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Projekte der Schader-Stiftung
Tagung "Praxis ohne Theorie? Wissenschaftliche Diskurse zum Programm ,Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Die Soziale Stadt´"
2003
Gemeinsam mit dem Arbeitskreis "Lokale Politikforschung" der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) und dem Institut für Sozialforschung und Sozialplanung rief die Stiftung zur Mitwirkung an der Tagung "Praxis ohne Theorie?" auf. Die Tagung fand am 8. und 9. Mai 2003 in Stuttgart statt.
Im „Call for Papers“ heißt es dazu erläuternd:
„„Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Die Soziale Stadt“, so nennt sich ein seit 1999 existierendes Bund-Länder-Programm, auf dessen Agenda die Verbesserung der Wohn-, Lebens- und Arbeitsbedingungen in benachteiligten Stadtteilen steht. Das Programm setzt die klassische Stadterneuerung fort. Es will mit Hilfe eines integrativen Handlungsansatzes aber wichtige Defizite der bisherigen Praxis überwinden. Neben Akteuren verschiedener Ebenen des politisch-administrativen Systems stehen dabei vor allem die Bürger und deren Mitwirkung vor Ort im Mittelpunkt des Interesses.
Inzwischen wurden bundesweit über hundert Kommunen in das Programm aufgenommen. Mit dieser rasanten Entwicklung konnte die Theorie bisher allerdings nicht Schritt halten. Ungeachtet der Bestellung zahlreicher wissenschaftlicher Gutachter für die vorbereitenden Untersuchungen, ungeachtet zahlreicher Workshops und Erfahrungstreffen, ist das Programm nach Ansicht vieler Beobachter in starkem Maße durch tagespolitische, pragmatische und aktionistische Vorgehensweisen gekennzeichnet. Eine Einbindung in wissenschaftliche Diskurse lässt sich nur sporadisch entdecken. Dabei stünden Theorien auf vielen Feldern bereit. Sie könnten Orientierungen für das Handeln vor Ort bieten und gleichzeitig durch die Beobachtung des lokalen Geschehens überprüft bzw. weiterentwickelt werden. Wenig thematisiert werden auch die Akzeptanz sowie die Auswirkungen der vom Programm geforderten ressortübergreifenden Koordination und Kooperation von Politik und Verwaltung mit Akteuren aus den Stadtteilen (Quartiersmanager, ehrenamtlich Tätige, Bürger usw.).
Der AK Lokale Politikforschung will gemeinsam mit dem Institut für Sozialforschung und Sozialplanung (IfSS; Sylvia Greiffenhagen/Katja Neller/Regine Jautz) und der Schader-Stiftung den Theorie-Praxis-Diskurs zum Programm „Soziale Stadt“ anregen. Auch wenn die Tagung den Titel „wissenschaftliche Diskurse“ trägt, wollen wir mit Vertretern aus Theorie und Praxis diskutieren! Im Mittelpunkt stehen dabei u.a. die folgenden Fragen:
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- Wie lässt sich die bestehende Praxis in vorhandene Theorien einordnen?
- Inwiefern wird überhaupt theorieorientiert gearbeitet?
- Welche Evaluationsmethoden werden auf welchem Theoriehintergrund angewendet?
- Inwiefern können wissenschaftliche Diskurse durch die Praxis vor Ort profitieren?
- Welche Erkenntnisse für eine angemessene Weiterentwicklung des Programms lassen sich heute schon ableiten?
- Wie verändern sich politische bzw. Verwaltungsprozesse und -strukturen durch das Programm „Soziale Stadt“ und wie wird dies von den Betroffenen bewertet?
- Wie verändert sich das Spannungsfeld Politik-Verwaltung-Bürger durch das Programm „Soziale Stadt“?
- Welche Rolle spielt dabei das Quartiersmanagement vor Ort?
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Die Tagung wendet sich an Wissenschaftler und Praktiker aus verschiedenen Disziplinen sowie an alle anderen am Diskurs um das Programm „Soziale Stadt“ Interessierten.“
Veranstalter:
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© 2001 - 2010 Schader-Stiftung. Alle Rechte vorbehalten.
Letzte Änderung: 15.04.2004 |
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