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Projekte der Schader-Stiftung

Wohnraumbeschaffung durch Kooperation
Die Zusammenarbeit von Gemeinden, Wohnungswirtschaft und Wohlfahrtspflege als Instrument der Versorgung von Haushalten mit dringendem Wohnungsbedarf


1998 - 1999

Die Wohnungspolitik ist dauerhaft gefordert, die Wohnraumversorgung aller Bevölkerungsgruppen sicherzustellen. Auch bei entspannteren Wohnungsmärkten gibt es eine große Zahl von Haushalten, die wegen zu geringen Einkommens, Arbeitslosigkeit, Überschuldung, sozialer Notlagen, aber auch als kinderreiche Familie oder Alleinerziehende bei der Wohnungssuche benachteiligt sind. Für diesen Personenkreis werden Belegungsrechte oder andere Zugriffsmöglichkeiten auf preisgünstigen Wohnraum benötigt.

Die Belegungsbindungen laufen aber zunehmend aus: Gab es in den 70er Jahren noch 4 Millionen Sozialwohnungen, so würden es im Jahr 2000 noch schätzungsweise 2 Millionen sein. Gefordert sind daher neue Konzepte und Strategien, mit denen zusätzliche Belegungsmöglichkeiten mobilisiert werden können. Ein Ansatz liegt in der verstärkten Kooperation von kommunalen Akteuren, die auf die Wohnungsversorgung Einfluss nehmen können. Im Forschungsprojekt wurde die Frage untersucht, welchen Beitrag eine solche Zusammenarbeit zur sozialen Wohnraumversorgung leisten kann.

Die Untersuchung führte das InWIS - Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung - an der Ruhruniversität Bochum im Auftrag des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau durch. Im Juni 1998 trafen das Bundesministerium und die Schader-Stiftung eine Kooperationsvereinbarung zu diesem Forschungsvorhaben. Aufgrund dieser Vereinbarung förderte die Schader-Stiftung die Kommunikation über die Forschungsergebnisse durch:
  • Einen Expertenworkshop im Juli 1998,
  • ein Dialogheft 1998, das in einer Auflage von 1500 Exemplaren an einen fachbezogenen Freiverteiler aus Kommunen, Wohnungsunternehmen und sozialen Dienstleistern verschickt wurde;
  • ein Symposium im Juni 1999, in dessen Rahmen rund 80 Experten aus Wohnungswirtschaft, Kommunen, Wohlfahrtspflege, Verbänden und Wissenschaft die Ergebnisse des Projektes diskutierten;
  • einen Werkstattbericht, erschienen Anfang 2000.
Dokumentation siehe:
Wohnraumbeschaffung durch Kooperation. Die Zusammenarbeit von Gemeinden, Wohnungswirtschaft und Wohlfahrtspflege als Instrument der Versorgung von Haushalten mit dringendem Wohnungsbedarf; Zwischenbericht des BMBau-Forschungsprojektes und Kommentare von Experten aus der Praxis (»dialog«-Heft; 11/1998) Darmstadt 1998, 20 Seiten, brosch.

Zum Download des Werkstattberichts Wohnraumbeschaffung durch Kooperation (PDF-Datei, 2 MB)

Ansprechpartner: Peter Lonitz

 
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Letzte Änderung: 07.07.2004