juni 2011), dem Netzwerk „Fachkräfte für die Region“, dem Arbeitskräftereport (Nov. 2011), dem „Anerkennungsgesetz“ (seit 1. April 2012 in Kraft), der Blue Card (ab 1. August 2012) sowie der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive im Bereich der Altenpflege gezielte Unterstützung an und schafft geeignete Rahmenbedingungen.
 
In Hinblick auf das Thema Fachkräftesicherung haben die Regierungschefs von Bund und Ländern bereits 2008 in Dresden die Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“ mit dem Ziel einer langfristigen Fachkräftesicherung beschlossen. Sie läuft bis zum Jahr 2015 und soll das Bildungssystem in Deutschland in Qualität und Wirkungsbreite grundlegend verbessern und die Investitionen in Bildung und Forschung deutlich verstärken. Die jährlichen Fortschrittsberichte von Bund und Ländern dokumentieren die Maßnahmen im Bildungsbereich. Für Bildung und Forschung hat der Bund 12 Mrd. Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt, wovon vor allem auch die Hochschulen in den neuen Ländern sowie Fachhochschulen und Hochschulen in strukturschwachen Regionen profitieren. Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen, Studienplätze zu halten und auszubauen und somit vom wachsenden Akademikerarbeitsmarkt zu profitieren und hoch qualifizierte Fachkräfte an die Region und ihre Unternehmen zu binden.

Mit dem Konzept zur Sicherung der Fachkräfte hat die Bundesregierung die Fachkräftesicherungsstrategie in einem geschlossenen Konzept unter Federführung des Arbeitsministeriums gebündelt. Ziel des Fachkräftesicherungskonzeptes ist es, alle Potenziale, sowohl inländische als auch ausländische, zur Fachkräftesicherung stärker zu erschließen. Mit diesem Leitgedanken wurde das Konzept der Bundesregierung zur Fachkräftesicherung erarbeitet und im Juni 2011 vom Kabinett beschlossen. In dem Konzept werden die nachfolgenden fünf Sicherungspfade beschrieben und konkrete Ziele und Maßnahmen in folgenden Bereichen festgelegt:

  • Aktivierung und Beschäftigungssicherung, 
  • bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, 
  • Bildungschancen für alle von Anfang an, 
  • Qualifizierung: Aus- und Weiterbildung sowie 
  • Integration und qualifizierte Zuwanderung.

Ein gutes Beispiel für die Initiativen im Bereich Aus- und Weiterbildung stellt das Sonderprogramm der Bundesarbeitsagentur zur Flankierung des Strukturwandels dar, das im Wesentlichen auf eine Umschulungsförderung und Nachqualifizierung von arbeitslosen Menschen ausgerichtet ist. Von den arbeitsmarktpolitischen Fördermitteln profitieren vor allem auch strukturschwächere Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit. Der Grund liegt in der dezentralen Verteilung von Mitteln, bei der auch Strukturmerkmale in den Regionen berücksichtigt werden. Zum Sicherungspfad „Qualifizierung: Aus- und Weiterbildung“ gehört auch die „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“, die die Bundesregierung im vergangenem Jahr gestartet hat. Im Bereich der Pflegeberufe ist die Fachkräftesicherung eine große Herausforderung. Das gilt insbesondere auch für den Bereich der Altenpflege. Hier bieten sich auch für geeignete Fachkräfte in strukturschwachen Regionen hervorragende Beschäftigungsmöglichkeiten. Denn der Bedarf an Pflegefachkräften wächst rasant, weil in Deutschland die Zahl der pflegebedürftigen Personen, die derzeit bei rund 2,4 Mio. Menschen liegt, jährlich um rund 50.000 Personen wächst. Hierbei kommt vor allem der häuslichen Pflege vor Ort eine hohe Bedeutung zu. Wichtiges Ziel ist es insbesondere, die Zahl der Aus- und Weiterbildungen insgesamt jährlich um 10% zu steigern.

Auch im Bereich des Sicherungspfades „Integration und qualifizierte Zuwanderung“  hat die Bundesregierung wichtige Vorhaben auf den Weg gebracht, um weitere Arbeitskräftepotenziale zu erschließen. Am 1. April 2012 trat das Anerkennungsgesetz in Kraft, welches das Verfahren zur Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen vereinheitlichen und beschleunigen soll. Hier geht es vor allem darum, das große Potenzial an Migranten mit im Ausland erworbenen Abschlüssen und Berufserfahrung stärker zu erschließen. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die Blue-Card, die zum 1. August 2012 in Kraft tritt. Sie zielt darauf ab, die Zuwanderung von Akademikern aus Drittstaaten zu erleichtern.

Arbeitsmarktpolitische Herausforderungen in ländlichen Räumen

Die wirtschaftliche Stabilität ländlicher Regionen ist die Grundlage für deren Entwicklung und für deren Handlungsspielräume. Gleichzeitig ist sie Voraussetzung für deren Anziehungskraft auf Fachkräfte. Strukturwandel und demografische Entwicklung verstärken sich oft gegenseitig und führen dazu, dass sich ländliche Regionen unterschiedlich entwickeln. Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit haben häufig kaum wirtschaftliche Verflechtungen  mit Wirtschaftszentren.

Andererseits gibt es ländliche Räume mit hoher Beschäftigung, beispielsweise am Rande größerer Ballungsräume, die sogenannten „Speckgürtel“. Sie haben eine besondere Anziehungskraft, was die Ansiedlung von Unternehmen und Fachkräften anbelangt. Vor allem im Süden Deutschlands sind wirtschaftlich starke ländliche Regionen mit einem hohen Anteil an kleinen und mittelständischen, teilweise hoch innovativen Unternehmen zu finden. In anderen ländlichen Regionen wiederum bestehen stabile Strukturen entlang einer  Wertschöpfungskette, in die die landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung, die Forstwirtschaft, das Handwerk und die Gewerbetreibenden fest eingebunden sind.

Eine Abgrenzungsmöglichkeit für strukturschwache ländliche Regionen bietet die Typisierung der Arbeitsagenturbezirke, welche zuletzt im Jahr 2008 vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vorgenommen wurde. Auf der Grundlage der SGB III Vergleichstypen zeigt sich, dass strukturschwache ländlichen Regionen (Typen IIIb (hellgrün) und Va bis Vc (orange-gelb)) überwiegend in ostdeutschen und einigen norddeutschen Agenturbezirken zu finden sind. (Dazu Abbildung „Typisierung der Arbeitsagenturbezirke“ in der Bildergalerie)

Die Arbeitslosenquote in den strukturschwachen ländlichen Regionen liegt über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Jedoch ist positiv hervorzuheben, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit seit 2008 in diesen Regionen überdurchschnittlich stark ausfiel:  Während sich die Arbeitslosigkeit bundesweit um 8,7% verringerte, fällt der Rückgang in den Typ V Bezirken mit -19% mehr als doppelt so stark aus (Typ IIIb: -9,7%).

Arbeitsmarktpolitischer Handlungsbedarf in ländlichen Regionen

Aktuell gibt es in strukturschwachen ländlichen Regionen noch keinen Fachkräftemangel. Um diesem auch zukünftig vorzubeugen, müssen attraktive Arbeitsplätze in der Region geschaffen und gehalten werden. Hierbei tragen vor allem qualitativ hochwertige Bildungsangebote dazu bei, dass die Potenziale der Region genutzt werden können, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft erhalten bleibt, dass gesellschaftliche und kulturelle Leben bereichert wird und Lebensqualität entsteht. Die Sicherstellung eines differenzierten und nachfragegerechten Bildungsangebots bildet die zentrale bildungspolitische Herausforderung für ländliche Räume. Auch die Förderung von Existenzgründungen spielt eine wichtige Rolle bei der Aktivierung des wirtschaftlichen Potenzials in ländlichen Regionen. Die Bundesregierung hat mit dem Mikrokreditfonds Deutschland den Zugang von Kleinunternehmen sowie Existenzgründerinnen und -gründern zu Kleinkrediten verbessert. Bereits jetzt zeigt sich eine breite Nutzung des Mikrokreditfonds von Kleinunternehmen im ländlichen Raum. In ostdeutschen Regionen fördert das Bundesinnenministerium gemeinsam mit den Ländern und den Sozialpartnern im Rahmen der „Fachkräfteinitiative Ostdeutschland“ regionale Ansätze. Gefördert werden zehn innovative Projekte, die geeignet sind, das Beschäftigungspotenzial der eigenen Region bestmöglich auszuschöpfen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit gerade von klein- und mittelständischen Unternehmen und das wirtschaftliche Wachstum in Ostdeutschland zu unterstützen.
 
Insgesamt wird der Erfolg ländlicher Regionen davon abhängen, nachhaltige regionale Wirtschaft aufzubauen und die Stärken für ihre Zukunftsentwicklung zu nutzen, sowie selbstbewusst mit städtisch geprägten Räumen zusammenzuarbeiten. Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung, die ländlichen Räume bei ihrer Entwicklung unterstützen, werden im Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur Entwicklung ländlicher Räume aufgezeigt, der am 18. Januar 2012 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Auch in der Demografie-Strategie, die am 25. April 2012 beschlossen wurde, legt die Bundesregierung ein besonderes Augenmerk auf die Förderung der Lebensqualität in ländlichen Räumen.

Auf Bundesebene wurde mit der Bildung einer „Allianz für Fachkräfte in den Regionen“ (DIHK, Zentralverband des Deutschen Handwerks, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Deutschen Rentenversicherung Bund und der Bundesagentur für Arbeit) reagiert, um verlässliche und hinreichend differenzierte regionale Arbeitsmarkdaten (aktueller und zukünftiger Arbeitskräftebedarf – detailliert nach Branchen, Berufen und Regionen) zur Verfügung zu stellen. Auch die Bundesagentur für Arbeit stellt mit dem Arbeitsmarktmonitor ein Hilfsmittel zur Analyse des Fachkräftebedarfs bereit und unterstützt die Partner vor Ort. Im Frühjahr 2013 werden mit dem Jobmonitor mithilfe eines Prognosemodells zudem fundierte Aussagen zu Arbeitskräftenachfrage und -angebot bis zum Jahr 2030 getroffen werden können.

Mit den Partnern der Arbeitskräfteallianz sollen regionale Netzwerke (lokale Unternehmen, Bundesagentur für Arbeit oder Jobcenter, Mittelstandsorganisationen, Gewerkschaften, Kammern und Kommunen) zur Fachkräftesicherung unterstützt werden. Durch die Zusammenarbeit vor Ort sollen dem regionalen Fachkräftebedarf beziehungsweise den ungenutzten Potenzialen entsprechend, zielgerichtete und effiziente Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Auch das Fachkräftepotenzial von Frauen und älteren Menschen gilt es, durch eine stetige Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wie auch von Pflege und Beruf oder den Aufbau von Qualifizierungs- und Weiterbildungsverbünden, in denen ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Kompetenzen erwerben, verstärkt zu nutzen. Die Netzwerkarbeit soll ferner dazu beitragen, den Übergang von der Schule ins Berufsleben zu verbessern.

Ferner besteht eine Vielzahl von Netzwerken, die das Ziel verfolgen, Menschen mit Migrationshintergrund dabei zu unterstützen, sich erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren und so ausländische Fachkräfte für ihre Regionen zu gewinnen. Das Netzwerk „Allianz pro Fachkräfte in der Metropolregion Nürnberg“ setzt sich zum Beispiel dafür ein, dass ausländische Studenten, die in Nürnberg studiert haben, bei der Kontaktvermittlung zu potenziellen Arbeitgebern in der Region, bei der Bewerbungsvorbereitung und bei der Wohnungssuche unterstützt werden. Zudem gibt es viele Netzwerke, die gezielt Sprachtrainings oder Qualifizierungen für Migrantinnen und Migranten anbieten. Das vom Bundesarbeitsministerium geförderte „Netzwerk IQ – Integration durch Qualifizierung“ hat vor allem koordinierende und beratende Aufgaben.  

Zur Unterstützung regionaler Netzwerke und Projekte, die sich im Bereich Fachkräftesicherung engagieren, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Innovationsbüro „Fachkräfte für die Region“ neu eingerichtet. Das Innovationsbüro gibt Ideen für Maßnahmen, unterstützt bei deren Umsetzung vor Ort und macht Erfolgsgeschichten regionaler Netzwerkarbeit bundesweit bekannt.

Die Autorin: Bettina Schattat, Bundesministerium für Arbeit und Soziales